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epa04190050 FC Barcelona's Brazilian defender Dani Alves gestures during the Primera Division soccer match against Getafe FC played at Camp Nou stadium in Barcelona, Catalonia, Spain on 03 May 2014.  EPA/Alejandro Garcia

Alves fordert geringere Strafe für Bananenwerfer. Bild: EPA/EFE

Rassismus-Skandal

Dani Alves glaubt nicht an Vergeltung von Bösem mit Bösem und will Milde für Bananenwerfer

Unerwartete Hilfe für den Übeltäter: Barcelonas Star Dani Alves, der in Villarreal mit einer Banane beworfen worden war, hat sich für den Sünder eingesetzt. Er glaube nicht «an eine Vergeltung von Bösem mit Bösem», sagte er.

05.05.14, 10:29 05.05.14, 13:30

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Der brasilianische Abwehrspieler Dani Alves vom spanischen Fussball-Meister FC Barcelona hat Milde für den Fan gefordert, der ihn aus rassistischen Motiven mit einer Banane beworfen hatte. «Es muss eine Strafe geben, aber ich glaube nicht an die Vergeltung von Bösem mit Bösem», sagte Alves dem TV-Sender Globo. Alves war im Spiel beim FC Villarreal mit der Frucht beworfen worden und hatte sie demonstrativ gegessen. Daraufhin hatten sich weltweit Profis und Prominente mit Alves solidarisiert und sich Bananen essend ablichten lassen.

Alves isst die nach ihm geworfene Banane. gif: Youtube

Der Werfer der Banane, ein 26 Jahre alter Spanier, wurde von Villarreal bereits mit einem lebenslangen Stadionverbot belegt, ihm droht zudem eine Haftstrafe. «Er ist ein Familienmensch und muss seine Familie unterstützen», sagte Alves und forderte gleichzeitig ein generelles Umdenken: «Wir müssen die Menschen richtig erziehen, das kann man nicht mit harten Strafen.»

Die brasilianische Fussball-Ikone Pelé hat sich von den teils wütenden Reaktionen auf den «Bananenwurf» gegen seinen Landsmann Dani Alves verwundert gezeigt. «Das ist ein Sturm im Wasserglas», sagte der dreimalige Weltmeister im Rahmen einer Diskussionsrunde in Brasilien: «Was für eine Banalität, ein Typ schmeisst eine Banane.» Zu seiner aktiven Zeit, so Pelé, «haben Leute Stachelannonen und Mangos auf uns geworfen». Die Stachelannone ist eine südamerikanische Pflanze mit stachligen Früchten, im Deutschen auch als Sauersack bekannt.

Für den 73-jährigen Pelé gibt es nicht nur im Fussball Rassismus: «Das findet man seit langer Zeit in allen Bereichen der Gesellschaft.» Einen neuen Trend in Sachen Diskriminierung sehe er aber nicht: «Ich stimme dem nicht zu, dass es eine neue Welle des Rassismus gibt.»

Das T-Shirt zur Aktion von Dani Alves, das jetzt in Brasilien verkauft wird. Bild: o globo

Vorwürfe gegen Aktion zurückgewiesen

Nach der Aktion von Alves waren in der Vorwoche Zweifel an der Spontanität des Vorfalls aufgekommen. Als die brasilianische Werbeagentur Loducca eingeräumt hatte, die Antirassismus-Kampagne «Wir sind alle Affen» sei nach früheren Bananenwürfen mit Neymar und Alves abgesprochen worden, kam erste Skepsis auf.

Noch mehr Kritik wurde laut, als der brasilianische TV-Moderator Luciano Huck begann, für umgerechnet 22 Euro T-Shirts mit dem aufgedruckten Slogan der Aktion zu verkaufen. Der Kampf gegen Rassismus werde kommerziell ausgebeutet, hiess es.

Alves hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Zumindest seine Aktion, so der 30 Jahre alte Nationalspieler, sei «superspontan» gewesen.

(aha/sid/dpa/qae)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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