Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Super League, 28. Runde

Young Boys – Vaduz 5:4 (2:2)

Lugano – Thun 2:1 (2:0)

St.Gallen – Basel 0:7 (0:1)

Martin Angha von St. Gallen, rechts, gegen Breel Embolo von Basel, im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel, am Sonntag, 17. April 2016, in der AFG Arena in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

St. Gallen musste gegen den FC Basel böse unten durch.  Bild: KEYSTONE

Basel mit 7-Tore-Gala gegen St. Gallen – auch bei YB-Sieg gegen Vaduz fallen viele Tore

Der FC Basel feiert in St. Gallen einen 7:0-KantersiegDie Young Boys und Vaduz liefern sich in der 28. Runde der Super League ein regelrechtes Torfestival. Beim 5:4-Sieg der Berner gelingen Guillaume Hoarau gleich drei Treffer. Lugano schlägt Thun 2:1 und gibt die rote Laterne an Vaduz weiter. 

17.04.16, 15:35 17.04.16, 18:26


St. Gallen – Basel

– Der FC Basel drückt dem Spiel den Stempel auf und kommt zu den besseren Torchancen als das Heimteam. In der 29. Minute geht der FCB folgerichtig in Führung. Renato Steffen lenkt einen Schuss von Birkir Bjarnason ins Tor der Espen ab. Danach hatte Edgar Salli einen gute Chance auf den Ausgleich, doch die Basler gehen mit einer Führung in die Pause

– Kurz nach Wiederanpfiff kommt es für die St.Galler ganz bitter. Martin Angha lenkt eine Flanke von Adama Traoré ins eigene Tor ab. Damit steht es 2:0 für Basel. Nach 62. Minuten macht Davide Callà mit dem dritten Basler-Tor alles klar.

– Das Heimteam fliegt danach auseinander und kassiert noch vier weitere Tore von Callà, Renato Steffen (2x) und Breel Embolo zum 0:7-Endstand. Für den FC St. Gallen ist das eine ganz bittere Niederlage. Auf der anderen Seite glänzt der FC Basel in der zweiten Halbzeit mit einer Gala.

Die Basler jubeln nach dem Treffer zum 0:1 durch Birkir Bjarnason, unten, im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel, am Sonntag, 17. April 2016, in der AFG Arena in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Zuffi und Co. können mit dem FC Basel einen weiteren Sieg feiern.
Bild: KEYSTONE

YB – Vaduz 5:4

– Das 100. Super-League-Spiel beginnt für Vaduz wie so viele andere zuvor. YB ist auf dem Berner Kunstrasen von Beginn an die tonangebende Mannschaft, kommt aber nur selten gefährlich vors Tor. Bezeichnend, dass ein Elfmeter denn Bann bricht: Nach einem Handspiel von Simone Grippo verwandelt Guillaume Hoarau den fälligen Strafstoss in der 29. Minute souverän zum 1:0.

– Nur eine Minute später erhöht Yoric Ravet gar auf 2:0 für YB. Die Vorentscheidung? Von wegen! Vaduz kommt noch vor der Pause durch ein Eigentor von Jan Lecjaks und einem Treffer von Armando Sadiku zum Ausgleich.

– Mit der Wut im Bauch kommt YB nach dem Tee zurück aufs Feld und stellt die Verhältnisse scheinbar schnell klar: Innert zwölf Minuten erhöhen Milan Vilotic und Hoarau mit einem Doppelpack auf 5:2 für YB. Doch Vaduz gibt sich nicht auf und kommt durch Florian Stahel (76.) und Simone Grippo (78.) noch einmal ran.

– Zu mehr reicht es den tapferen Liechtensteiner aber nicht. YB festigt dank dem Sieg Platz 2, Vaduz übernimmt wieder die Rote Laterne von Lugano.

17.04.2016; Bern; Fussball Super League - BSC Young Boys - FC Vaduz;
Eingentor von Jan Lecjaks (YB) zum 2:1
 (Urs Lindt/freshfocus)

Ravet und Lecjaks kommen zu spät. Der Ball kullert ins eigene Tor.
Bild: freshfocus

Lugano – Thun 2:1

– Nach den drei Kanterniederlagen in Serie hat der FC Lugano den freien Fall gegen Thun stoppen können. Die Tessiner zeigen sich wie verwandelt und haben die Berner Oberländer von A bis Z im Griff.

– Matchwinner für das Team von Zdenek Zeman ist der 19-jährige Grieche Anastasios Donis, der nach seinem Doppelpack im Cup-Halbfinal endlich auch seine ersten Super-League-Tore erzielt. Mit einem Doppelpack bringt der Teenager sein Team schon vor der Pause entscheidend in Front.

– Thun kommt durch Simone Rapp in der 69. Minute zwar noch zum Anschlusstreffer, Lugano schaukelt den Sieg aber mehr oder weniger mühelos über die Runden.

17.04.2016; Lugano; Fussball Super League - FC Lugano - FC Thun; 
Torhueter Guillaume Faivre (Thun) Stefan Glarner (Thun) Anastasios Donis (Lugano) 
(Andy Mueller/freshfocus)

Anastasios Donis trifft erstmals in der Super League.
Bild: freshfocus

Die Telegramme

Young Boys – Vaduz 5:4 (2:2)
13'779 Zuschauer. – SR Bieri.
Tore: 29. Hoarau (Handspenalty) 1:0. 30. Ravet (Hoarau) 2:0. 34. Lecjaks (Eigentor/Vorbereitung Untersee) 2:1. 42. Sadiku (Untersee) 2:2. 49. Vilotic (Corner Gajic) 3:2. 54. Hoarau (Ravet) 4:2. 61. Hoarau (Sulejmani) 5:2. 76. Stahel (Avdijaj) 5:3. 78. Grippo (Muntwiler) 5:4.
Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj (74. Scott Sutter), Von Bergen, Rochat (20. Vilotic), Lecjaks; Ravet, Gajic, Bertone, Sulejmani (80. Gerndt); Kubo; Hoarau.
Vaduz: Jehle; Untersee, Grippo, Stahel, Gülen (72. Avdijaj); Muntwiler; Kukuruzovic, Janjatovic (72. Messaoud), Kaufmann (46. Von Niederhäusern); Sadiku, Costanzo.
Bemerkungen: Young Boys ohne Benito, Wüthrich, Seferi (alle verletzt) und Zakaria (krank). Vaduz ohne Ciccone (gesperrt), Fekete, Kamber, Schürpf, Hasler (alle verletzt) und Manuel Sutter (nicht im Aufgebot). 17. Rochat verletzt ausgeschieden. 22. Lattenschuss (Abpraller) von Von Bergen. Verwarnungen: 45. Hadergjonaj (Reklamieren)., 51. Bertone (Foul), 88. Stahel (Foul), 92. Grippo (Foul).

Lugano – Thun 2:1 (2:0)
2633 Zuschauer. – SR Jancevski.
Tore: 23. Anastasios Donis (Alioski) 1:0. 33. Anastasios Donis (Piccinocchi) 2:0. 69. Rapp (Zarate) 2:1.
Lugano: Salvi; Pusic, Datkovic, Urbano, Alioski; Rey, Piccinocchi, Sabbatini (86. Crnigoj); Culina (79. Tosetti), Anastasios Donis, Bottani.
Thun: Faivre: Glarner, Sulmoni, Bürki, Schirinzi; Zarate, Bigler (52. Siegfried), Hediger, Rojas (58. Munsy); Rapp, Buess.
Bemerkungen: Lugano ohne Veseli (gesperrt), Padalino (verletzt), Rossi, Christos Donis und Djuric (beide nicht im Aufgebot). Thun ohne Wieser, Peyretti, Wittwer, Schindelholz, Sutter (alle verletzt) und Ferreira (krank). Gelb-Rote Karte: 87. Bürki. Verwarnungen: 16. Rey (Foul), 18. Bigler (Foul), 28. Bürki (Foul), 52. Sulmoni (Foul), 54. Datkovic (Unsportlichkeit), 54. Rapp (Unsportlichkeit), 65. Buess (Foul), 83. Bottani (Reklamieren), 89. Pusic (Foul), 91. Crnigoj (Foul).

St. Gallen - Basel 0:7 (0:1)
SR Erlachner. - 14'876 Zuschauer
Tore: 29. Steffen (Bjarnason) 0:1. 47. Angha (Eigentor/Flanke Traoré) 0:2. 62. Gaudino (Eigentor/Schuss Callà) 0:3. 64. Callà (Aliji) 0:4. 67. Steffen (Fransson) 0:5. 73. Embolo (Itten) 0:6. 78. Steffen (Aliji) 0:7
St. Gallen: Lopar; Lopar; Hefti, Wiss, Angha, Hanin; Leitgeb; Steven Lang, Gaudino (67. Tréand), Aleksic (70. Cavusevic), Aratore; Salli (77. Karadeniz)
Basel: Vaclik; Safari (46. Aliji), Xhaka, Suchy, Traoré; Fransson, Zuffi; Bjarnason (52. Callà), Delgado (71. Itten), Steffen; Embolo Bemerkungen: St. Gallen ohne Mutsch (gesperrt), Bunjaku, Tafer, Thrier, Dziwniel und Lässer (alle verletzt). Basel ohne Janko, Michael Lang, Hoegh, Akanji, Degen und Sporar (alle verletzt). Verwarnungen: 49. Gaudino (Foul). 57. Steffen (Foul). 76. Itten (Foul).(jwe/pre/sda)

Die Tabelle

So hat sich die Liga-Zugehörigkeit der Schweizer Grossklubs verändert

Unvergessene Schweizer Fussball-Geschichten

25.11.2009: Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten erscheint auf Youtube – über den FC Aarau

15.11.2009: Die Schweiz ist Fussball-Weltmeister! Die U17-Nati setzt ihrem Höhenflug die Krone auf

22.02.2004: St.Gallens Kultfigur «Zelli» muss in der Not ins Tor und kratzt den Ball in «seiner» Ecke

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

05.12.2004: Paulo Diogo gewinnt mit Servette wichtige Punkte im Abstiegskampf – und verliert dabei einen Finger

12.11.2002: Basel holt gegen Liverpool ein 3:3 und Beni Thurnheer schwärmt: «Dieses Spiel müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

01.11.1989: Nur durch einen Witz-Penalty zwingt Diego Maradonas Napoli die tapferen Wettinger in die Knie

21.10.2013: Pajtim Kasami hämmert «einen der schönsten Volleys überhaupt» ins Crystal-Palace-Tor und verzückt sogar Andy Murray

08.10.2010: Vucinic lässt der Schweiz die Hosen runter und trägt sie als Kopfschmuck

07.10.1989: Der «Fall Klötzli» – vier Wettinger gehen auf den Schiri los, weil dieser Sekunden vor dem Ausgleich abpfeift

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

25.9.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

10.09. 2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

07.09.2005: Nati-Goalie Zuberbühler kassiert auf Zypern ein Riesen-Ei und schiebt die Schuld dafür dem «Blick» in die Schuhe

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

01.09.2007: Mit dem letzten Spiel im Hardturm-Stadion gehen 78 Jahre Geschichte zu Ende

11.08.2010: Moreno Costanzo schiesst mit seiner ersten Ballberührung als Natispieler gleich den Siegtreffer

09.08.2009: Basel-Goalie Costanzo wird für drei Spiele gesperrt – nach einer Attacke auf den eigenen Mitspieler

26.06.1954: Die Schweiz kassiert gegen Österreich in der «Hitzeschlacht von Lausanne» eine ihrer bittersten Niederlagen

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

30.07.2000: Nur GC-Milchbubi Peter Jehle steht noch zwischen FCB-Legende Massimo Ceccaroni und seinem allerersten Tor

03.05.1994: Mit dem Sonderflug zur spontanen Aufstiegsfeier auf den Barfi

01.05.1993: Marc Hottigers Knallertor versenkt Italien – und er verärgert die Azzurri danach mit einer frechen Leibchentausch-Bitte 

30.04.2011: Cabanas fordert vom Basler Schiri Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

26.04.2003: Colombas Goalie-Goal lässt Razzetti alt aussehen und den FC Aarau unabsteigbar bleiben

13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

16.11.2005: Die Nacht der Tritte und Schläge – einer der grössten Nati-Erfolge verkommt zur «Schande von Istanbul»

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

24.04.1996: Das Ende von Nati-Trainer Artur Jorge nimmt ausgerechnet mit dem einzigen Sieg seiner kurzen Ära den Anfang 

12.04.2004: Der grosse Robbie Williams führt den kleinen FC Wil zum Cupsieg gegen GC

16.04.2009: «Jawoll, jawoll, jawoll, jawoll … YB isch im Göppfinau!»

30.05.1981: Der Wolf und seine «Abbruch GmbH» entfachen mit dem 2:1-Sieg gegen England eine neue Fussball-Euphorie

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

8
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Amboss 17.04.2016 21:37
    Highlight Sorry, es macht einfach keinen Sinn, dass Basel in derselben Liga spielt. In anderen Ländern dasselbe. Wenn es nicht hin und wieder Spannung um den Titel gibt, geht die Liga kaputt...
    Wieso nicht eine "Best of the Rest" Liga, mit Teams zB aus CH, Österreich, Kroatien, Griechenland, Holland etc...? Wäre sehr attraktiv und auch die nationalen Ligen würden wieder spannend
    4 11 Melden
  • plaga versus 17.04.2016 19:51
    Highlight Seit es um fast nichts mehr geht (ausser dem Abstieg), ist die Liga sowas von schwach... Tore hüben wie drüben sprechen nicht gerade für hohe Qualität.
    5 9 Melden
  • TanookiStormtrooper 17.04.2016 18:42
    Highlight Autsch! 0:7! Da braucht wohl jemand bald wieder einen Termin beim Seelenklempner...
    19 1 Melden
  • UncleHuwi 17.04.2016 18:26
    Highlight In dr Tabälle hets no Plätzli frei...grad witter hinde uff Platz zwei und Platz drei🎶
    32 6 Melden
  • AJACIED 17.04.2016 16:46
    Highlight Tja 4 Tore! Darum werden sie, "wenn" sie so weitermachen keine Chance haben auf den Meistertitel in den nächsten paar Jahren.
    Auf Kosten von basel versteht sich.
    9 23 Melden
    • revilo 17.04.2016 17:25
      Highlight Auch Basel hat schon 4 Tore bekommen....
      15 8 Melden
    • EinePrieseR 17.04.2016 17:53
      Highlight @revilo: Ja, aber nicht zuhause gegen Vaduz..
      27 5 Melden
    • AJACIED 17.04.2016 18:55
      Highlight @EinePrieseR
      Danke.
      3 5 Melden

Bern – nun auf Jahre hinaus die Sporthauptstadt der Schweiz

YB enteilt der Konkurrenz und wird zum SC Bern des Fussballs. Bern wird als Sporthauptstadt der Schweiz die beiden wichtigsten Mannschaftsportarten auf Jahre hinaus sportlich und wirtschaftlich prägen.

Der SC Bern kann gegen eine starke, von Milliardären alimentierte Konkurrenz (Zug, Lugano, ZSC Lions, Lausanne) die Meisterschaft nur gewinnen, wenn alles stimmt. YB wird die Meisterschaft mit ziemlicher Sicherheit nicht achtmal in Serie gewinnen wie der FC Basel. Nein, YB und der SCB werden nicht Serienmeister.

Aber mit dem Vorstoss von YB in die Champions League ist der «Machtwechsel» (die Entmachtung des FC Basel) im nationalen Fussball vollzogen. Nach dem SCB bekommt auch YB ein solides …

Artikel lesen