Sport

Super League, Nachtrag, 2. Runde

Lugano – St.Gallen 0:1 (0:0)

Ajeti feiert vor den mitgereisten FCSG-Fans. Bild: TI-PRESS

Piccinocchis Fehler half St.Gallen: Lugano verliert das Wiederholungsspiel

16.08.17, 20:43 28.08.17, 12:56

Lugano – St.Gallen 0:1

Der FC St.Gallen kam im Nachtragsspiel der 2. Super-League-Runde zu einem ziemlich glückhaften Sieg. Die Ostschweizer nutzten einen schwerer Fehler von Mario Piccinocchi sechs Minuten vor Schluss zum 1:0-Siegestreffer.

Am 29. Juli war es ein heftiges Gewitter gewesen, das durch Starkregen den Platz im Cornaredo derart flutete, dass nach der Pause nicht mehr an ein Weiterspielen zu denken war. Schiedsrichter Sascha Amhof entschied deshalb, die Partie beim Stand von 1:0 für Lugano nicht wieder anzupfeifen.

Diesmal verlief in Lugano alles reibungslos. Allerdings wirkte sich die hohe Temperatur – bei Spielbeginn um 18.30 Uhr wurden 30 Grad gemessen – nicht gerade förderlich für besonders viel Spielfluss aus. Ein Tor bekamen die 3830 Zuschauer jedenfalls erst kurz vor Schluss sehen, diesmal erzielt durch St.Gallen. Davor waren es beidseits vor allem Schüsse aus der Distanz gewesen, die für etwas Unterhaltung sorgten.

Bezeichnenderweise führte keine herausgespielte Aktion, sondern ein Fehler zum einzigen Treffer. Mario Piccinocchi, Luganos wichtiger Mann im defensiven Mittelfeld, verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung an Stjepan Kukuruzovic, dieser lancierte Albian Ajeti mit einem Steilpass. Und Ajeti zeigte bei seinem Rush in der 84. Minute Nervenstärke. Der Stürmer sicherte den St.Gallern den zweiten Sieg des Sommers. Für seine beiden Tore in drei Spielen hat Ajeti nur 134 Minuten Einsatzzeit benötigt. (sda)

Das Telegramm

3830 Zuschauer.
SR Amhof.
Tor: 84. Albian Ajeti (Kukuruzovic) 0:1.
Lugano: Da Costa; Rouiller (87. Schäppi), Sulmoni, Golemic; Crnigoj (90. Manicone), Mariani, Piccinocchi, Sabbatini, Mihajlovic; Gerndt (72. Carlinhos), Marzouk.
St.Gallen: Lopar; Hefti, Haggui, Wiss; Aratore, Kukuruzovic, Tschernegg (81. Taipi), Wittwer (64. Gönitzer); Barnetta; Buess, Albian Ajeti (89. Aleksic).
Bemerkungen: Lugano ohne Culina, Guidotti, Jozinovic und Padalino (alle verletzt), St.Gallen ohne Adonis Ajeti, Ben Khalifa, Krucker, Toko (alle verletzt) und Musavu-King (noch nicht spielberechtigt). 48. Pfostenschuss von Mariani. 86. Schuss von Crnigoj an den Aussenpfosten. Verwarnungen: 24. Wiss. 39. Golemic. 73. Mariani. 76. Tschernegg. 93. Buess (alle wegen Fouls).

Die Tabelle

GC, Basel und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Meister

Unvergessene Schweizer Fussball-Geschichten

25.11.2009: Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten erscheint auf Youtube – über den FC Aarau

15.11.2009: Die Schweiz ist Fussball-Weltmeister! Die U17-Nati setzt ihrem Höhenflug die Krone auf

22.02.2004: St.Gallens Kultfigur «Zelli» muss in der Not ins Tor und kratzt den Ball in «seiner» Ecke

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

05.12.2004: Paulo Diogo gewinnt mit Servette wichtige Punkte im Abstiegskampf – und verliert dabei einen Finger

12.11.2002: Basel holt gegen Liverpool ein 3:3 und Beni Thurnheer schwärmt: «Dieses Spiel müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

01.11.1989: Nur durch einen Witz-Penalty zwingt Diego Maradonas Napoli die tapferen Wettinger in die Knie

21.10.2013: Pajtim Kasami hämmert «einen der schönsten Volleys überhaupt» ins Crystal-Palace-Tor und verzückt sogar Andy Murray

08.10.2010: Vucinic lässt der Schweiz die Hosen runter und trägt sie als Kopfschmuck

07.10.1989: Der «Fall Klötzli» – vier Wettinger gehen auf den Schiri los, weil dieser Sekunden vor dem Ausgleich abpfeift

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

25.9.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

10.09. 2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

07.09.2005: Nati-Goalie Zuberbühler kassiert auf Zypern ein Riesen-Ei und schiebt die Schuld dafür dem «Blick» in die Schuhe

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

01.09.2007: Mit dem letzten Spiel im Hardturm-Stadion gehen 78 Jahre Geschichte zu Ende

11.08.2010: Moreno Costanzo schiesst mit seiner ersten Ballberührung als Natispieler gleich den Siegtreffer

09.08.2009: Basel-Goalie Costanzo wird für drei Spiele gesperrt – nach einer Attacke auf den eigenen Mitspieler

26.06.1954: Die Schweiz kassiert gegen Österreich in der «Hitzeschlacht von Lausanne» eine ihrer bittersten Niederlagen

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

30.07.2000: Nur GC-Milchbubi Peter Jehle steht noch zwischen FCB-Legende Massimo Ceccaroni und seinem allerersten Tor

03.05.1994: Mit dem Sonderflug zur spontanen Aufstiegsfeier auf den Barfi

01.05.1993: Marc Hottigers Knallertor versenkt Italien – und er verärgert die Azzurri danach mit einer frechen Leibchentausch-Bitte 

30.04.2011: Cabanas fordert vom Basler Schiri Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

26.04.2003: Colombas Goalie-Goal lässt Razzetti alt aussehen und den FC Aarau unabsteigbar bleiben

13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

16.11.2005: Die Nacht der Tritte und Schläge – einer der grössten Nati-Erfolge verkommt zur «Schande von Istanbul»

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

24.04.1996: Das Ende von Nati-Trainer Artur Jorge nimmt ausgerechnet mit dem einzigen Sieg seiner kurzen Ära den Anfang 

12.04.2004: Der grosse Robbie Williams führt den kleinen FC Wil zum Cupsieg gegen GC

16.04.2009: «Jawoll, jawoll, jawoll, jawoll … YB isch im Göppfinau!»

30.05.1981: Der Wolf und seine «Abbruch GmbH» entfachen mit dem 2:1-Sieg gegen England eine neue Fussball-Euphorie

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ketchum 16.08.2017 21:37
    Highlight Hopp Sanggalle!
    11 2 Melden

Basel schiesst nach Ausschreitungen Sion ab – Lugano siegt und gibt Rote Laterne ab

– Basel siegt gegen Sion am Ende klar und deutlich 5:1 und verkürzt den Rückstand auf Leader YB zumindest für 24 Stunden auf vier Zähler.

– Sion trat in Basel frech auf. Schon in der 3. Minute erzielte Marco Schneuwly das 1:0 für die Gäste, nachdem Manuel Akanji den Ball im Strafraum nicht richtig traf. Es war der 100. Super-League-Treffer für den Stürmer. Damit gesellt er sich zum exklusiven Kreis mit Marco Streller (113 Tore), Mauro Lustrinelli (102) und Alex Frei (101). 

– Sion hätte …

Artikel lesen