Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wawrinka geht es gut! Stan the Man bestätigt Start am Australian Open

13.01.18, 06:13 13.01.18, 08:26


So schön feiert Stanislas Wawrinka

Stan Wawrinka wird am Australian Open in Melbourne nach sein Comeback geben. Der 32-jährige Lausanner bestätigt am Samstag seine Teilnahme, nachdem die letzten Trainingstage positiv verlaufen sind.

Um Stan Wawrinka (ATP 9) rankten sich in den letzten Tagen und Wochen viele Fragezeichen. Sein Comeback nach der halbjährigen Verletzungspause hatte er immer wieder verschoben, die Teilnahmen an den Exhibitions vor dem Jahreswechsel in Abu Dhabi und in dieser Woche in Melbourne kurzfristig abgesagt. Den Flieger nach Down Under bestieg er, ohne zu wissen, ob er am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres tatsächlich auch antreten wird.

Zwei Tage vor Beginn des Turniers im Melbourne Park gab der Champion von 2014 zumindest teilweise Entwarnung. Wawrinka wird am Dienstag zu seiner Erstrundenpartie gegen Ricardas Berankis (ATP 138) aus Litauen antreten. «Ich fühle mich besser, auch wenn ich körperlich noch nicht auf dem Niveau bin, das ich mir wünsche.» Der letzte Test am Samstag im Training mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert sei positiv verlaufen. Das wegen eines Knorpelschadens operierte Knie hält, auch wenn Wawrinka gelegentlich noch immer Schmerzen verspürt.

Wawrinka geht in Melbourne an den Start Bild: AP/AP

«Dass ich hier spielen kann, ist ein grosser Sieg für mich», sagte Wawrinka. Hinter ihm liegt die schwierigste Phase seiner Karriere, in der sich auch Erfolgscoach Magnus Norman von ihm trennte. Einen neuen Coach hat Wawrinka noch nicht verpflichtet, sein Fokus gilt vorerst dem körperlichen Wiederaufbau. Sein bisheriger Teilzeitcoach Yannick Fattebert wird ihn bis auf weiteres intensiver begleiten.

In Melbourne absolvierte Wawrinka als Vorbereitung auf das erste Highlight des Jahres eine intensive Trainingswoche, in der er unter anderen auch mit Rafael Nadal, Novak Djokovic und Grigor Dimitrov trainierte. Noch sei es ein langer Prozess, bis sein Körper und sein Spiel wieder auf dem absoluten Toplevel seien, sagte der dreifache Major-Champion. «Dieses Level wieder zu erreichen, ist mein Hauptziel in dieser Saison.»

Trotz der Ungewissheit über seine momentane Leistungsstärke tritt Wawrinka in Melbourne nicht ohne Ambitionen an. «Wenn ich nicht überzeugt wäre, dass ich hier Partien gewinnen kann, würde ich nicht auf den Platz gehen.» Ob Berankis, gegen den er noch nie gespielt hat, ein guter Startgegner sei, wisse er allerdings erst nach der Partie. Die zumindest auf dem Papier nicht allzu schwierige Auslosung hatte auf seinen Entscheid, in Melbourne anzutreten, nach eigener Aussage keinen Einfluss. (sda)

Unvergessene Tennis-Geschichten

06.01.1996: Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

20.01.2013: Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

21.01.1999: «Yips» beschert Anna Kurnikowa trotz Sieg einen unglaublichen Negativrekord 

24.01.2001: Hingis macht Kleinholz aus Serena und Venus und stürmt in den Australian-Open-Final

26.01.2002: Martina Hingis' Traum schmilzt bei 50 Grad im Glutofen von Melbourne weg

01.02.2009: Federer verpasst Sampras' Rekord und weint nach Pleite gegen Nadal bittere Tränen

13.02.2000: Roger Federer verliert seinen ersten Final, weint bittere Tränen und jammert, er werde nie mehr in ein Endspiel kommen

30.03.2002: Roger Federer bodigt zum ersten Mal die Weltnummer 1 – und diese ist sich sicher: «Er kann den Durchbruch schaffen»

30.04.1993: Wie ein Messerstich die Tenniswelt veränderte

31.05.2009: Robin Söderling fügt Rafael Nadal die einzige Niederlage an den French Open zu und ebnet Roger Federer den Weg zum Karriere-Grand-Slam

01.06.2009: Gedanklich ist Federer wohl schon ausgeschieden. Dann rettet ihn eine unglaubliche Vorhand auf dem Weg zum Karriere-Slam 

05.06.1989: Mondbälle, Krämpfe und ein «Uneufe»-Aufschlag – der 17-jährige Michael Chang treibt Ivan Lendl mit seinem Psychokrieg in den Wahnsinn

05.06.1999: Hingis' schwärzeste Stunde – zwei «Uneufe»-Aufschläge, gellende Pfiffe und bittere Tränen

06.06.2005: Nadals erster erster Streich am French Open – ganz Paris verliebt sich in das «Kind mit der donnernden Linken»

05.07.1997: Martina Hingis ist mit 16 Jahren die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

07.07.1985: Als jüngster Spieler aller Zeiten gewinnt Boris Becker Wimbledon und löst so einen Tennis-Boom in Deutschland aus

08.07.2001: Die Weltnummer 125 triumphiert in Wimbledon: Goran Ivanisevics grosser Traum wird doch noch wahr

08.08.1992: Marc Rosset holt sich an Roger Federers 11. Geburtstag den einzigen grossen Titel, der dem «Maestro» noch fehlt

10.08.2003: Andy Roddick ist einen Sommer lang der beste Tennisspieler des Planeten – dann vergeht ihm das Lachen für lange, lange Zeit

04.09.1977: Bei McEnroes drittem US-Open-Auftritt wird ein Zuschauer mitten im Stadion durch eine Pistolenkugel verletzt

05.09.1996: Sampras kotzt gegen Corretja auf den Court – denkwürdigstes US-Open-Tiebreak aller Zeiten 

20.09.2009: «Who ist the beeest? Better than the reeest?» Federer outet sich nach dem Davis-Cup-Sieg gegen Italien als Party-Tiger

25.10.2002: Nach Roger Federers Gegensmash wirft ihm Andy Roddick frustriert das Racket vor die Füsse

24.11.2009: Das kommt uns Spanisch vor – im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachflash

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Stan Wawrinka: «Habe gespürt, dass ich in Genf nicht willkommen bin»

Stan Wawrinka startet diese Woche gratis beim Geneva Open in Genf. Auf seine sportlichen Leistungen soll die fehlende Einigung mit den Organisatoren keinen Einfluss haben.

Stan Wawrinka verzichtet beim ATP-Turnier in Genf auf eine Antrittsgage. «Ich habe von Anfang an gespürt, dass ich nicht willkommen bin», fand der 33-jährige Waadtländer vor seinem Auftaktspiel am Dienstag (18.00 Uhr) gegen den Amerikaner Jared Donaldson (ATP 57) deutliche Worte. «Aber das wichtigste für mich war, in der Schweiz zu spielen.»

Der dreifache Grand-Slam-Champion und Genf-Sieger der letzten zwei Jahre erhielt zwar eine Wildcard, jedoch keinerlei finanzielle Entschädigung, wie er …

Artikel lesen