Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Swiss Indoors, 1. Runde

R. Nadal – L. Rosol 1:6 7:5 7:6
D. Young – H. Laaksonen 6:2 3:6 6:4
A. Mannarino – V. Troicki 4:6 7:5 7:6
D. Thiem – R. Haase 0:6 7:6 7:5​

Rafael Nadal of Spain reacts during his match against Czech Republic's Lukas Rosol at the Swiss Indoors ATP men's tennis tournament in Basel, Switzerland October 26, 2015.   REUTERS/Arnd Wiegmann

Rafael Nadal darf in der Basler St.Jakobshalle doch noch jubeln.
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Das kann nur Rafael Nadal: Zwei Punkte von einer Klatsche entfernt schafft er gegen Rosol die nicht mehr für möglich gehaltene Wende

26.10.15, 21:09 27.10.15, 07:41


Die Swiss Indoors hätten am ersten Tag beinahe eines ihrer grossen Aushängeschilder verloren. Der an Nummer 3 gesetzte Rafael Nadal (ATP 6) ist gegen Lukas Rosol (ATP 69) nach einer katastrophalen Vorstellung nach etwas mehr als einer Stunde nur zwei Punkte von der Niederlage entfernt, als er  – mal wieder – zu einem unvergleichlichen Steigerungslauf ansetzt und noch 1:6, 7:5, 7:6 gewinnt.

Nadal, der zuletzt in Peking und Schanghai den Final und den Halbfinal erreichte, ist zu Beginn völlig chancenlos. Rosol diktiert das Geschehen beinahe nach Belieben, während der Mallorquiner kaum zu Punkten kommt. Der erste Satz ist bereits nach 23 Minuten zu Ende, der 14-fache Grand-Slam-Sieger gewinnt dabei nur neun Punkte und nur einen bei Rosols Aufschlag.

Und so sieht das oft aus: Rosol punktet mit der Vorhand.
video: streamable

Nadal versucht viel, er geht oft ans Netz, doch es hilft nichts. Im zweiten Satz schenkt Nadal seinem Gegner das frühe Break mit einer unnötig verlorenen Challenge. Zwar kann er sich nach dem 0:2 leicht steigern, doch Rosol hat meist die richtige Antwort bereit. Erst mit dem Sieg vor Augen flattern beim Tschechen die Nerven und so schafft Nadal beim Stand von 4:5 trotz einem 0:30-Rückstand völlig überraschend noch das Re-Break.

Solche Punkte bringen Nadal zurück ins Spiel.
video: streamable

Das scheint der Wendepunkt der Partie zu sein: Nadal spielt in der Folge wie ausgewechselt, holt sich den zweiten Satz dank einem weiteren Break 7:5 und zieht im dritten schnell auf 4:1 davon. Doch Rosol schlägt noch einmal zurück und gleicht zum 4:4 aus.

«Ich beginne wieder, solche Matches zu gewinnen. In diesem Jahr lief es einige Male andersrum.»

Nadal nach der Partie

Schliesslich kommt es zum Tiebreak, wo Nadal trotz frühem Minibreak von Rosol das bessere Ende für sich hat und das Match mit dem ersten Matchball nach 2:15 Stunden beendet. Im Achtelfinal trifft der Spanier nun entweder auf den Bulgaren Grigor Dimitrov (ATP 28) oder den Ukrainer Sergej Stachowski (ATP 62).

Die Statistiken zum Spiel.
bild: screenshot srf

Fast, aber nur fast, wäre Nadal in Basel also wieder einmal früh gescheitert. Der Mallorquiner und die Swiss Indoors – das war bislang alles andere als eine Liebesbeziehung. Bei seinen ersten drei Teilnahmen hat er nur zwei Partien gewonnen. 2003 und 2004, scheiterte er als Teenager in der 1. Runde und im letzten Jahr reiste er mit einem entzündeten Blinddarm an, der schliesslich keine zwei Wochen nach seinem Viertelfinal-Out gegen den Kroaten Borna Coric entfernt werden musste. Nach dem sensationellen Comeback gegen Rosol gibt's nun aber vielleicht die ersten Schmetterlinge im Bauch. (pre)

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Warum es selbst die Gegner freut, dass die «Big 5» zurück sind

Bei den US Open stehen die vier Grossen plus Wawrinka erstmals seit Wimbledon 2017 alle im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Wieso das selbst die Gegner freut, obwohl sie ihretwegen seit einem Jahrzehnt nur Nebenrollen bekleiden .

Für die Konkurrenz gäbe es wahrlich genügend Gründe, die Grossen ihrer Zunft zu beneiden. Ja, sie gar ins Pfefferland zu wünschen. Seit über einem Jahrzehnt spielen diese fünf Darsteller die Hauptrollen, nur zwei der 54 seit den French Open 2005 verteilten Grand-Slam-Trophäen gewannen weder Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic, Stan Wawrinka noch Andy Murray: 2009 Juan Martin Del Potro, fünf Jahre später Marin Cilic – beide bei den US Open.

Es sind Marginalien, meist bleibt der Konkurrenz …

Artikel lesen