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Viktorija Golubic of Switzerland celebrates after winning her semi final match against Rebeka Masarova of Switzerland, at the WTA Ladies Championship tennis tournament in Gstaad, Switzerland, Saturday, July 16, 2016. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die strahlende Viktorija Golubic im Moment, als ihre erste Finalteilnahme an einem WTA-Turnier Gewissheit wird. Bild: KEYSTONE

«Starten wie ein Tornado» – Viktorija Golubic ist bereit für ihren ersten WTA-Final

Beim WTA-Turnier in Gstaad schaffte es die Schweizerin Viktorija Golubic überraschend in den Final (heute um 11.00 Uhr). Dort trifft sie auf Kiki Bertens, eine andere bemerkenswerte Aufsteigerin in diesem Jahr.

17.07.16, 08:38 17.07.16, 11:35


Viktorija «Viki» Golubic ist die Überraschungsfinalistin bei der Rückkehr des Frauen-Spitzentennis in die Schweiz. Völlig aus heiterem Himmel kommt ihr Aufstieg aber nicht. Die 23-jährige Zürcherin arbeitet sich im wahrsten Sinn des Wortes seit einigen Jahren Schritt für Schritt nach oben. Vor einem Monat in 's-Hertogenbosch erreichte sie erstmals die Viertelfinals eines WTA-Turniers (Niederlage gegen Belinda Bencic), nun nahm sie – fast schon untypisch für sie – gleich zwei Stufen auf einmal.

An Unterstützung wird es ihr im Final nicht fehlen. Insbesondere kann sie auf die Tipps ihrer Fedcup-Teamkollegin und Doppelpartnerin Timea Bacsinszky zählen, die am Samstag im Halbfinal an Bertens scheiterte. «Viki ist eine wirklich gute Freundin, auch neben dem Platz», schwärmt die Waadtländerin. «Ich habe extrem Freude an ihrem Erfolg. Und klar, natürlich hat sie eine Chance gegen Bertens. «Sie ist eine gute Taktikerin mit vielen Variationsmöglichkeiten.»

Timea Bacsinszky of Switzerland in action during her semi final match against Kiki Bertens of the Netherlands, at the WTA Ladies Championship tennis tournament in Gstaad, Switzerland, saturday, July 16, 2016. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Timea Bacsinszky hat ihre letzten beiden Duelle gegen Kiki Bertens verloren. Bild: KEYSTONE

Ein «Sorry» der Niederländerin

Von ihrer Chance ist auch Golubic überzeugt. «Ich glaube daran, dass ich jetzt auch das Turnier gewinnen kann», betont sie, die als Juniorin nie den einfachen Weg gegangen ist und deshalb kaum von Förderung profitieren konnte. «Ich will starten wie ein Tornado», sagt sie lachend.

Das wird sie auch müssen, denn Kiki Bertens spielt aktuell das Tennis ihres Lebens. Seit Anfang Jahr hat sich die 24-jährige Niederländerin von Platz 101 bis auf Rang 26 der Weltrangliste hochgearbeitet. Unter anderem gewann sie als Qualifikantin das Sandturnier in Nürnberg und erreichte am French Open nach Siegen gegen Australian-Open-Champion Angelique Kerber und Timea Bacsinszky den Halbfinal. Am Montag wird sie sich auf Platz 21 des Rankings verbessern.

epa05428236 Kiki Bertens of the Netherlands in action during her semi final match against Timea Bacsinszky of Switzerland at the WTA Ladies Championship tennis tournament in Gstaad, Switzerland, 16 July 2016.  EPA/PETER KLAUNZER

Im Hoch: Kiki Bertens.
Bild: EPA/KEYSTONE

«Ich bin wahnsinnig glücklich», sagte sie am Samstag nach dem Finaleinzug strahlend. Und fügte hinzu: «Sorry, dass ich die Schweizer Tennisparty störe.» Ein Grund für ihren Höhenflug ist schnell gefunden. Vor zwei Jahren wurde bei der Niederländerin aus der Provinz Süd-Holland ein Schilddrüsen-Tumor diagnostiziert. Nach monatelanger Ungewissheit kam die Entwarnung. Der Tumor ist gutartig und keine Gefahr. Seither kann sich Kiki Bertens wieder voll auf den Sport konzentrieren – und ist deshalb im Duell Kiki gegen Viki die Favoritin. (sda/drd)

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Anfang Woche war das Turnier in Gstaad noch von Regen geprägt:

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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