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epa04034202 Novak Djokovic of Serbia reacts after winning a point against Stanislas Wawrinka of Switzerland during their quarter final match of the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 21 January 2014.  EPA/JOE CASTRO AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Mach dich gefasst, Nole: Wawrinka ist auch dieses Jahr wieder heiss. Bild: EPA/AAP

Djokovic gegen Wawrinka

Bringt uns bitte ein drittes Mal nahe an den Herzstillstand

Der Traum-Halbfinal zwischen Novak Djokovic und Stan Wawrinka ist perfekt. Zum dritten Mal in Serie duellieren sich die beiden am Australian Open. Ein Blick zurück lässt ein Drama erhoffen.

29.01.15, 06:26 29.01.15, 08:50

Wawrinkas dramatische Niederlage 2013

Die Partie werden wir alle nie mehr vergessen. Im Achtelfinal in Melbourne rang Novak Djokovic Stan Wawrinka 2013 mit 1:6, 7:5, 6:4, 6:7 (5:7), 12:10 nieder. 5:02 Stunden dauerte der grosse Kampf, welcher Fans rund um den Globus in seinen Bann riss. Alleine der letzte Satz war ein 100 Minuten langer Krimi.

Wawrinka erteilte Djokovic dabei im Startsatz eine 25-minütige Lehrstunde und schien auch den zweiten Durchgang für sich zu entscheiden. Doch als er bei 5:3 zum Satzgewinn aufschlug, zitterte das Händchen – Djokovic schaffte das Break und holte sich den Satz mit 7:5.

Wawrinka kassiert das Break, statt mit 2:0 in den Sätzen davonzuziehen. gif: Australian Open

Auch der dritte Satz ging an den Serben. Ein Break zum 5:4 sorgte für die Entscheidung. Doch Wawrinka liess sich nicht lumpen. In Satz vier erreichte er das Tiebreak und nutzte dort seinen dritten Satzball mit einem Ballwechsel von 21 Schlägen – unter anderem auch ein Netzroller Wawrinkas – zum 2:2.

Der Satzausgleich zum 2:2 von Wawrinka. Video: Australian OPen

Entscheidung um 1:41 Uhr nachts

Der Entscheidungssatz war an Dramatik dann nicht mehr zu übertreffen. Nach zwei Breaks zum Auftakt halten beide ihren Service bis zum Stand von 11:10 für Djokovic. Wawrinka wehrt erst zwei Matchbälle ab, doch beim dritten Versuch ist er gegen den fantastischen Passierball des Serbens chancenlos – um 1:41 Uhr Ortszeit.  

Der Ballwechsel zum Sieg von Djokovic. Video: Australian Open

Wie sehr auch Djokovic gelitten hatte, zeigte er bei seinem Siegesjubel, als er sich das Shirt vom Leib riss und die Freude in die Nacht hinausschrie.

Der Siegesjubel von Djokovic. gif: ESPN

Wawrinkas grosser Sieg 2014

Was damals noch niemand wusste war, dass dieser bittersten Niederlage Wawrinkas innert Jahresfrist zwei weitere hochdramatische Duelle der beiden Cracks folgen würden. Im Halbfinal beim US Open vermieste Djokovic dem Schweizer den erstmaligen Major-Final mit einem 2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 6:4 und dann trafen die zwei in Melbourne erneut aufeinander. Dieses Mal im Viertelfinal.

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Wieder wurde die Partie episch, wieder ging sie über fünf Sätze, wieder schenkten sich die beiden Spieler nichts. 2:6, 6:4, 6:2, 3:6, 9:7 heisst es am Ende. Nach einem verpatzten Startsatz überzeugt Wawrinka in den Durchgängen 2 und 3. Im vierten Satz kassiert er aber das entscheidende Break zum 3:5.

Das Break von Wawrinka zum 2:2 im Entscheidungssatz. gif: tennisworldHD

Erste Djokovic-Niederlage nach 25 Siegen

Der Entscheidungssatz brachte je ein Break zum 2:1 und 2:2. Die Partie war hochklassig, musste bei 5:5 und 40:15 wegen Regens kurz unterbrochen werden, ehe der Romand seinen ersten Matchball nach genau vier Stunden zum 9:7 nutzte. Djokovic ermöglichte diesen mit einem missratenen Volley und verlor in Melbourne erstmals nach 25 Partien wieder.

Der Matchball von Wawrinka 2014. Gif: tennisworldhd

Für Wawrinka war es damals der erste Sieg gegen den Serben nach 14 Niederlagen (oder acht Jahren). Die Fortsetzung ist bekannt: Der Schweizer sicherte sich seinen ersten Grand-Slam-Titel.

Das 20. Duell

Jetzt kommt es also zum Jubiläumsduell in der Rod-Laver-Arena. Das 20. Spiel der Beiden steigt am Freitag im Halbfinal. «Alle erwarten wieder einen Kampf», blickt Djokovic nach seinem Viertelfinalsieg gegen Milos Raonic voraus. Die Weltnummer 1 befindet sich in Hochform. Seinen Service musste er bisher nur einmal abgeben. Er meint dazu: «Ich könnte auch mit 220 km/h servieren, aber ich lege mehr Wert auf Präzision und Variantenreichtum.»

Selbst Junior Stefan scheint schon ein grosser Fan seines Papas zu sein.

Ein Konzept gegen Wawrinka scheint er auch im Kopf zu haben: «Ich weiss, was ich tun muss. Da gibt es keine Geheimnisse.» Wawrinka auf der anderen Seite mangelt es ebenfalls nicht an Selbstvertrauen: «Ich vertraue dem, was ich tue.»

Die Highlights des Viertelfinals von 2014. Video: Youtube/tennisworldHD



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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