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ABD0039_20170326 - RATECE - SLOWENIEN: Stefan Kraft (AUT) waehrend dem Einzelbewerb im Skifliegen am Sonntag, 26. Maerz 2017, in Planica. (KEYSTONE/APA/EXPA/JFK)

Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft in Planica: Erfolgreicher Flugmeilen-Sammler. Bild: APA

Hast du schon mal überlegt, wie weit ein Skispringer in einem Winter fliegt? Weit!

Der Traum vom Fliegen ist seit Ewigkeiten der grösste Traum der Menschheit. Kaum jemand kommt ihm so nahe wie die besten Skispringer der Welt. Im Laufe einer Saison läppern sich ganz schön viele Kilometer zusammen, die sie in der Luft verbringen.



Bevor wir zur Auflösung kommen, einfach mal eine kurze Frage:

Umfrage

Was denkst du, wie weit Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft in diesem Winter in allen Wettkämpfen zusammen geflogen ist?

544 Votes zu: Was denkst du, wie weit Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft in diesem Winter in allen Wettkämpfen zusammen geflogen ist?

  • 2%2840 m
  • 14%4072,5 m
  • 49%6793 m
  • 35%9745 m

Hast du richtig geschätzt? Der Österreicher Stefan Kraft ist in diesem Winter in allen Weltcup- und WM-Bewerben zusammengezählt exakt 9745 Meter in der Luft gewesen (Quelle: FIS).

Diese Distanz entspricht exakt 30 Mal der Länge des 325 m hohen Eiffelturms in Paris. Oder um anders zu verdeutlichen, wie weit Kraft in der Luft war, einige Beispiele aus der Schweiz:

9745 m für Zürcher: Vom Uetliberg bis nach Wallisellen

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google maps

9745 m für Berner: Vom Stade de Suisse bis nach Frauenkappelen

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9745 m für Basler: Vom Barfüsserplatz bis nach Aesch

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9745 m für St.Galler: Einmal fast quer durch die Stadt

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9745 m für Luzerner: Vom Pilatus bis zum Löwendenkmal

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9745 m für Romands: Weiter als der Murtensee

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Für die 9745 Meter wurden nur Krafts Wettkampfsprünge addiert – aber weder Qualifikationen noch Trainings berücksichtigt. So kam der Gesamtweltcupsieger 2016/17 auf insgesamt 64 Sprünge. Krafts weitester war der neue Skiflug-Weltrekord, aufgestellt im norwegischen Vikersund. Erst nach sagenhaften 253,5 Metern hatte der Österreicher wieder festen Boden unter den Füssen.

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Weltrekord: Kraft steht einen Satz auf 253,5 m. Video: YouTube/Zockerfreak Ski & F1 Interviews

Kraft war der dominierende Springer der soeben beendeten Saison. Er gewann neun Weltcup-Bewerbe, stand bei zwölf weiteren auf dem Podest. Der 23-Jährige gewann an der WM in Lahti beide Einzel-Bewerbe, holte Silber im Mixed- und Bronze im Teamwettbewerb.

Ammann für nächsten Winter zuversichtlich

Wesentlich bescheidener fällt Simon Ammanns Bilanz aus. Der doppelte Doppel-Olympiasieger aus dem Toggenburg weist einen 11. Platz als Saison-Bestleistung aus. In seinen 43 Wettkampfsprüngen war Ammann zusammengezählt 6209,5 Meter in der Luft. Weil er bei der Landung oft patzte, resultierte am Ende bloss Rang 29 in der Weltcup-Gesamtwertung. Schlechter beendete Simon Ammann eine Saison zuletzt im Winter 1999/2000.

epa05696452 Simon Ammann of Switzerland during his practice jump for the Four Hills Tournament of FIS Ski Jumping World Cup on the Bergisel Hill in Innsbruck, Austria, 03 January 2017.  EPA/EXPA/JFK

Ammann erkennt zwar die Wolken, sieht aber lieber noch den blauen Himmel. Bild: EPA/EXPA

Für den mittlerweile 35-Jährigen gibt es dennoch kein Grund, nun aufzugeben. Im Gegenteil. Zum Saisonende hin war eine Aufwärtstendenz zu erkennen, die Ammann zuversichtlich stimmt. In Planica sagte er, dass er nun eine klare Strategie habe, in welche Richtung es mit der Materialabstimmung und all den anderen Sachen gehen soll. «Ich werde früher in Einsiedeln auf die Schanze gehen als in den vergangenen Jahren», kündigte er bereits an.

Im Fokus hat Ammann bestimmt die Olympischen Spiele, die nächsten Winter im südkoreanischen Pyeongchang stattfinden. Geht es nach der «Ammann'schen Gleichung», darf sich die Sport-Schweiz darauf freuen. Die sieht nämlich nach medaillenlosen Spielen wie zuletzt in Sotschi einen Doppel-Triumph bei den folgenden Wettkämpfen vor …

Die «Ammansche Gleichung»

1998 Nagano: Keine Medaille
2002 Salt Lake City: Doppel-Gold
2006 Turin: Keine Medaille
2010 Vancouver: Doppel-Gold
2014 Sotschi: Keine Medaille
2018 Pyeongchang: ?

Die Karriere von Simon Ammann

10.01.2007: Rainer Schönfelder rast am Lauberhorn die längste Abfahrt der Welt nackt hinunter

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25.02.1994: Am Ende strahlt die Schöne Nancy Kerrigan und das Biest Tonya Harding vergiesst bittere Tränen

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14.12.1997: Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg des Österreichers

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Der Horrorsturz in Kitzbühel verändert das Leben von Dani Albrecht für immer

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17.12.1993: Liechtensteiner gewinnt mit der 66 die verrückteste Abfahrt der Weltcup-Geschichte

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06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

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18.12.2004: Abfahrer Kristian Ghedina kollidiert auf den letzten Metern beinahe mit einem Reh

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17.03.2012: Schiebermütze auf den Kopf, Holzlatten an die Füsse – Didier Cuche verabschiedet sich mit Stil

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29.01.2011: Im allerletzten Wettkampf setzt Sarah Meier ihrer Karriere die Krone auf

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23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

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Die Geburtsstunde einer Legende: Jamaika hat 'ne Bobmannschaft!

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13.02.1998: Trotz seinem Jahrhundert-Sturz wird Hermann Maier noch Doppel-Olympiasieger

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13.03.2008: Défago ist zwei Hundertstel zu langsam, Albrecht fährt zu schnell – und Cuche verliert die Super-G-Kugel um einen einzigen Punkt

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31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

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17.01.2010: Füdligate in St.Moritz – Bob-Weltmeisterin Gillian Cooke platzt am Start die Hose

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18.11.2006: Biathlet Björndalen, der Kannibale der Loipe, lässt das Gewehr daheim und triumphiert auch im Langlauf-Weltcup

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18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

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02.02.2008: In ihrer ersten Abfahrt stürzt Lara Gut mit dem Sieg vor Augen – und wird Dritte

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06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

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12.02.2006: Die Ösi-Reporter reiben schon gierig die Hände – da klaut ein Franzose doch tatsächlich noch «ihr» Abfahrts-Gold

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Daniela Ryf und Nino Schurter sind die Schweizer Sportler des Jahres

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