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Wawrinka über seine Saison: «Ein fantastisches, aber schwieriges Jahr»

22.11.15, 16:36


Stan Wawrinka ist in diesem Jahr die Bestätigung seines Durchbruchs an die Weltspitze gelungen. «Ich hätte mir nicht vorstellen können, noch einmal so gut zu spielen», sagte er am Samstagabend nach seinem letzten Spiel der Saison, einer Niederlage gegen Roger Federer.

Trotz der Niederlage gegen Federer: Wawrinka kann auf ein fantastisches Jahr zurückblicken.  
Bild: WILL OLIVER/EPA/KEYSTONE

Er werde nie zu den Big 4 (Roger Federer, Rafael Nadal Novak Djokovic und Andy Murray) gehören, hielt Stan Wawrinka zu später Stunde noch einmal klipp und klar fest. «Das Kapitel ist abgeschlossen.» Die Bescheidenheit ehrt ihn, sie ist aber eigentlich fehl am Platz. Der 30-jährige Waadtländer wird das Jahr als Nummer 4 der Welt abschliessen und hat neben Überflieger Djokovic als einziger Spieler einen Grand-Slam-Titel geholt (Roland Garros) und bei allen vier Major-Turnieren mindestens die Viertelfinals erreicht. Dass er in den Halbfinals der ATP-Finals gegen Roger Federer relativ deutlich verlor (5:7, 3:6), lag auch daran, dass die mentale und physische Frische fehlte.

Nur er konnte den Djoker aufhalten: Wawrinka gewann im Frühling das French Open. 
Bild: POOL/REUTERS

«Es war ein fantastisches, aber auch ein schwieriges Jahr», zeigte sich Wawrinka sehr emotional und legte wert darauf, seinem Trainer- und Betreuerteam zu danken. Der Romand flog zu ungeahnten Höhen, machte im privaten Umfeld aber auch unangenehme Zeiten durch. Dass er sich nicht zu den Big 4 zählt, liegt auch daran, dass er nicht ganz die Konstanz dieser vier hinbekommt und «erst» seit zwei Jahren auf ihrem Niveau spielt. Immerhin hat er aber am Masters die Grenze von 20 Millionen Dollar Preisgeld in seiner Karriere überschritten. In der Momentaufnahme gehört er sowieso zu einer neuen Gruppe der Big 4 - den vier Verfolgern von Djokovic, der aktuell allen enteilt ist und die Weltrangliste mit fast doppelt so vielen Punkten auf seinen ersten Verfolger anführt.

Besonders zufrieden zeigte sich Wawrinka aber, dass er «bei den grossen Anlässen konstant» gewesen sei. Nun sei er aber müde. An Ziele für die nächsten Saison möge er deshalb noch nicht denken. «Ich brauche jetzt einfach eine Pause», sagte er - und verabschiedete sich in die wohlverdienten Ferien. (si)

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