Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Pistenplan Lauberhorn Wengen Abfahrt

Die wichtigsten Passagen der Lauberhorn-Abfahrt im Überblick. Bild: lauberhorn.ch

Hundschopf, Kernen- und Ziel-S

Zweieinhalb Minuten Spektakel pur – die Schlüsselstellen der Lauberhorn-Abfahrt in 9 Gifs

Die Lauberhorn-Abfahrt ist eine einzige Aneinanderreihung markanter Passagen. Nur wer bei allen Schlüsselstellen fehlerlos durchkommt, hat auf der längsten Abfahrt der Welt eine Siegeschance.

Wer die Lauberhorn-Abfahrt gewinnen will, der benötigt viel Mut, Risikobereitschaft, eine perfekte Technik und eine gute Kondition. Auf der 4,48 Kilometer langen Strecke müssen die Fahrer so manch heikle Passage bewältigen.

Hundschopf, Minschkante, Kernen- und Ziel-S sind die bekanntesten. Nur wer die Schlüsselstellen perfekt erwischt, kann die längste Abfahrt der Welt gewinnen. Anhand von Beat Feuz' Siegfahrt von 2012 zeigen wir Ihnen, wo was zu tun ist.

Start

Der Beginn der längsten Abfahrt der Welt ist trügerisch und nicht allzu steil. Unter dem atemberaubenden Panorama von Eiger, Mönch und Jungfrau müssen die Fahrer mit Schnellkraft und gut koordinierten Schlittschuhschritten selbst für das nötige Tempo sorgen. 

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: youtube/Alexx87

Traversenschuss

Nach dem Russi-Sprung gehts in den Traversenschuss. Innert 5 Sekunden steigert sich das Tempo von 100 auf über 130 Stundenkilometer. Fast 40 Sekunden müssen die Fahrer in der Hocke locker auf dem Ski stehen, um nicht schon früh die entscheidenden Zehntel zu verlieren. Natürlich spielt dabei das Material eine zentrale Rolle.

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: youtube/alexx87

Hundschopf

Das Markenzeichen der Lauberhorn-Abfahrt. Technisch zwar nicht sehr anspruchsvoll, doch die Einfahrt muss stimmen, Risikobereitschaft und die Sprungtechnik auch. Bis zu 50 Meter weit gehen die Sprünge.

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: youtube/alexx87

Minschkante

Unmittelbar nach dem Hundschopf folgt die Minschkante, die so heisst, weil der Bündner Jos Minsch 1965 im Training hier unsanft abgeworfen wurde. Mit einem Beckenbruch landete er im Spital. Die Mischung aus Sprung und Kurve ist technisch äusserst anspruchsvoll und die Linienwahl vor der anschliessenden Kompression hat schon so manches Rennen entschieden. 

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: youtube/alexx87

Kernen-S

Mit 100 km/h rasen die Fahrer über den Alpweg aufs Kernen-S los. Früher hiess es Brüggli-S, nach dem Rücktritt von Bruno Kernen wurde es nach ihm benannt, weil er 1997 hier schwer gestürzt, aber beinahe unverletzt geblieben war. Nur wer die schwierige Rechts-Links-Kombination nach kurzem Andriften mit hohem Tempo verlässt, hat noch Siegeschancen.

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: youtube/alexx87

Langentreien

Die langgezogenen Kurven von Langentreien sind nicht attraktiv, aber wichtig. Für den Fahrer ist der Streckenabschnitt undankbar. Er muss sich voll auf seine Gleiter-Fähigkeiten konzentrieren, während sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar machen. Hier kann das Rennen nicht gewonnen, aber verloren werden. Auch die zwei Kurven vor dem Haneggschuss sind tückisch.

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: youtube/alexx87

Haneggschuss

Hier erreichen die Fahrer die höchsten Geschwindigkeiten. Johan Clarey stellte am 19. Januar 2013 mit 161,9 km/h das höchste je gemessene Tempo auf. Der meist im Dunkeln liegende Steilhang erfordert eine ordentliche Portion Überwindung, wichtig ist wieder die Aerodynamik.

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: youtube/alexx87

Österreicherloch

Nach dem 2003 neu eingebauten, spektakulären Silberhornsprung folgt das Österreicherloch. Dort sind die Wellen, die 1954 den österreichischen Favoriten Toni Sailer, Andreas Molterer und Walter Schuster zum Verhängnis wurden und immer wieder für Probleme sorgten, mittlerweile verschwunden.

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: youtube/alexx87

Ziel-S

Nach weit über zwei Minuten Fahrt kommt noch einmal eine grosse Herausforderung. Mit brennenden Oberschenkeln müssen die Fahrer für die technisch anspruchsvolle Kurven-Kombination, die 2009 etwas entschärft wurde, eine gute Mischung zwischen Dosierung und Risiko finden. Zunächst kurz andriften und dann wieder auf Zug fahren, war in den letzten Jahren die optimale Lösung. Hier kann die Rangliste noch einmal völlig auf den Kopf gestellt werden. 

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: youtube/alexx87

Die komplette Siegfahrt von Beat Feuz 2012

Play Icon

video: youtube/Alexx87

Schweizer Sieger seit 1990

2014: Patrick Küng
2012: Beat Feuz
2010: Carlo Janka
2009: Didier Défago
2003: Bruno Kernen
1994: William Besse
1992: Franz Heinzer
1991: Daniel Mahrer

Die Rekordsieger

6 Siege: Karl Molitor (Schweiz)
4 Siege: Toni Sailer und Karl Schranz (beide Österreich)
3 Siege: Rudolf Graf (Schweiz) und Franz Klammer (Österreich)

Bonus: So sieht die Laubhorn-Abfahrt im Sommer aus

Play Icon

video: Youtube/Scheef vo Schliere



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Das sind die 15 Schweizer Olympia-Medaillen von Pyeongchang

Nach einem harzigen Beginn löste sich der Knoten – und die Schweiz holte so viele Medaillen wie erst einmal, vor 30 Jahren in Calgary. 5x Gold, 6x Silber und 4x Bronze: Schweizer Athleten sorgten für erwartete, unerwartete und sogar sensationelle Podestplätze.

Jenny Perret und Martin Rios gehen auf dem Eis nicht zimperlich miteinander um. Auf den Erfolg des Duos, das einst auch privat ein Paar war, hat der raue Umgangston keinen Einfluss. Der Glarner und die Seeländerin gewannen bei der olympischen Premiere des Mixed-Curlings Silber und bescherten der Schweiz die erste Medaille an diesen Spielen.

Beat Feuz war in der Abfahrt als Favorit angetreten und hatte sich selber Gold zum Ziel gesetzt. Entsprechend kam die Freude über die Bronzemedaille beim …

Artikel lesen
Link to Article