Sport

Roger Federer musste in Madrid früh seine Sachen packen. Bild: SUSANA VERA/REUTERS

Federer kassiert zum dritten Mal den «hölzernen Löffel» – was es mit dem Schandpreis auf sich hat

12.05.15, 09:43

Roger Federer spielt morgen in der zweiten Runde von Rom gegen Pablo Cuevas. Es geht für ihn dabei auch darum, die Pleite von Madrid vergessen zu machen. In Spaniens Hauptstadt schied er bekanntlich im ersten Spiel aus.

Doch damit nicht genug der Schmach. Aufgrund des Turnierverlaufs wurde der Maestro zum «schlechtesten Spieler des Turniers». Dieser wird inoffiziell mit dem «Wooden Spoon», dem hölzernen Löffel, ausgezeichnet. «Verdient» hat ihn Federer, weil sein Bezwinger in der nächsten Runde ausschied und sich dies bis zum Finalspiel so fortsetzte: 

Federers Weg zum «Wooden Spoon» in Madrid: Er verliert gegen Kyrgios, dieser gegen Isner, dieser gegen Berdych, dieser gegen Nadal, dieser gegen Murray (nicht im Bild).

Der «Wooden Spoon» ist vor allem in Commonwealth-Ländern bekannt und wird dort auch im Rugby oder Cricket verteilt. Im Tennis ist er teilweise auch als «Anti Slam» bekannt. Für Federer war es übrigens nicht das erste Mal, dass ihm die zweifelhafte Ehre zuteil wurde.

Der letzte «Wooden Spoon» aus dem Rudersport im Jahr 1910. bild: Wikipedia

Der 17-fache Grand-Slam-Sieger schaffte das «Kunststück» auch 2000 in Indianapolis (James Sekulov – Gianluca Pozzi – Jewgeni Kafelnikov – Tim Henman – Marat Safin – Gustavo Kuerten) und 2004 in Cincinnati (Dominik Hrbaty – Jonas Björkman – Fabrice Santoro – Tommy Robredo – Lleyton Hewitt – Andre Agassi). Wie in Madrid war der Baselbieter auch damals als Nummer 1 gesetzt. 

Die «Gewinner» des «Wooden Spoon» bei Grand-Slam-Turnieren seit 1990. Marat Safin (2004) ist bisher der einzige Major-Sieger, der auch den «Anti Slam» geholt hat.

Im Vergleich mit den anderen drei der «Big Four»-Spieler hat Federer mit dem «Löffel» in Madrid zu Rafael Nadal aufgeschlossen (2005 in Auckland, 2014 in Halle, 2015 in Doha). Andy Murray erwischte es bisher einzig 2007 in Hamburg, Novak Djokovic «fehlt» die Trophäe noch im Vitrinenschrank. (fox)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sean_Penner 12.05.2015 13:58
    Highlight Gratuliere, watson hat /r/tennis entdeckt. Hatte schon länger das Gefühl dass Ihr den meisten Inhalt nur nach "copy/paste-Prinzip" erschafft. Irgendwie schade; dafür brauchts kein weiteres Newsportal. Sonst kann man auch gleich 20min lesen.
    1 3 Melden
  • Fountain Pen 12.05.2015 12:31
    Highlight Immerhin ein Preis gewonnen
    2 0 Melden
  • AJACIED 12.05.2015 11:15
    Highlight Nole wird diesen Preis nicht bekommen.
    3 6 Melden
    • AJACIED 12.05.2015 14:58
      Highlight Waren ja klar die minus Zeichen Hahahaha
      Mann oh Mann
      1 2 Melden

Mit diesen 4 neuen Regeln will die ATP das Tennis revolutionieren

Heute beginnt in Mailand die erste Austragungen der «Next Gen Finals». Beim Masters der besten U21-Spieler werden neue Regeln getestet, die das Tennis spektakulärer und moderner machen sollen.

Das Rampenlicht auf der ATP-Tour gehört mehrheitlich den etablierten Spielern. Die Hälfte der Top 20 ist derzeit 30-jährig oder älter. Um den Jungen eine Plattform zu bieten, hat die ATP die Kampagne «Nextgen» lanciert, nach dem Vorbild der «New Balls», zu deren Aushängeschilder vor 16 Jahren spätere Grössen wie Roger Federer, Andy Roddick, Marat Safin, Gustavo Kuerten, Juan Carlos Ferrero oder Lleyton Hewitt gehörten.

Von den aktuellen Hoffnungsträgern ragt Alexander Zverev heraus, der in …

Artikel lesen