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Rafael Nadal of Spain uses a towel to dry off during a training session at the Monte Carlo Masters in Monaco April 14, 2014. REUTERS/Eric Gaillard (MONACO - Tags: SPORT TENNIS)

Bild: Reuters

«Man darf nicht vergessen, dass ...»

Nadal bleibt der König des Understatements

Der achtfache Roland-Garros- und Monte-Carlo-Sieger Rafael Nadal ist nicht nur der König der roten Asche, sondern auch des Understatements. Der Spanier will sich partout nicht in die Favoritenrolle drängen lassen.

15.04.14, 12:26 15.04.14, 14:37

Vor dem Beginn der Sandsaison twittert ein uns allen gut bekannter Tennis-Superstar: «Zurück auf meiner geliebten Asche, hier hat alles für mich begonnen!» Dazu postet er ein Bild von seinen sandverschmierten Socken und Schuhen. Von wem könnte der Tweet wohl stammen? Sandkönig Rafael Nadal? Weit gefehlt! Die Nachricht kommt von Roger Federer.

Ein Journalist fragt nach: «Geliebte Asche? Bist Du sicher Rog?» Der «Maestro» antwortet sofort: «Nur die Presse denkt, ich würde sie nicht mögen! Aber in Wahrheit liebe ich sie!» Federer, der sich erst in der letzten Woche entschieden hat, in Monte Carlo anzutreten, fühlt sich bereit für die bevorstehende Sandsaison und zeigt das offen. Er strotzt derzeit nur so vor Selbstvertrauen.

Ganz anders tritt Rafael Nadal vor dem Showdown in Monte Carlo auf. Der «Stier aus Manacor» hat im Fürstentum schon achtmal gewonnen, im vergangenen Jahr unterlag er im Final Novak Djokovic. Auch in diesem Jahr führt wohl kein Weg an ihm vorbei. In die Favoritenrolle will sich der Sandkönig, der 43 seiner 62 Titel auf der roten Unterlage gewonnen hat, aber nicht drängen lassen.

Nadal trainiert mit Onkel Toni. Bild: Getty Images Europe

«Die Umstellung von Hart- auf Sandplatz ist für mich nicht einfacher als für meine Konkurrenten. Man darf nicht vergessen, dass ich nur fünf oder sechs Turniere pro Jahr auf Sand spiele. Deshalb trainiere ich in der Zwischensaison auch nicht auf dieser Unterlage», so Nadal an der Pressekonferenz vor dem Turnier.

«Auch ich muss mich wieder auf die Änderungen einstellen und brauche Zeit, um den Rhythmus zu finden. Erst am letzten Freitag habe ich wieder auf Sand trainiert. Meine Sessions waren gut, deshalb hoffe ich, bereit zu sein.»

Revanche gegen Wawrinka?

Nadal startet wie Federer am Mittwoch ins Turnier. Viel Zeit, um sich an die rutschige Unterlage zu gewöhnen, hat die Weltnummer 1 aber nicht. Auf dem Weg in den Viertelfinal, wo wohl David Ferrer wartet, könnte er der Reihe nach Gilles Simon und Andreas Seppi besiegen müssen.

In einem allfälligen Halbfinal könnte es zur Final-Reprise des Australian Open gegen Stanislas Wawrinka kommen. Im Final dürfte es zum Duell mit Novak Djokovic oder Roger Federer kommen, die beide der unteren Tableau-Hälfte zugelost wurden.

Vorbereitung mal anders: Nadal auf einem Yachtausflug seines Sponsors. Bild: Reuters

Mit der Vorbereitung ist Nadal trotz den guten Trainings nicht ganz zufrieden. Die Rückenprobleme, die ihn im Final des Australian Open behindert hatten, hätten lange nachgewirkt. Zwar gewann er Ende Februar das Turnier in Rio de Janeiro, doch die Reise nach Brasilien sei nicht seine beste Entscheidung gewesen. «Diese Woche hat mir nicht wirklich geholfen.»

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