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Switzerland's captain Severin Luethi (L) and Switzerland's Stan Wawrinka (R) carry their teammate Roger Federer as they celebrate winning the Davis Cup semi-final between Switzerland and Italy on September 14, 2014 in Geneva. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

Severin Lüthi und Stan Wawrinka tragen Roger Federer durch die Palexpo-Halle. Bild: AFP

Oh wie ist das schön

Tennis-Party in Genf: Schweizer Team kidnappt Roger Federer nach Davis-Cup-Finaleinzug aus dem Siegerinterview

Der zweite Finaleinzug in der Geschichte des Schweizer Davis-Cup-Teams nach 1992 ist perfekt. Sogar die Siegerinterviews mit Roger Federer und Stan Wawrinka werden nach dem Triumph über Italien zum grossen Spektakel.

14.09.14, 15:09 14.09.14, 15:44

Nur einen einzigen Satz bekommt Roger Federer im Siegerinterview noch heraus: «Es macht mir ausserordentlich viel Freude, diesen Moment mit allen Fans hier zu teilen.» 

Federers Freudensprung nach dem entscheidenden Punkt gegen Fabio Fognini. gif:srf

Dann kidnappt sein Team Federer kurzerhand und trägt ihn im Triumphzug vor den 18'400 feiernden Fans rund um den Court. Der Maestro hat den Sieg gegen Italien mit seinem 6:2, 6:3, 7:6 im dritten Einzel gegen Fabio Fognini endgültig perfekt gemacht. 

Das Kidnapping: Roger Federer wird aus dem Interview geklaut und auf die Ehrenrunde getragen. gif: srf

Zurück auf dem Boden ist Federer sichtlich gelöst: «Ja, jetzt ist eben auch der Moment gekommen, um im Team einige Dummheiten zu machen. Wir versuchen schon lange etwas zu erreichen im Davis Cup. Wir hatten schwierige Momente wie die Halbfinalniederlage 2003 in Australien. Der Weg war auch dieses Mal nicht einfach mit Gegnern wie Serbien und Kasachstan und jetzt Italien. Jetzt freuen wir uns einfach auf den Final.»

«Ich erreiche keinen Final, um dann da zu verlieren – das ist sicher.»

Roger Federer

Für den Final in Lille gibt es eine saftige Kampfansage von der Weltnummer 2: «Ich habe die Winner-Mentalität: Ich erreiche keinen Final, um dann da zu verlieren – das ist sicher. Wir werden jetzt ein bisschen feiern und dann werden wir damit beginnen, uns auf diese Aufgabe zu konzentrieren. Ich weiss nicht einmal genau, wann der Final ist – aber wir werden auf jeden Fall bereit sein.»

Fuchs Wawrinka entgeht der Attacke seiner Teamkollegen

Stan Wawrinka will sich eigentlich vor dem Interview drücken, doch Roger Federer ist gnadenlos mit seinem Teamkollegen: «Er ist es, der anständig Französisch spricht. Der soll jetzt kommen!»

Wawrinka ziert sich lange, aber dann kommt er doch noch. Die Fans feiern seinen Auftritt euphorisch und der Romand bedankt sich natürlich artig: «Es war für uns ein unglaubliches Wochenende vor diesem fantastischen Publikum. Mit der Schweiz im Final zu stehen, das ist wirklich ein ganz spezieller Moment in meiner Karriere.»

Blitzschnelle Reflexe: Stan Wawrinka entgeht der Attacke seiner Teamkollegen. gif: srf

Von hinten schleicht sich derweil das Team auch an den nichtsahnenden Wawrinka heran an. Der 29-Jährige soll ebenfalls einen Triumphzug auf den Schultern spendiert bekommen. Doch Wawrinka riecht den Braten, flitzt ab und täuscht lachend Rückenbeschwerden vor: «Ich kann im Final nicht spielen, wenn ihr mich da hochhebt.»

Simulieren auf höchstem Niveau: Stan Wawrinka täuscht scherzhaft Rückenschmerzen vor. gif: srf

>>> Hier gibt es die Highlights der Partie von Roger Federer zum Nachlesen im Liveticker



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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