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In Rom ist sie noch dabei, in Paris nicht: Maria Scharapowa. Bild: Gregorio Borgia/AP/KEYSTONE

Keine Wildcard: Maria Scharapowa ist am French Open nicht erwünscht

Tennisstar Maria Scharapowa bekommt keine Wildcard für das French Open. Die zweimalige Paris-Siegerin kann damit nicht am zweiten Grand-Slam-Turnier der Saison teilnehmen.

16.05.17, 20:30 17.05.17, 08:44

Nach ihrer 15-monatigen, Mitte April abgelaufenen Dopingsperre wäre Scharapowa auf die Gnade des französischen Verbandes angewiesen gewesen, um das am 28. Mai beginnende Roland Garros nicht wie im Vorjahr zu verpassen. Weil ihr zum Stichtag die nötigen Weltranglistenpunkte fehlten, schafft die 30-Jährige nicht mal den Einzug in die Qualifikation. Auch dafür hätte sie eine Einladung benötigt, auch diese wurde ihr verwehrt.

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«Es kann keine Wildcard für eine Rückkehr nach Doping geben.»

Bernard Guidicelli, Präsident des französischen Tennisverbands

Bernard Giudicelli, der Präsident des französischen Verbandes, erklärte: «Es kann eine Wildcard für die Rückkehr nach Verletzungen geben. Aber es kann keine Wildcard für eine Rückkehr nach Doping geben.» Bei ihren drei bisherigen Turnierteilnahmen, in Stuttgart, Madrid und Rom, erhielt die frühere Weltranglistenerste Wildcards trotz der Dopingsperre wegen der Einnahme von Meldonium.

Verschiedene Spielerinnen hatten sich in den letzten Wochen kritisch über die Einladungen für Scharapowa geäussert. In Frankreich wäre fraglos eine heftige Diskussion ausgebrochen, wenn eine der begehrten Wildcards an die Wahlamerikanerin gegangen wäre, anstatt an eine Einheimische. Nun muss das French Open aber damit leben, dass nach dem pausierenden Roger Federer und der schwangeren Serena Williams eine weitere Attraktion im Tableau fehlt. Scharapowa gewann das Turnier 2012 und 2014.

In Wimbledon kann die Russin auf jeden Fall ihr erstes Major seit dem Australian Open 2016 bestreiten. Denn durch ihre Ergebnisse in Stuttgart, Madrid und Rom hat sie sich einen Platz in der Qualifikation verdient. Den direkten Einzug ins Hauptfeld kann die derzeitige Weltranglisten-211. aber nach dem Zweitrunden-Out in Rom gegen Mirjana Lucic-Baroni (WTA 22) nicht mehr schaffen. Scharapowa musste mit einer noch nicht genauer diagnostizierten Verletzung am linken Oberschenkel beim Stand von 4:6, 6:3, 2:1 aufgeben. (abu/sda)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chnobli1896 17.05.2017 09:31
    Highlight Schlussendlich hat sie einen Fehler gemacht und soll nun dafür büssen. Bei Dopingsachen herrscht eine Holschuld betreffend den Informationen seitens Athleten. Und bei ihr ist die Information nicht mal angekommen obwohl die Athleten (oder ihr Staff) extra informiert wurden.
    2 0 Melden
  • Hayek1902 17.05.2017 09:29
    Highlight Wild cards sind für Schwangerschaften, Medizinische Probleme und andere Dinge und nicht für Betrüger. Richtiger Entscheid.
    2 0 Melden
  • SeKu 16.05.2017 22:43
    Highlight Ich fände den Entscheid richtig, wenn sie Paris nicht schon gewonnen hätte.
    Doch eine ehemalige Siegerin sollte immer spielen können, wenn sie will (und nicht gesperrt ist). Eine gewisse Ehre und Verbundenheit holt man sich mit einem Turniersieg.
    17 57 Melden
    • Favez 17.05.2017 09:19
      Highlight Und diese Ehre verspielt man sich wieder, wenn man wegen Doping gesperrt wird.
      Finde den Entscheid richtig. Es wäre den anderen Sportlerinnen gegenüber unfair ihr die Wildcard zu geben, nur weil sie ehemalige Turniersiegerin ist.
      Auch wenn es kein "schlimmes" Vergehen war und sehr viele Athleten das selbe Medikament nahmen bis Ende 2016. Einfach zu sagen, man wusste nicht Bescheid, reicht halt einfach nicht als Verteidigung.
      3 0 Melden
  • äti 16.05.2017 22:17
    Highlight Ich bringe das Gefühl nicht weg, dass Meldonium bloss ein Vorwand war. Und wenn eine Spielerin eine Strafe abgesessen hat, dann ist der Fall erledigt. Und wenn der franz. Präsi sie am Tournier nicht will, dürfte er den echten Grund angeben - ausser er hätte ein Problem damit.
    12 51 Melden
    • Stachanowist 16.05.2017 22:37
      Highlight Ein Vorwand wofür?
      28 2 Melden
    • Jol Bear 16.05.2017 22:57
      Highlight Der Grund ist, dass sie wegen der Sperre aus der Rangliste gefallen ist und die bisherigen, nach Ablauf der Sperre gewerteten Turniere noch nicht für einen Startplatz ausreichen. Ausser der Organisator gibt ihr eine Wildcard. Das Macht der Paris-Organisator aber nicht, muss er auch nicht. Für Wimbledon, dürfte es dann wieder auf reguläre Art für einen Startplatz reichen, ohne auf das Wohlwollen der Organisatoren angewiesen zu sein. Dann sollte es auch keine halbwegs begründete Anfeindungen anderer mehr geben, z.B. Bouchard, ausser der scheinbar unvermeidliche Zickenkrieg...
      20 2 Melden
  • Radiochopf 16.05.2017 21:24
    Highlight Meldonium ist anscheinend mehr oder weniger L Carnitin, dass man hier in der Schweiz im Detailhandel als Magnesium-Präparat legal kaufen kann ohne das man gleich als Doper angesehen wird.. Fakt ist, das sie härter und länger bestraft wurde als viele andere osteuropäische Sportler die Meldonium auch genommen haben und erwischt wurden... sie hat ganz klar den Fehler gemacht und die neuen Dopingmittel-Liste für 2016 nicht studiert.. eigentlich kann sie gleich aufhören, ihr Image als Doperin wird sie nun für immer tragen, vorallem wenn sie doch wieder ein Turnier gewinnen würde..
    29 11 Melden
    • Informant 16.05.2017 21:57
      Highlight So ist es. Von L-Carnitin habe ich auch noch eine Dose rumliegen. Ist gut fürs Herz und fördert die Regeneration nach Ausdauersport.

      Bei Scharapowa greift natürlich das Russenbashing. Das ist grad überall en vogue.
      Im Gegensatz dazu werden die Williams Schwestern im Westen rein gewaschen, obwohl diese sich "legal" mit diversen auf der Dopingliste stehenden Mitteln (bis hin zu Steroiden) vollpumpen. (Sind offenbar "schwer krank" und dürfen das)
      Als Nebenwirkung gibts dann im Falle von Serena Muckis auf deren Grösse wohl geschätzte 98% der Männer neidisch sind.


      27 31 Melden
    • Ominoreg 16.05.2017 22:33
      Highlight "Meldonium ähnelt strukturell L-Carnitin und hemmt dadurch dessen Synthese."

      Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Meldonium

      Es ist keineswegs "mehr oder weniger L Carnitin", sondern sorgt dafür dass die Umsetzung im Körper dessen zum Vorteil des Athleten beeinflusst wird, u.a. neben dem Effekt, dass der Metabolismus des Herzmuskels vom aeroben auf den anaeroben Stoffwechsel umgestellt wird und somit die Herzmuskelzellen besser mit Sauerstoff versorgt. Spitzenathleten bzw. Trainer sollten die Dopingliste kennen, bashing hin oder her.
      32 0 Melden
    • Favez 17.05.2017 01:09
      Highlight "Fakt ist, das sie härter und länger bestraft wurde als viele andere osteuropäische Sportler..."
      Sie wurde für 2 Jahre gesperrt, nach ihrer Einsprache wurde die Sperre auf 15 Monate reduziert. Die maximale Strafe wäre 4 Jahre gewesen. Sie hat also Strafmilderung bekommen. Aber ihr wurde nicht geglaubt, dass es ein Versehen war. Seit 2014 hat sie 7 Mal einen Fragebogen ausgefüllt und die Einnahme von Meldonium verschwiegen. Auch ihr Team wusste (bis auf den Arzt vom olympischen Team) nichts davon. Mit Russenbashing hat diese Strafe m.M.n. nichts zu tun.
      15 0 Melden
    • Favez 17.05.2017 01:16
      Highlight @Informant: Finde das auch komisch mit den ärztlichen Bescheinigungen für Asthma/ADHS usw. und dass gewisse Medikamente (Doping) dann plötzlich erlaubt ist. Aber das machen alle Nationen.
      3 0 Melden

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