Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Marin Cilic of Croatia poses with his trophy after defeating Kei Nishikori of Japan in their men's singles final match at the 2014 U.S. Open tennis tournament in New York, September 8, 2014.                 REUTERS/Mike Segar (UNITED STATES  - Tags: SPORT TENNIS)

Marin Cilic freut sich über seine erste Siegestrophäe an einem Grand-Slam-Turnier. Bild: MIKE SEGAR/REUTERS

Erster Grand-Slam-Titel

Marin Cilic gewinnt das US Open – Dreisatzsieg gegen Kei Nishikori

Nach Roger Federer fand auch Kei Nishikori im US-Open-Final kein Mittel gegen Marin Cilic. Der 25-jährige Kroate brauchte nur eine Stunde und 54 Minuten, um den Japaner 6:3, 6:3, 6:3 vom Platz zu fegen und seinen ersten Grand-Slam-Titel zu holen.

09.09.14, 01:05 09.09.14, 09:04

Cilic, noch die Nummer 16 der Welt, ist der erste kroatische Grand-Slam-Champion seit seinem aktuellen Trainer Goran Ivanisevic 2001 in Wimbledon. Für den Erfolg kassierte er ein Preisgeld von drei Millionen Dollar; in der Weltrangliste verbessert er sich auf den neunten Platz, eine Position hinter seinem Finalgegner vom Montagabend.

Die beiden Überraschungsfinalisten boten den Zuschauern in ihrem jeweils ersten Grand-Slam-Final kein Spektakel. Zu überlegen agierte Marin Cilic. Wie Roger Federer im Halbfinal am Samstag konnte ihn der erste Asiate in einem Major-Final nie in Bedrängnis bringen. Im ersten Game erarbeitete sich Nishikori eine Breakchance, die er nicht nützen konnte. Danach rannte er konstant einem Rückstand hinterher.

Marin Cilic of Croatia serves to Kei Nishikori of Japan during their men's singles final match at the 2014 U.S. Open tennis tournament in New York, September 8, 2014.           REUTERS/Ray Stubblebine (UNITED STATES  - Tags: SPORT TENNIS)

Dank seiner Grösse hatte Cilic beim Aufschlag grosse Vorteile gegen den 20 Zentimeter kleineren Kei Nishikori. Bild: RAY STUBBLEBINE/REUTERS

Der Kroate war in jeder Beziehung überlegen, schlug wenig überraschend viel mehr Winner (38:19), beging aber auch weniger Fehler (27:30). Vor allem beim Aufschlag hatte Cilic, mit 1,98 Meter 20 Zentimeter grösser als sein Gegner, riesige Vorteile. Insgesamt nahm Cilic Nishikori fünfmal den Service ab.

Laut dem Statistiker Carl Bialik ist Cilic der erste US-Open-Gewinner seit Federer im Jahr 2007, der vom Viertelfinal bis zum Final keinen Satz abgegeben hat.

Nur einmal schien er gegen Ende kurz nervös zu werden. Bei 4:2 rettete er sich aber aus einer heiklen Situation, wehrte drei Breakbälle ab und war danach nicht mehr gefährdet. Nach weniger als zwei Stunden servierte er souverän aus, wie gegen Federer beendete er die Partie mit einem Rückhand-Winner – und liess sich freudetrunken auf den Rücken fallen. «Das ist der Lohn für jahrelange harte Arbeit», sagte er. «Das grösste Verdienst gehört Goran Ivanisevic, weil er mich gelehrt hat, Freude am Tennis zu haben.»

Marin Cilic of Croatia (R) and Kei Nishikori of Japan hold their trophies after Cilic won their men's singles final match at the 2014 U.S. Open tennis tournament in New York, September 8, 2014.              REUTERS/Eduardo Munoz (UNITED STATES  - Tags: SPORT TENNIS)

Der Japaner Kei Nishikori stand als erster Asiate in einem Major-Final. An die starken Leistungen der vorherigen Runden konnte er aber nicht anknüpfen.  Bild: EDUARDO MUNOZ/REUTERS

Nishikori, der nie an die Leistungen gegen Stan Wawrinka und Novak Djokovic anknüpfen konnte, akzeptierte die deutliche Niederlage ohne Umschweife. «Er war zu gut, ich konnte nicht mein Spiel aufziehen.» (trs/si)



Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Federer unter Zugzwang – warum er beim Heimturnier in Basel wieder glänzen muss

An den Swiss Indoors in Basel winkt dem topgesetzten Roger Federer ab Montag in der neuen St.Jakobshalle der neunte Titel. In der Weltrangliste sind Federers Aussichten weniger rosig. Um seinen Status zu halten, muss der Weltranglisten-Dritte bis März ordentlich punkten.

Die Vorgabe, um sich in der Weltrangliste mittelfristig unter den besten Vier zu halten, ist relativ simpel: Federer muss seine Resultate aus dem Vorjahr bestmöglich bestätigen, 4200 seiner 6250 Punkte stehen bis Mitte März auf dem Spiel. Einleitend sollte der Baselbieter nächste Woche das Heimturnier als Einstieg in einen erfolgreichen Herbst nutzen.

Gewänne er seinen 99. ATP-Titel, würde er schon mal 500 Punkte konservieren. Strauchelt er hingegen auch in den nächsten Monaten öfters, droht …

Artikel lesen