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Davos`coach Arno del Curto during the game between HC Davos and Haemeenlinna PK  at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Friday, December 29, 2017. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Verlockend: Arno del Curto könnte mit dem HCD die Nati besiegen. Bild: SPENGLER CUP

Traum-Halbfinal am Spengler Cup perfekt: Davos trifft auf die Nati

Der Davoser Spengler Cup kriegt sein «Spiel der Spiele». Am Samstagabend duellieren sich der HC Davos und die Schweizer Nationalmannschaft um einen Platz im Final. Davos schlug im Viertelfinal HPK Hämeenlinna 4:2.

29.12.17, 22:55


Seit Donnerstagabend und der Davoser Niederlage gegen das Team Canada geisterte dieses Halbfinal-Szenario in allen Köpfen herum. «Ich brenne auf das Spiel gegen den HCD», meinte Nationalcoach Patrick Fischer am VIP-Brunch auf der Davoser Schatzalp. «Und ich weiss, dass auch Arno Del Curto diesem Duell entgegenfiebert.»

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Nach sechs Minuten im Viertelfinal drohte das Duell zu platzen. Oula Palve brachte mit zwei Toren HPK 2:0 in Führung. Dessen Gefährlichkeit bekam auch Félicien du Bois zu spüren, der nach 14 Minuten von einem Slapshot Palves im Gesicht getroffen wurde und umgehend zum Zahnarzt musste.

Davos' Felicien du Bois lies on the ice during the game between HC Davos and Haemeenlinna PK at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Friday, December 29, 2017. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Du Bois liegt getroffen am Boden. Bild: SPENGLER CUP

Dem HC Davos drohte Mitte dieses ersten Drittels das totale «Blackout» – das erstmalige Verpassen der Halbfinals seit Einführung des neuen Modus (2010) und die schlechteste Spengler-Cup-Klassierung seit 2007, als die Davoser ihr Traditionsturnier auf dem letzten Platz beendet hatten.

Tore Marke «Davos»

Aber der HC Davos kämpfte sich ins Spiel zurück. Enzo Corvi gelang nach zwölf Minuten der Anschlusstreffer. Und im zweiten Abschnitt brachten Robert Kousal (24.) und Marc Wieser (27.) den HCD innerhalb von 159 Sekunden 3:2 in Führung. Davos erzielte diese drei Goals mit rassigen Gegenangriffen – so eben, wie der HCD auch in der Meisterschaft immer wieder skort.

Davos`goalgette Enzo Corvi, Sven Jung and the team celebrate after scoring 1:2 during the game between HC Davos and Haemeenlinna PK  at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Friday, December 29, 2017. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Die Davoser feiern den Anschlusstreffer zum 1:2. Bild: SPENGLER CUP

Das siegsichernde 4:2 erzielte Jeremy Morin nach 43 Minuten. Auch seine Geschichte ist bemerkenswert. Er bestritt diese Saison erst 16 Spiele – für fünf verschiedene Klubs. Anfang Saison stand er nach Engagements in Sibirien und der East Coast Hockey League auch kurz bei Hämeenlinna unter Vertrag. Sein Kontrakt mit dem SC Bern läuft am 3. Januar aus. In Davos empfahl sich Morin mit bislang drei Turniertoren für eine nächste Kurzarbeit – wo auch immer.

Was liegt gegen die Nati drin?

Dank der Davoser Aufholjagd kommt es am Samstagabend zur besten Sendezeit zu einer «Hockey Night in Switzerland»: Die Schweizer Nationalmannschaft gegen Arno Del Curtos HCD! Nie mehr seit Dezember 1986, als die Schweiz in Bern vor 17'000 Zuschauern erstmals gegen die grosse Sowjetunion mit Bykow, Makarow und Krutow spielte (und 2:10 verlor), generierte ein Testspiel der Schweizer Nati derartiges Interesse.

Die Nationalmannschaft tritt natürlich als haushoher Favorit zum Halbfinal an. Die Schweizer von Coach Patrick Fischer standen bislang in Davos im Zweitagerhythmus im Einsatz, derweil Davos im Halbfinal bereits die vierte Partie seit Mittwoch bestreitet. Zudem verschärfte sich in Del Curtos Team die Situation mit den Verletzten weiter. Zum abwesenden ehemaligen MVP Perttu Lindgren und den ebenfalls verletzten Anton Rödin und Mauro Jörg schieden mit Verletzungen in den ersten drei Turnierspielen auch Samuel Walser, Félicien Du Bois und Sam Lofquist aus.

Suisse fans during the game between Team Suisse and Haemeenlinna PK at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Thursday, December 28, 2017. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Nicht nur der HCD hat in Davos Anhänger. Bild: SPENGLER CUP

Aber die Nationalmannschaft und nicht der HCD steht am Samstagabend unter Druck. 40 Tage vor der Olympia-Eröffnungsfeier in Pyeongchang wollen die Schweizer sicher nicht gegen ein Klubteam aus der National League verlieren. Zu einem Selbstläufer werden solche Partien nicht. Das erfuhr am Freitag die Schweizer Volleyball-Nationalmannschaft, die gegen Chênois verlor, den Sechsten der NLA. Auch im Fussball gab es derartige Duelle schon: Bayern schlug die Deutsche Nationalmannschaft, und der FC Sevilla trotzte Brasilien ein 1:1 ab. Im Eishockey traf die Schweiz am Spengler Cup schon 1964 auf den HC Davos: Damals resultierte bei minus 20 Grad auf der offenen Eisbahn ein 3:3. (ram/sda)

Unser Eismeister haute schon mal einen raus kürzlich:

Das Telegramm

Davos - HPK Hämeenlinna 4:2 (1:2, 2:0, 1:0)
Davos. - 6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Stricker (SUI), Borga/Fluri (SUI).
Tore: 2. Palve (Karjalainen, Almari) 0:1. 6. Palve (Ruokonen, Lehtonen) 0:2. 13. Corvi (Schneeberger, Jung) 1:2. 24. Kousal (Aeschlimann, Schneeberger) 2:2. 27. Marc Wieser (Buck) 3:2. 44. Morin (Kousal, Sallinen) 4:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen HPK Hämeenlinna.
Davos: van Pottelberghe; Lofquist, Nygren; Aeschlimann, Schneeberger; Heldner, Jung; Grossniklaus, Du Bois; Kousal, Morin, Sallinen; Kessler, Marc Wieser, Buck; Simion, Johansson, Egli; Ambühl, Sciaroni, Corvi.
HPK Hämeenlinna: Larmi; Lehtivuori, Nikkila; Lindgren, Friman; Laavainen, Niemelainen; Almari, Karjalainen; Santala, Lahti, Turunen; Lehtonen, Palve, Ruokonen; Paajanen, Kainulainen, Viitaluoma; Turtiainen, Maansaari, Sillanpaa.
Bemerkungen: Davos ohne Senn (Ersatztorhüter), Lindgren, Rödin, Jörg, Walser (alle verletzt), Little, Kindschi, Dino Wieser, Paschoud (alle überzählig). - 13. Timeout HPK Hämeenlinna (Coach's Challenge). 14. Du Bois verletzt ausgeschieden (von Puck im Gesicht getroffen). 49. Lofquist verletzt ausgeschieden. (sda)

Das war der Ticker:

Ticker: 29.12.2017 HCD-HPK

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Brucho 29.12.2017 23:10
    Highlight der katastrophale SRF Kommentator kennt die Regeln nicht und weiss nicht wieso es nach einem Icing kein Powerbreak gibt, dafür erzählt er und x-mal vom Davoser Mammut Programm und wieviele Verletzte der HCD hat. Ich bin gespannt wie er morgen versuchen wird einigermassen neutral zu kommentieren wenn sein HCD gegen die Nati spielt.
    81 17 Melden
    • sambeat 30.12.2017 00:06
      Highlight ... Ein typischer Hockey-Fan-Kommentar 😂
      27 40 Melden
    • The fine Laird 30.12.2017 00:30
      Highlight Lass mich raten. NEIN zur Billag? Sorry konnte nicht wiederstehen😊
      8 14 Melden
    • Brucho 30.12.2017 00:40
      Highlight Genau sambeat, ein Hockey Fan der den Spengler Cup schaut und dadurch nicht wie vom SRF vorausgesetzt automatisch auch HCD Fan ist.
      15 1 Melden
    • jjjj 30.12.2017 00:56
      Highlight Mit der Billag stirbt dann auch der HCD...
      9 6 Melden
    • dho 30.12.2017 06:01
      Highlight Mit einem YouTube search "Spengler cup 2017" gibt es die Spiele livestream OHNE jeglichen Kommentar - die einzigen hörbaren Stimmen sind die der Schiedsrichter, wenn sie den Spielern beim Einwurf des Pucks geben... (z.B. "Tommy, Stick down!"). Sehr wohltuend 😉
      12 1 Melden
    • Lümmel 30.12.2017 08:44
      Highlight Naja, über den Icing Kommentar hab ich mich auch gewundert aber ansonsten fand ichs ganz ok. Ist ja schliesslich nur der Spengler Cup.

      Hingegen musste ich jedesmal auf Teleclub zurückgreifen als Davos in den Playoffs gespielt hat, denn in der Meisterschaft ist für mich "parteiisch" zu kommentieren ein No-Go.

      Diese Zeiten sind aber vorbei. UPC macht's möglich! #nichtjederhatkabelanschluss
      12 4 Melden
    • leu84 30.12.2017 08:45
      Highlight Es gibt nur eine logische Erklärung (auch wenn ich es zum ersten Mal gehört habe. Habe dieses Regel gar nie bemerkt. Irgendwann ist Powerbreak Zufällig?). Da nach dem Icing das Verursacherteam nicht wechseln darf, könnten die Spieler beim Powerbreak durchschnaufen. Powerbreak kennt man sonst nur bei der WM oder Nordamerika
      3 1 Melden
    • Nelson Muntz 30.12.2017 08:47
      Highlight „Mimimimi HC SRF Davos hat immer Vorrang und wird ganz anders behandelt als mein Club“. Wette dein Club, egal ob Ambri, Bern, EVZ oder welcher auch immer, wird seit der Gründung von Schiris, Verband und Spielplan benachteiligt.

      Bin auch kein HCD Fan, Fakt ist aber, das ohne den Spengler Cup unser Hockey landesweit nicht so gross wäre wie es jetzt ist.
      22 14 Melden
    • HCAP Ducky Book 30.12.2017 08:48
      Highlight Das lustigste ist ja noch dass der HCD während Olympia noch ein Turnier hat. Also nochmals Zeit zum Jammern.
      10 4 Melden
    • DSC 30.12.2017 08:49
      Highlight @sambeat ... Ein typischer HCD-Fan-Kommentator 😂
      1 13 Melden
    • gunner 30.12.2017 08:56
      Highlight Naja...ich habs langsam auch gehört. Dass der spieler, der verteidigenden mannschaft, beim bully den stock zuerst aufs eis bringen muss, hab ich nun auch schon gefühlte 500 mal gehört. Es wird zeit für ein spenglercup-trinkspiel!;)
      3 2 Melden
    • Lümmel 30.12.2017 09:00
      Highlight @Rüdiger Rasenmeier: Was genau an unserem Eishockey wäre anderst ohne Spengler Cup?
      6 3 Melden

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