Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Viertelfinal an ihrem ersten US Open – nicht schlecht, Belinda Bencic. Bild: Getty Images North America

Jüngste Viertelfinalistin seit 17 Jahren

Sensation am US Open: Belinda Bencic schlägt Top-Ten-Spielerin und ist im Viertelfinal

01.09.14, 05:17 01.09.14, 06:03

Belinda Bencic steht bei ihrem ersten US Open überhaupt gleich im Viertelfinal. Die 17-jährige Ostschweizerin bezwang die Weltnummer 10 Jelena Jankovic 7:6 (8:6), 6:3. Roger Federer gewann seine Drittrundenpartie gegen Marcel Granollers (ATP 42) 4:6, 6:1, 6:1, 6:1. 

Wie die US-Open-Organisation twittert, ist Bencic somit die jüngste Viertelfinalistin seit 17 Jahren.

Belinda Bencic war bei ihrem ersten Auftritt im grössten Tennisstadion der Welt mit über 22'000 Plätzen nur zu Beginn nervös. Sie verlor gleich ihr erstes Aufschlagspiel und lag später im ersten Satz auch 3:5 zurück. In der dritten Runde hatte sie mit der Weltnummer Angelique Kerber erstmals in ihrer noch jungen Profikarriere eine Top-Ten-Spielerin bezwungen und dabei im zweiten Durchgang fünf Satzbälle abgewehrt.

Gegen Jelena Jankovic, die Nummer 10, doppelte sie nun nach. Die Ostschweizerin mit Wohnsitz in Wollerau wehrte sich auch diesmal erfolgreich gegen den Verlust des Satzes. Bei 5:3 und 6:5 verpasste die Serbin insgesamt drei Chancen, in Führung zu gehen. Stattdessen nützte die Schweizerin im Tiebreak ihren dritten Satzball zum 8:6. 

Jelena Jankovic ist draussen. Bild: Elise Amendola/AP/KEYSTONE

Sie ging jedes Tempo der Top-Ten-Spielerin erfolgreich mit, schlug insgesamt 30 Winner und zeigte sich auch läuferisch in blendender Verfassung. Das Publikum honorierte die Leistung der Aussenseiterin immer wieder mit Szenenapplaus. Und vor allem behielt Bencic in verblüffend cooler Art die Nerven. Im zweiten Satz verpasste sie zwei Spielbälle zum 2:0, geriet 1:2 ins Hintertreffen, danach jedoch nie mehr in Rückstand.

Das vorentscheidende Break zum 3:2 verteidigte sie hartnäckig, bei 5:3 nützte sie ihren ersten Matchball mit einer unerreichbaren Rückhand nach zwei Stunden und zwei Minuten entschlossen zum Sieg. 

«Das ist ein Traum»

Belinda Bencic scheint es selbst kaum glauben zu können. Bild: Getty Images North America

«Das ist ein Traum», sagte sie im Platzinterview strahlend. «Im ersten Game war ich noch überwältigt von der Atmosphäre, daran muss man sich erst gewöhnen.» Als Kind habe sie die Spiele von diesem Court im Fernsehen angeschaut. «Ich danke euch allen für die grossartige Unterstützung.»

Nun ist sie die jüngste Viertelfinalistin an einem Grand-Slam-Turnier seit der Tschechin Nicole Vaidisova 2006 in Paris. In der Runde der letzten acht trifft sie mit Peng Shuai (WTA 39) auf eine weitere Überraschungsfrau. Die Chinesin schaltete gestern nach der Weltnummer 5 Agnieszka Radwanska auch die Wimbledon-Halbfinalistin Lucie Safarova aus. (si)



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Hoffe, dass mir das einen Schub verleiht» – Federer feiert seinen 98. Titel 

Roger Federer krönte in Stuttgart seine Rückkehr auf den Tennis-Thron auch noch mit dem Turniersieg. Der Schweizer bezwang im Final des Rasenturniers den starken Aufschläger Milos Raonic aus Kanada 6:4, 7:6 (7:3).

Der 36-jährige Basler packte sein bestes Tennis aus. Da hatte selbst der äusserst starke Aufschläger Raonic, der nach Verletzungsproblemen auf Platz 35 zurückgefallenen ist, trotz einer tollen Leistung das Nachsehen.

Federer stellte die Weichen gleich zu Beginn der Partie auf Sieg. Er nutzte seine erste Breakmöglichkeit, in dem er einen ersten Aufschlag von Raonic trotz 227 km/h retournierte. Die 2:1-Führung geriet umgehend ins Wanken, weil sich Federer 15:40 ins Hintertreffen manövrierte. Der …

Artikel lesen