Sport

#WirsindalleAffen

Wie Alves sich über Nacht in die Herzen der Menschheit gebissen hat

Nach der rassistischen Aktion eines Fans, der Dani Alves mit einer Banane treffen wollte, nimmt der Barça-Star diese auf und isst sie. Eine viel umjubelte Geste gegen den Rassismus.

28.04.14, 10:50 29.04.14, 16:10

Es war neben Steven Gerrards Ausrutscher mit Liverpool die wohl meist gesehene Aktion des Fussball-Wochenendes. Barcelonas Dani Alves wurde beim 3:2 gegen Villarreal vor einem Eckball mit einer Banane beworfen, bevor der Brasilianer den Ball spielte. Doch anstatt sich über die rassistische Geste aufzuregen, ass der Barça-Verteidiger die nach ihm geworfene Frucht ohne weiter darauf einzugehen auf. Humor sei die beste Art und Weise mit Rassismus im Sport umzugehen, meinte das Opfer nach dem Spiel. 

Alves isst die nach ihm geworfene Banane. gif: youtube/football tv

«Wir leiden unter solchen Dingen in Spanien schon lange. Man muss es mit einer Dosis Humor nehmen. Wir werden die Dinge nicht so leicht ändern. Wenn man dem Ganzen nicht die Bedeutung gibst, werden sie (die rassistischen Fans) ihre Ziele nicht erreichen», so Alves nach dem Spiel.

Auf seinem Twitter-Profil schrieb Alves mit einem imaginären Augenzwinkern: «Mein Vater hat mir immer gesagt: ‹Sohn, iss Bananen, die vermeiden Krämpfe.› Wie haben sie (die Fans) dies nur erraten?»

«Man muss es mit einer Dosis Humor nehmen.»

Dani Alves

Neymar löst Reaktions-Flut aus

Alves Bananen-Snack vor dem ausgeführten Corner verbreitete sich über Nacht wie ein Gewitter und wurde von allen Seiten umjubelt. Neben Alves meldeten sich auch unzählige Personen via Twitter: «So muss man auf Rassismus reagieren» oder «Aktion des Jahres» lauten die meisten Stimmen.

Auch bei den Kollegen sorgte das Anti-Rassismus-Zeichen von Alves für positive Reaktionen. #weareallmonkeys (wir sind alle Affen) war der wohl meist verwendete Hashtag der letzten Stunden, ausgelöst durch ein Selfie von Teamkollege Neymar mit seinem Sohn.

Neymar und sein Sohn posieren zur Unterstützung von Alves' Kampf gegen den Rassismus. Bild: Instagram

Das Umfeld kämpft mit

Rafaella Beckran (links), Neymars Schwester, liess sich ebenfalls mit einer Banane ablichten. Bild: Webstagram

Alves' Freundin Thaissa Carvalho schoss ein Gruppenfoto mit ihrer ganzen Familie. Bild: Webstagram

Sergio Aguero und Marta. Bild: Instagram

Mario Balotelli Bild: Instagram

Johan Djourou Bild: Instagram

Hulk und seine Familie. Bild: Instagram

Roberto Carlos Bild: Instagram

Fred sieht die gelbe Frucht als «Banane gegen den Rassismus» und will gegen den Fremdenhass auf der ganzen Welt vorgehen. Bild: Facebook

Suarez und Coutinho

Robert Lewandowski und Aubameyang Bild: Twitter

Schon 2013 Rassismus-Opfer

Es war nicht das erste Mal, dass Dani Alves rassistisch beleidigt wurde. Im Pokal-Finale 2013 gegen Real Madrid wurde der Sieg der Königlichen von unerwünschten Fans überschattet. Spanische Zeitschriften berichteten darüber, dass jedes Mal, wenn der schnelle Aussenverteidiger am Ball war, einige Real-Anhänger Affenlaute von sich gaben.

Damals reagierte Alves noch enttäuschter als am Sonntag: «Es war eine super Leistung von meinem Team. Das Ergebnis ist eine Schande. Aber eine viel grössere Schande ist es, dass es in manchen Orten Rassisten gibt», veröffentliche er auf seinem Twitter-Profil.

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 28.04.2014 14:07
    Highlight und das alles ohne dopingkontrolle ? ;-)
    0 1 Melden
  • Mia_san_mia 28.04.2014 12:33
    Highlight Geile Aktion von Alves!
    1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 28.04.2014 11:38
    Highlight Rafaella Beckran ist die Schwester von Neymar, nicht von Dani Alves
    2 0 Melden

Da grinst King Roger – Federer ist Sportler des Jahres, Holdener bei den Frauen gekürt

Die Schweizer Sportlerin des Jahres heisst Wendy Holdener. Die Schwyzer Skirennfahrerin setzte sich an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich in einer engen Ausmarchung knapp gegen die Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf und Kunstturnerin Giulia Steingruber durch. Holdener verdiente sich die Auszeichnung mit dem WM-Titel in der Kombination und der WM-Silbermedaille im Slalom. Nach Lara Gut im Vorjahr gewann zum zweiten Mal in Folge eine Vertreterin von Swiss Ski den Award. 

Roger Federer …

Artikel lesen