Sport

WM-Riesenslalom, St.Moritz

Die drei Medaillengewinner im WM-Rieseneslalom. Bild: AP/Keystone

Österreicher jubeln: Hirscher holt Riesen-Gold vor Leitinger und Haugen

Marcel Hirscher ist erstmals Weltmeister im Riesenslalom. Der Österreicher gewinnt an den Titelkämpfen in St. Moritz vor seinem überraschenden Landsmann Roland Leitinger.

17.02.17, 08:09 17.02.17, 15:13

Marcel Hirscher errang in St. Moritz seinen dritten WM-Titel. 2013 war er Weltmeister im Slalom, 2015 gewann er Gold in der Kombination. Im Riesenslalom ist nun aber der erste Österreicher seit Hermann Maier 2005, der sich den Titel holt. Aus dem grossen Duell gegen Alexis Pinturault wurde nichts. Der Franzose, neben Hirscher der meistgenannte Anwärter auf Gold, musste sich mit Rang 7 bescheiden.

Voller Einsatz für die Goldmedaille – Marcel Hirscher. Bild: VASSIL DONEV/EPA/KEYSTONE

«Die Goldmedaille an der WM hat mir noch gefehlt.»

Marcel Hirscher srf

Hirscher und Pinturault hatte im Riesenslalom die bisherige Weltcup-Saison dominiert. Der Österreicher errang zuletzt in Garmisch seinen zweiten Saisonsieg in dieser Disziplin, Pinturault war schon dreimal erfolgreich. Aber in St. Moritz standen zwei neben Hirscher auf dem Podium, mit denen man nicht gerechnet hatte. Leitinger wurde mit 0,25 Sekunden Rückstand Zweiter, der Norweger Leif Kristian Haugen – 71 Hundertstel zurück – Dritter.

Der Franzose Pinturault enttäuschte. Bild: AP/Keystone

Hirscher trat die Nachfolge von Ted Ligety an. Der Amerikaner, der sich Mitte Januar einer Bandscheiben-Operation unterziehen musste, hatte die Grossanlässe der letzten Jahre dominiert. Er holte in Serie die WM-Titel 2011, 2013 und 2015, und dazwischen wurde er 2014 auch noch Olympiasieger. Letzter Sieger vor Ligety war Carlo Janka, 2009 in Val d'Isère als Weltmeister und 2010 in Vancouver als Olympiasieger. Doch in St. Moritz konnte keiner der Schweizer in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Von den vier Schweizern war der Walliser Justin Murisier als Achter der beste. Der nominell beste Mann von Swiss-Ski, der im Riesenslalom als einziger seines Teams in dieser Saison im Weltcup verschiedentlich den Vorstoss in die Top 10 geschafft hat, klassierte sich auch in St Moritz in den ersten 10, womit er das primäre Ziel erfüllte.

«Klar, würde ich gerne einmal auf's Podest. Ich bin zufrieden heute, aber ich will mehr.»

Justin Murisier srf

Murisier darf mit seinem Auftritt zufrieden sein. Bild: STEFANO RELLANDINI/REUTERS

Dies, obwohl er im ersten Lauf wie auch seine Teamkollegen nicht begünstigt worden war. Bei seiner Fahrt herrschte im Gegensatz zu vielen anderen kein Sonnenschein, die Sicht war dementsprechend schlecht.

Gino Caviezel, Loïc Meillard und Carlo Janka belegten die Ränge 15, 21 und 22. (sda)

Die besten Bilder der Ski-WM 2017

Ticker: 17.02.17 WM-Riesenslalom Herren

Sportler unterhalten uns ... auf allen Ebenen

Höhlenmensch, Schrei-Baby, Bikini-Beauty, lahmer Gaul: So sehen wir Federer, Djokovic und Co.

«Keiner schlägt seine Frau ausser Yassine, der denkt sich, das Chikhaoui» – wir haben mal wieder unseren Spass mit Fussballer-Namen

Und jetzt die besten User-Memes: «Ich habe noch keinen Spieler zu Hause besucht – ausser bei Daniel Davari» 

«Egal wie viele Medis er schon hat – Admir will Mehmedi» – die besten Egal-Memes mit Schweizer Sportlern

«In allen Ehen weiss es der Mann besser, ausser bei Andrew hat das Weibrecht» – wir haben unseren Spass mit Skifahrer-Namen

Shaqiri als Käse, Drmic als Katzenfutter oder Magnin als Guetzli: 10 Fussballernamen, die sich als Marke eignen

Ideal fürs Transferfenster: Shaqiri und Co. geben ultimative Bewertungen für Fussball-Klubs ab

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • meliert 17.02.2017 14:45
    Highlight Gold für RS ist halt doch kein Gold für Abfahrt😉
    7 8 Melden
  • Oirdnas 17.02.2017 13:05
    Highlight #bestearmeederwelt
    11 1 Melden

Exoten an der Ski-WM: «Tomba aus Tonga», der 58-jährige Mexikaner und das Girl aus Indien 

Die Hirschers, Gisins und Guts kennen wir ja. An der Ski-WM sind es aber andere, die für bereichernde Abwechslung sorgen. Hier eine kleine Auswahl sogenannter «Exoten».

Céline Marti startet zwar für Haiti, doch ihr Name verrät die Nähe zur Schweiz. Sie wurde als Kind adoptiert und lebt in Genf. Trotz der mit Abstand langsamsten Zeit im Riesenslalom – sie verlor 41,37 Sekunden auf die Bestzeit von Tessa Worley – ist sie vollends zufrieden. Marti sagt: «Es ist ein Traum, dass ich hier dabei sein kann mit all den Ländern und all den anderen Fahrerinnen.»

Sabrina Simader ist bereits mit drei Jahren aus ihrer Heimat Kenia in die österreichischen Berge gekommen und …

Artikel lesen