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Roger Federer steht nach dem Sieg gegen Murray im Final von Cincinnati.  Bild: John Minchillo/AP/KEYSTONE

«Er kann hier etwas Aussergewöhnliches schaffen» – weshalb der heutige Final zwischen Federer und Djokovic ein ganz besonderer ist

Im Final geht es in Cincinnati heute um viel. Novak Djokovic kann als erster Spieler alle neun Masters-1000-Turniere mindestens einmal gewinnen, Roger Federer möchte wieder die Nummer 2 werden.

23.08.15, 12:04 23.08.15, 15:40


Im Giganten-Duell zwischen Federer und Djokovic geht es heute (ab 19.00 Uhr) um mehr, als «nur» die Trophäe des ältesten noch bestehenden Tennisevents der USA (seit 1899). Der Serbe jagt beispielsweise einen der wenigen grossen Titel, die ihm noch fehlen. Die übrigen acht Masters-1000-Turniere hat er alle schon einmal gewonnen. «Er kann hier etwas Aussergewöhnliches schaffen», sagt Federer anerkennend.

Doch auch für den Schweizer geht es um viel. In seinem siebten Final in Cincinnati möchte er zum siebten Mal gewinnen. «Es ist aufregend, gegen Novak zu spielen. Gegen ihn steht immer viel auf dem Spiel.» Bleibt der Titelverteidiger in Cincinnati-Finals makellos, zieht der 34-jährige Basler in der Weltrangliste nach einer Woche wieder an Andy Murray vorbei auf Platz 2. Das würde bedeuten, dass er am US Open Djokovic bis zu einem möglichen Final aus dem Weg gehen könnte.

Roger Federer hat in Cincinnati noch nie einen Final verloren. Bild: John Minchillo/AP/KEYSTONE

Revanche für Wimbledon

Der Erfolg am Samstag gegen Murray gab Federer die letzte Bestätigung, dass er perfekt aus der sechswöchigen Sommerpause zurückgekehrt ist. In dieser hat er hart an seinem Spiel gearbeitet und tritt nun noch offensiver auf. Gegen Murray hat er die Returns bei zweiten Aufschlägen teilweise mehr als einen Meter im Feld geschlagen.

«Ich habe das im Training zunächst eher als Jux ausprobiert», erklärt er. «Dann war es aber gar nicht so schwierig.» Es helfe, den Gegner aus der Balance zu bringen und seinen Rhythmus zu brechen. «Ausserdem zwingt es einen, sehr fokussiert zu sein.» Man werde sehen, wie sehr dies auch gegen Djokovic möglich sei. Der Serbe bestraft nicht optimale Netzangriffe in der Regel gnadenlos.

Ganz so locker wie Federer qualifizierte sich Djokovic nicht für den Final. Gegen Dolgopolov musste der Serbe über drei Sätze gehen. Bild: John Minchillo/AP/KEYSTONE

Immerhin hat Federer in den letzten Monaten auf schnellen Belägen wie in Schanghai oder Dubai einigen Erfolg gegen die unangefochtene Weltnummer 1 gehabt. Und in Cincinnati hat er in vier Partien noch keinen Satz, ja nicht einmal ein Aufschlagspiel abgegeben. Anderseits hat er in diesem Jahr zum achten Mal einen Final erreicht. Vier (Brisbane, Dubai, Istanbul, Halle) hat er gewonnen, drei (Indian Wells, Rom und Wimbledon) verloren – alle gegen Djokovic. Revanche ist also angesagt. (si)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • 8004 Zürich 23.08.2015 13:15
    Highlight Gegen Murray die Zweiten im Feld anzugreifen, ist nicht so bemerkenswert - diese sind ja das grosse Leak in Murrays Spiel. Spannender ist, dass ihm das auch gegen Anderson gelang. Ob dies gegen Djokovic auch möglich ist, wird sich weisen - beim 203cm grossen Anderson sind die Bälle durch den Höhenwinkel natürlich auch früher wieder höher; was bei starken Ersten ein Nachteil ist, kann so bei Zweiten zum Vorteil werden. Gut möglich, dass die Bälle von Djokovic dort vorne dann noch zu tief sind. Sollte es aber gelingen, kann er früher mehr Tempo machen und stärkere horizontale Winkel spielen..
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