Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Viktorija Golubic mit ihrem verdienten Lohn, der Siegertrophäe der Ladies Championship in Gstaad. Bild: KEYSTONE

Gstaad-Siegerin Golubic: «Ich bin froh, nun gleich ein paar Schrittchen weitergekommen zu sein»

Viktoria Golubic ist die sensationelle Siegerin des WTA-Turniers von Gstaad. Dass die 23-jährige Zürcherin gleich ihren ersten Final auf der Tour gewinnt, ist der Lohn für eine deutliche Leistungssteigerung in diesem Jahr.

17.07.16, 14:54 17.07.16, 15:22

Golubic spielte sich bereits im April in die Herzen der Schweizer Tannisfans, «Fed-Cup-Heldin» nannte man sie nach ihren Auftritten im Halbfinal gegen Tschechien. Die Einzel-Siege gegen Karlolina Pliskova und Barbora Strycova waren Ausdruck einer neuen Qualität und eines neuen Selbstvertrauens. Dass das abschliessende Doppel an der Seite von Martina Hingis verloren ging, tat dem keinen Abbruch.

Golubic (r.) spielte im FedCup zusammen mit Martina Hingis das Doppel. Bild: KEYSTONE

Diese Fed-Cup-Erfahrung sei ihr nun in Gstaad zugute gekommen, sagte Golubic nach ihrem bemerkenswerten Triumph im Final. Sie sei schon «extrem nervös» gewesen vor dem Duell mit Kiki Bertens, «aber nicht so nervös wie damals in Luzern».

Golubic ist noch mehr zuzutrauen

Die 24-jährige Niederländerin war im Enspiel zweifellos die Favoritin, wie Golubic hat sie eine starke erste Saisonhälfte hinter sich. Bertens gewann 2016 bereits ein Turnier, erreichte beim French Open (wie in Gstaad mit einem Sieg gegen Timea Bacsinszky) die Halbfinals und siegte in den beiden bisherigen Duellen gegen Golubic.

Die Agilität im Spiel ist Golubics grosse Stärke. Bild: AP/KEYSTONE

«Ich wusste, dass ich heute auf absolutem Toplevel spielen muss – und das über längere Zeit, denn Kiki spielt sehr solid –, sonst reicht es nicht», sagte die Schweizerin. Und tatsächlich war es die Hartnäckigkeit von Golubic, die den Unterschied ausmachte. Sie hielt dem kraftvollen Tennis von Bertens stand und vermochte ihrerseits zu glänzen. Neben starkem Grundlinien-Tennis streute sie immer wieder brillante Stoppbälle ein.

«Normalerweise nehme ich langsame Schrittchen.»

Viktorija Golubic

Dass es nach ihrem ersten WTA-Viertelfinal im Juni (s'Hertogenbosch, Niederlage gegen Belinda Bencic) in Gstaad gleich den ersten Final und den Titel gab, überraschte Golubic: «Normalerweise nehme ich langsame Schrittchen. Nun bin aber froh, gleich ein paar Schrittchen weitergekommen zu sein», sagte sie strahlend.

Als Titelträgerin noch etwas scheu

Dieser Erfolg ist der stets aufgestellten Zürcherin zu gönnen. Und wenn sie dieses Niveau halten kann (oder gar noch zu steigern vermag?), ist es Goluvic zuzutrauen, neben Timea Bacsinszky und Belinda Bencic zur dritten treibenden Kraft im Schweizer Frauentennis zu werden. (drd)

«Nach dem Regen kam die Sonne», das Motto des WTA-Turniers von Gstaad:

Unvergessene Tennis-Geschichten

05.06.1999: Hingis' schwärzeste Stunde – zwei «Uneufe»-Aufschläge, gellende Pfiffe und bittere Tränen

07.07.1985: Als jüngster Spieler aller Zeiten gewinnt Boris Becker Wimbledon und löst so einen Tennis-Boom in Deutschland aus

24.11.2009: Das kommt uns Spanisch vor – im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachflash

05.07.1997: Martina Hingis ist mit 16 Jahren die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

20.01.2013: Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

21.01.1999: «Yips» beschert Anna Kurnikowa trotz Sieg einen unglaublichen Negativrekord 

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

30.03.2002: Roger Federer bodigt zum ersten Mal die Weltnummer 1 – und diese ist sich sicher: «Er kann den Durchbruch schaffen»

13.02.2000: Roger Federer verliert seinen ersten Final, weint bittere Tränen und jammert, er werde nie mehr in ein Endspiel kommen

20.09.2009: «Who ist the beeest? Better than the reeest?» Federer outet sich nach dem Davis-Cup-Sieg gegen Italien als Party-Tiger

05.06.1989: Mondbälle, Krämpfe und ein «Uneufe»-Aufschlag – der 17-jährige Michael Chang treibt Ivan Lendl mit seinem Psychokrieg in den Wahnsinn

30.04.1993: Wie ein Messerstich die Tenniswelt veränderte

05.09.1996: Sampras kotzt gegen Corretja auf den Court – denkwürdigstes US-Open-Tiebreak aller Zeiten 

04.09.1977: Bei McEnroes drittem US-Open-Auftritt wird ein Zuschauer mitten im Stadion durch eine Pistolenkugel verletzt

08.08.1992: Marc Rosset holt sich an Roger Federers 11. Geburtstag den einzigen grossen Titel, der dem «Maestro» noch fehlt

08.07.2001: Die Weltnummer 125 triumphiert in Wimbledon: Goran Ivanisevics grosser Traum wird doch noch wahr

24.01.2001: Hingis macht Kleinholz aus Serena und Venus und stürmt in den Australian-Open-Final

26.01.2002: Martina Hingis' Traum schmilzt bei 50 Grad im Glutofen von Melbourne weg

01.06.2009: Gedanklich ist Federer wohl schon ausgeschieden. Dann rettet ihn eine unglaubliche Vorhand auf dem Weg zum Karriere-Slam 

06.01.1996: Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

10.08.2003: Andy Roddick ist einen Sommer lang der beste Tennisspieler des Planeten – dann vergeht ihm das Lachen für lange, lange Zeit

31.05.2009: Robin Söderling fügt Rafael Nadal die einzige Niederlage an den French Open zu und ebnet Roger Federer den Weg zum Karriere-Grand-Slam

06.06.2005: Nadals erster erster Streich am French Open – ganz Paris verliebt sich in das «Kind mit der donnernden Linken»

01.02.2009: Federer verpasst Sampras' Rekord und weint nach Pleite gegen Nadal bittere Tränen

25.10.2002: Nach Roger Federers Gegensmash wirft ihm Andy Roddick frustriert das Racket vor die Füsse

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Eine der einflussreichsten Personen von 2018 – Time Magazine ehrt Roger Federer

Grosse Ehre für Roger Federer. Der Schweizer Tennis-Star wurde vom renommierten «Time Magazine» zu einer der einflussreichsten Personen dieses Jahres gekürt. Federer ziert gar das Cover der Zeitschrift – zumindest eine von sechs Versionen davon.

Das «Time Magazine» kürt jedes Jahr die 100 einflussreichsten Personen der Welt. Roger Federer wird dabei in einem Text von Bill Gates gewürdigt. Der Microsoft-Gründer und Federer betrachten sich Gegenseitig als Freunde. Schon zwei Mal haben sie für …

Artikel lesen