Sport
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Australian Open in Melbourne, 2. Runde

Männer:
D. Ferrer – L. Hewitt 6:2 6:4 6:4
S. Wawrinka – R. Stepanek 6:2 6:3 6:4
A. Murray – S. Groth 6:0 6:4 6:1
M. Raonic – T. Robredo 7:6 7:6 7:5
G. Monfils – N. Mahut 7:5 6:4 6:1
J. Isner – M. Granollers 6:3 7:6 7:6
Frauen:
A. Beck – T. Bacsinszky 2:6 3:6
D. Allertova – S. Lisicki 6:3 2:6 6:4
A. Ivanovic – A. Sevastova 6:3 6:3

Hewitt tritt endgültig von der grossen Tennisbühne ab: «Der perfekte Abschluss meiner Karriere»

21.01.16, 06:31 21.01.16, 14:20

Aus, Schluss, vorbei! Lleyton Hewitt ist mit einer Dreisatz-Niederlage gegen David Ferrer für immer von der grossen Tennis-Bühne abgetreten. Der Lokalmatador verliert in seinem 878. Match der Karriere gegen den spanischen Dauerläufer trotz harter Gegenwehr klar mit 2:6, 4:6 und 4:6, wird vom australischen Publikum aber noch einmal so richtig gefeiert.

Jeder Punktgewinn von Hewitt, jede mögliche Wende wird mit tosendem Applaus begleitet, während der zweifache Grand-Slam-Sieger noch einmal alles aus seinem Körper herausholt. Hewitt rennt, Hewitt ackert, Hewitt ballt die Faust wie früher, doch am Ende reicht es eben nicht. 

«Ich habe immer 100 Prozent gegeben und darauf kann ich stolz sein. Das ist der perfekte Abschluss meiner Karriere.»

Hewitt nach seinem letzten Spiel

Mit einer Standing Ovation wird die einstige Weltnummer 1 aus der Rod Laver Arena verabschiedet. Bis ganz zuletzt hat «Rusty», wie er von seinen Fans genannt wird, seine Emotionen im Griff. Beim Platzinterview mit Jim Courier bleibt er gefasst und beantwortet die Fragen, ohne eine Tränen zu vergiessen. Aber Tränen hätte zum Kämpfer Hewitt ja auch nicht gepasst ...

Das Platzinterview mit Lleyton Hewitt, Teil 1.
streamable

Federer und Co. wünschen alles Gute.
YouTube/Australian Open TV

Das Platzinterview mit Lleyton Hewitt, Teil 2.
streamable

Belinda Benic wird ihn vermissen

An der Medienkonferenz wurde Hewitt auch auf die mögliche Verwicklung in den Wettskandal angesprochen. «Eine absolute Farce» sei dies, sagte der Australier, und wünschte «allen, die darin herumstochern, viel Glück.»

In Zukunft wird er als Davis-Cup-Captain Australiens arbeiten. Seine Emotionen und sein berühmt-berüchtigtes «C'mon» werden der Tennis-Welt damit erhalten bleiben. Mit seiner Art hatte er vor allem zu Beginn seiner Karriere angeeckt, selbst in seiner Heimat. Erst in den letzten Jahren wurde er in «Down Under» zum Publikumsliebling.

Ferrer will Hewitts Trikot zum Abschied.
streamable

Seine beste Zeit hatte Hewitt zu Beginn des Jahrhunderts, noch bevor Roger Federer den Tritt auf der ATP-Tour richtig gefunden hatte. 2001 gewann er das US Open und wurde im gleichen Jahr die jüngste Weltnummer 1 der Geschichte; 2002 triumphierte er auch in Wimbledon. 1999 und 2003 siegte er mit Australien im Davis Cup. Nach den Erfolgen in der Frühphase seiner Karriere, zu denen auch der gegen Marat Safin verlorene Australian-Open-Final 2005 gehörte, konnte er nicht mehr mit den Allerbesten mithalten. Die letzten zwei von insgesamt 30 Turnieren gewann er 2014 in Brisbane (Finalsieg gegen Federer) und Newport.

Murray und die restlichen Favoriten souverän

Andy Murray hat auch in der zweiten Runde des Australian Open in Melbourne nichts anbrennen lassen. Gegen den Australier Sam Groth setzte sich der Schotte in rund eineinhalb Stunden 6:0, 6:4, 6:1 durch. Der an Nummer 2 Gesetzte liess Groth nicht den Hauch einer Chance. In der dritten Runde trifft Murray auf den Portugiesen Joao Sousa, der als Nummer 32 gesetzt ist.

Ebenfalls weitergekommen sind unter anderen der Aufschlagshühne John Isner sowie der Franzose Gael Monfils. Beide setzten sich in der Nachmittagssession in drei Sätzen gegen ihre tiefer klassierten Gegner durch.

Die Fans von John Isner.
Bild: EPA/AAP

Etwas mehr Mühe bekundete der Kanadier Milos Raonic: Er benötigte fast drei Stunden, um den Spanier Tommy Robredo in drei Sätzen zu bezwingen. Der erste und der zweite Satz gingen ins Tie-Break. Am Ende hiess es: 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 7:5.

Nicht nur bei den Männern nützte Sam Groth der rassige Aufschlag nichts. Auch Sabine Lisicki, die den Ball bei den Frauen mit dem Service am meisten beschleunigt, schied aus. Lisicki scheiterte er dern Tschechin Denisa Allertova mit 3:6, 6:2, 4:6. Lisicki bestritt in Melbourne nach einer Verletzungspause ihr erstes Turnier seit dem US Open. (pre/trs/sda)

Das sind die schrägsten Bilder der Australian Open 2016

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bluetooth 21.01.2016 15:01
    Highlight Hewitt, Roddick, Safin, etc. Die Generation Federer verschwindet. :(
    4 0 Melden
  • Capoditutticapi 21.01.2016 12:20
    Highlight "Der Lokalmatador verliert in seinem 878. Match gegen den spanischen Dauerläufer". Schon 878 Spiele gegen Ferrer? El Duderino hätte Freude:)
    7 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2016 16:49
      Highlight Eher Klugscheisserino hätte Freude ;)

      1 1 Melden

Federer wird König von 60 Millionen Tennisspielern: «Ich bin der, den es zu schlagen gibt»

2. Februar 2004: Roger Federer steigt erstmals auf den ATP-Thron und wird mit dem Sieg beim Australian Open im zweiten Anlauf die 23. Weltnummer 1 der Welt. Da konnte noch niemand ahnen, dass der Baselbieter (bisher) 302 Wochen als König regieren wird.

Roger Federer kommt im Sommer 2003 so richtig in der Weltspitze an. Den ersten Grand-Slam-Titel gewinnt er in Wimbledon. Rund einen Monat später bietet sich ihm die erste Chance, Weltnummer 1 zu werden. Im Direktduell mit Andy Roddick bietet sich ihm im Halbfinal von Montreal die Chance auf den Thron. Ein Sieg würde reichen. Nach einem 4:6 und 6:3 führt der Schweizer im Entscheidungssatz 4:2, verliert aber mit 6:7 im Tiebreak. Der Amerikaner gewann den Titel und blieb die Nummer 1. 

Vorerst …

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