Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Super League, 27. Runde

Basel – Zürich 2:2 (0:0)

Sion – Thun 2:1 (0:1)

Vaduz – St.Gallen 3:0 (3:0)

Klarer Verlierer im Oldie-Duell: Samuel kommt gegen Kerschakow zu spät.
Bild: freshfocus

FCZ verspielt in Basel trotz Überzahl eine 2:0-Führung – Peinliche FCSG-Pleite in Vaduz

Der FC Basel verhindert in der 27. Runde der Super League die zweite Heimniederlage in extremis. Gegen den FC Zürich gerät der FCB 0:2 in Rückstand, macht diesen aber mit einem Doppelschlag wett. Sion schlägt Thun dank einem Last-Minute-Tor mit 2:1. Der FC St.Gallen blamiert sich in Vaduz und verliert 0:3.

10.04.16, 17:52


Basel – Zürich 2:2

– Der Klassiker zwischen dem FCB und dem FCZ beginnt, wie man das erwartet hatte. Die Basler sind von Beginn an mehrheitlich im Ballbesitz und spielen munter nach vorn. Doch weil der später verletzt ausgewechselte Janko und Callà beste Chancen liegen lassen, bleibt die Partie vorerst torlos.

– Rund eine Viertelstunde nach Wiederbeginn fällt wie aus dem Nichts das 1:0 für die Zürcher. Für einmal kommt ein weiter Ball im Basler Strafraum an und dort lenkt ihn Kecojevic zu Kerzhakov, der herrlich per Volley trifft. Wer nun auf ein Aufbäumen des FCB gehofft hat, wird enttäuscht. Es kommt sogar noch dicker: Joker Bua trifft in der 69. Minute mit seiner ersten Ballberührung zum 2:0 für die Zürcher.

Kerschakows schöne Direktabnahme zum 1:0.
streamable

– Die letzten Basler Hoffnungen auf eine Wende scheinen schliesslich in der 76. Minute zu platzen, als Safari wegen einer Notbremse gegen Bua vom Platz fliegt. Doch für den FCB ist der Platzverweis wie ein Weckruf: In der 83. Minute trifft Delgado per Penalty zum 1:2, und nur zwei Minuten später markiert Bjarnasson nach einem fatalen Zögern von FCZ-Keeper Brecher das 2:2. Das 1000. FCB-Tor in der Super League rettet dem Leder schliesslich einen Punkt.

Das 1000. Super-League-Tor des FCB: Der 2:2-Ausgleich von Bjarnason.
streamable

– In der Tabelle führt der FCB weiterhin souverän mit 15 Punkten Vorsprung auf die Young Boys, die am Vortag Lugano mit 7:0 demontiert hatten. Der FCZ (8.), der nach zuletzt zwei Siegen erstmals wieder Punkte liegen lässt, verpasst es, sich weiter vom Tabellenende abzusetzen.

Tolle Atmosphäre im St. Jakob-Park.
Bild: freshfocus

Sion – Thun 2:1

– Sion kommt eine Woche nach dem 6:0-Kantersieg gegen Lugano nicht richtig in die Gänge. Follonier trifft zwar bereits nach fünf Minuten die Latte, dann übernimmt aber Thun das Zepter. In der 14. Minute wird die Führung der Berner Oberländer wegen einer Abseits-Position noch aberkannt, fünf Minuten später trifft Simone Rapp dann aber doch noch zur verdienten 1:0-Führung für die Thuner.

– Nach dem Pausentee wird Sion immer stärker und macht mächtig Druck. Assifuah trifft zunächst wieder nur das Aluminium, in der 49. Minute ist der Ausgleich dann aber Tatsache: Sierro lässt Thun-Goalie Faivre mit seinem Schuss in die linke hohe Torecke keine Chance. Den Sieg erzwingt Sion in der Schlussphase – Bia steht in der Nachspielzeit goldrichtig und sichert den Wallisern mit dem 2:1 doch noch die drei Punkte.

Der satte Schuss zum 1:1-Ausgleich von Vincent Sierro. 
streamable

– Übrigens: Didier Tholot hat heute Umberto Barberis mit 481 Tagen auf der Sion-Bank als dienstältesten Trainer unter Präsident Christian Constantin abgelöst. Wir gratulieren herzlich zu dieser unfassbaren Bestmarke.

Didier Tholot ist nun der dienstälteste Trainer in der Ära Constantin.
Bild: freshfocus

Vaduz – St.Gallen 3:0

– Eine indiskutable Leistung legt der formschwache FC St.Gallen in Vaduz hin. Die Ostschweizer gehen im Fürstentum Liechtenstein in einem Spiel mit Derby-Charakter sang- und klanglos unter.

– Die abstiegsbedrohten Liechtensteiner gehen schon in der 4. Minute in Führung. Moreno Costanzo, einst Leistungsträger in St.Gallen, schiebt nach einer schönen Kombination zum 1:0 ein.

Costanzo an Lopar vorbei zur Führung.
srf

– Der Alptraum-Start für den FC St.Gallen ist perfekt, als Armando Sadiku nach sieben Minuten schon zum 2:0 für Vaduz trifft. Der albanische Stürmer profitiert von einem groben Schnitzer Roy Gelmis.

Sadiku nutzt Gelmis Fehler gnadenlos aus.
srf

– Damit ist die Partie im Rheinpark bereits entschieden, denn vom FC St.Gallen kommt nichts. Stattdessen trifft sieben Minuten vor der Pause mit Dejan Janjatovic ein zweiter Ex-St.Galler gegen seinen früheren Klub.

Spielaufbau Marke St.Gallen, Tor Vaduz.
srf

– Der FCSG hat damit vier Spiele in Folge verloren. Captain Martin Angha sagte im SRF-Interview, er könne sich diese Niederlage nicht erklären: «Wir waren heiss auf die Partie. Aber wenn man solche Fehler macht und den Gegner zum Toreschiessen einlädt, kann man nicht gewinnen. Jeder muss bei sich die Fehler suchen und nicht den anderen die Schuld geben.»

– Der Tabellenletzte Vaduz hat damit nach Punkten mit Lugano gleichgezogen. Die Tessiner haben aber noch ein Spiel mehr auszutragen. (ram/pre)

Die Telegramme

Basel - Zürich 2:2 (0:0)
31'257 Zuschauer. - SR San.
Tore: 62. Kerschakow (Kecojevic) 0:1. 69. Bua (Koch) 0:2. 83. Delgado (Foulpenalty, Foul Nef an Embolo) 1:2. 85. Bjarnason (Delgado) 2:2.
Basel: Vaclik; Suchy, Samuel, Safari; Xhaka; Steffen, Delgado, Zuffi (73. Fransson) Callà (66. Bjarnason); Embolo, Janko (29. Itten).
Zürich: Brecher; Nef, Sanchez (57. Vinicius), Kecojevic; Brunner (78. Sarr), Grgic, Kukeli, Koch; Chiumiento (66. Bua), Buff; Kerschakow.
Bemerkungen: Basel ohne Akanji, Boëtius, Degen, Hoegh, Lang und Sporar (alle verletzt). Zürich ohne Alesevic, Baumann, Etoundi, Kleiber, Schönbächler und Yapi (alle verletzt). Platzverweis: 76. Safari (Notbremse an Bua). Verwarnungen: 13. Suchy (Foul), 60. Buff (Foul), 65. Embolo (Reklamieren), 82. Nef (Foul), 94. Koch (Foul).

Sion - Thun 2:1 (0:1)
8300 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 19. Rapp (Munsy) 0:1. 49. Sierro (Zverotic) 1:1. 91. Bia (Assifuah) 2:1.
Sion: Vanins; Zverotic, Ndoye (81. Cichero), Ziegler, Rüfli; Assifuah, Salatic, Sierro, Follonier (74. Zeman); Gekas (72. Bia), Konaté.
Thun: Faivre; Bigler, Schindelholz, Bürki, Glarner; Zarate, Hediger (42. Sutter/46. Joss), Siegfried, Rojas (85. Schirinzi); Munsy, Rapp.
Bemerkungen: Sion ohne Vaczak (gesperrt), Adão, Carlitos, Cmelik, Fernandes, Kouassi, Lacroix, Mboyo, Pa Modou und Voser (alle verletzt). Thun ohne Ferreira, Reinmann (beide krank), Peyretti, Wieser und Wittwer (alle verletzt). 5. Faivre lenkt Schuss von Follonier an den Pfosten. 14. Tor von Rojas fälschlicherweise (kein Abseits) nicht anerkannt. 47. Lattenschuss Assifuah. 79. Pfostenschuss Zverotic. Verwarnungen: 52. Schindelholz (Foul), 89. Salatic (Foul), 92. Bürki (Unsportlichkeit).

Vaduz - St. Gallen 3:0 (3:0)
5760 Zuschauer. - SR Hänni.
Tore: 4. Costanzo (Janjatovic) 1:0. 8. Sadiku 2:0. 38. Janjatovic (Sadiku) 3:0.
Vaduz: Klaus; Gülen, Stahel, Grippo, Untersee; Kukuruzovic, Muntwiler, Ciccone (81. Kaufmann); Janjatovic (71. Burgmeier); Costanzo (85. Messaoud), Sadiku.
St. Gallen: Lopar; Hefti, Gelmi (62. Cavusevic), Angha, Hanin; Mutsch (46. Gaudino), Leitgeb; Lang, Aleksic, Bunjaku (49. Aratore); Salli.
Bemerkungen: Vaduz ohne Jehle (krank), Hasler, Schürpf und Fekete (alle verletzt), Bühler und von Niederhäusern (beide gesperrt). St. Gallen ohne Tafer, Dziwniel, Russo, Thrier und Lässer (alle verletzt) und Tréand (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 10. Lang, 23. Ciccone, 52. Gelmi, 84. Kaufmann (alle Foul).

Tabelle

Rekorde in der Schweizer Super League

25.11.2009: Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten erscheint auf Youtube – über den FC Aarau

15.11.2009: Die Schweiz ist Fussball-Weltmeister! Die U17-Nati setzt ihrem Höhenflug die Krone auf

22.02.2004: St.Gallens Kultfigur «Zelli» muss in der Not ins Tor und kratzt den Ball in «seiner» Ecke

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

05.12.2004: Paulo Diogo gewinnt mit Servette wichtige Punkte im Abstiegskampf – und verliert dabei einen Finger

12.11.2002: Basel holt gegen Liverpool ein 3:3 und Beni Thurnheer schwärmt: «Dieses Spiel müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

01.11.1989: Nur durch einen Witz-Penalty zwingt Diego Maradonas Napoli die tapferen Wettinger in die Knie

21.10.2013: Pajtim Kasami hämmert «einen der schönsten Volleys überhaupt» ins Crystal-Palace-Tor und verzückt sogar Andy Murray

08.10.2010: Vucinic lässt der Schweiz die Hosen runter und trägt sie als Kopfschmuck

07.10.1989: Der «Fall Klötzli» – vier Wettinger gehen auf den Schiri los, weil dieser Sekunden vor dem Ausgleich abpfeift

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

25.9.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

10.09. 2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

07.09.2005: Nati-Goalie Zuberbühler kassiert auf Zypern ein Riesen-Ei und schiebt die Schuld dafür dem «Blick» in die Schuhe

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

01.09.2007: Mit dem letzten Spiel im Hardturm-Stadion gehen 78 Jahre Geschichte zu Ende

11.08.2010: Moreno Costanzo schiesst mit seiner ersten Ballberührung als Natispieler gleich den Siegtreffer

09.08.2009: Basel-Goalie Costanzo wird für drei Spiele gesperrt – nach einer Attacke auf den eigenen Mitspieler

26.06.1954: Die Schweiz kassiert gegen Österreich in der «Hitzeschlacht von Lausanne» eine ihrer bittersten Niederlagen

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

30.07.2000: Nur GC-Milchbubi Peter Jehle steht noch zwischen FCB-Legende Massimo Ceccaroni und seinem allerersten Tor

03.05.1994: Mit dem Sonderflug zur spontanen Aufstiegsfeier auf den Barfi

01.05.1993: Marc Hottigers Knallertor versenkt Italien – und er verärgert die Azzurri danach mit einer frechen Leibchentausch-Bitte 

30.04.2011: Cabanas fordert vom Basler Schiri Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

26.04.2003: Colombas Goalie-Goal lässt Razzetti alt aussehen und den FC Aarau unabsteigbar bleiben

13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

16.11.2005: Die Nacht der Tritte und Schläge – einer der grössten Nati-Erfolge verkommt zur «Schande von Istanbul»

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

24.04.1996: Das Ende von Nati-Trainer Artur Jorge nimmt ausgerechnet mit dem einzigen Sieg seiner kurzen Ära den Anfang 

12.04.2004: Der grosse Robbie Williams führt den kleinen FC Wil zum Cupsieg gegen GC

16.04.2009: «Jawoll, jawoll, jawoll, jawoll … YB isch im Göppfinau!»

30.05.1981: Der Wolf und seine «Abbruch GmbH» entfachen mit dem 2:1-Sieg gegen England eine neue Fussball-Euphorie

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Aus der Provinz zurück ins Rampenlicht: Xherdan Shaqiri ist jetzt Liverpooler

Xherdan Shaqiri vollzieht innerhalb von England einen bemerkenswerten Wechsel. Premier-League-Absteiger Stoke City einigt sich mit dem FC Liverpool auf einen 17-Millionen-Franken-Deal.

Der nächste Profi mit Super-League-Erfahrung nach der Liga-Attraktion Mohamed Salah (ex Basel) betritt ein schwieriges Pflaster. Die Erwartungen beim Finalisten der letzten Champions-League-Saison sind um ein Vielfaches höher als in Stoke-on-Trent. Dem FC Liverpool folgen rund um den Globus mehrere 10 Millionen Anhänger.

Shaqiri wird bei Liverpool mit der Rückennummer 23 spielen – so wie auch in der Schweizer Nationalmannschaft.

Jürgen Klopp dirigiert in Anfield einen Klub, der im letzten …

Artikel lesen