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Dieses Interview sorgt in der Tennis-Szene für Diskussionsstoff. bild: twitter

Kuriose Premiere beim US Open: Tennisspielerin gibt mitten im Spiel ein Interview und löst eine hitzige Debatte aus

Zwischen den Sätzen ruhen sich Tennisspieler auf den Bänken aus, denn Konzentration hat höchste Priorität – nicht so US-Tennisstar Coco Vandeweghe. Sie gibt kurzerhand einem Sportsender ein Interview, ein Novum an einem Grand-Slam-Turnier.

01.09.15, 15:25


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So etwas hat es in der Geschichte des Tennis noch nie gegeben: Coco Vandeweghe gibt während dem US-Open-Spiel gegen die Amerikanerin Sloane Stephens kurzerhand ein Interview.

Nach dem souveränen ersten Satz, den Vandeweghe mit 6:4 für sich entscheidet, setzt sich Moderatorin Pam Shiver des Sportsenders ESPN mit einem Mikrophon in der Hand zu Vandeweghe auf die Spielerbank. Die unglaubliche Szene können Sie sich hier anschauen:

Das Interview mit Coco Vandeweghe. DailyMotion/Sport Buzz

Vandeweghe war auf das Interview vorbereitet. Im Vorfeld hätte ESPN die Idee mit ihr besprochen, erklärt die US-Tennisspielerin gegenüber der WTA. «Pam hat mich vorgängig instruiert und mir dabei die Entscheidung bis zwei Sekunden vor Spielbeginn überlassen. Sie wollte zwischen zwei Sets auf den Platz kommen und mir zwei Fragen stellen. Wenn ich das nicht gewollt hätte, hätte ich jederzeit abbrechen können. Ich gab ihr ein Kopfzeichen und dann haben wir es gemacht», sagt Vandeweghe weiter.

Und Vandeweghe gibt zu: «Ich hatte Respekt, die Konzentration auf das Spiel zu verlieren.» So kann sie sich denn auch nicht mehr an die Antworten an Moderatorin Shivers erinnern. Sie glaube aber, dass es für das Spiel schon gut gewesen sei. «Zudem haben wir an WTA-Events auch Spielfeld-Coachings. Da wir dabei auch mit jemandem reden, könnte das ebenfalls zu Konzentrationsverlust führen. Ich denke das Interview war positiv», zieht Vandeweghe Bilanz.

Auf Twitter haben verschiedene Tennisspielerinnen ihren Unglauben, über das Interview während des Spiels, kund getan. Darunter gibt es auch positive Resonanz auf die spontane Aktion von Vandeweghe:

Nicht nur unter den Sportlern wurde das Interview diskutiert. Auch andere anwesende Sportmoderatoren waren überrascht:

Serena Williams hat ebenfalls eine klare Meinung zum Interview. «Ich bin zu alt für ein Interview während dem Spiel.» Sie glaube aber, dass es für die Zuschauer sicher spannend ist. «Man kann sich in die Gedanken des Spielers versetzen. Ich bin während dem Spiel sehr konzentriert. Ich denke darüber nach, wie ich spiele. Ich möchte dann nicht unbedingt Fragen beantworten. Ich möchte während der Partie im Moment drin sein», sagt Williams.

Vandeweghe fegt mit ihrem Spiel gegen Sloane Stephens alle kritische Stimmen über das ESPN-Interview vom Platz: Mit 6:4 und 6:3 unterstrich sie das deutlich. «Während einem Spiel gibt es viel Ablenkung. Wenn du es nicht schaffst diese bei Seite zu lassen, musst du dringend an deiner Spielart arbeiten», sagt die Amerikanerin.

«Es fühlte sich richtig an. Wenn es sich das nächste Mal nicht richtig anfühlt, werde ich nein sagen. Pam dann vom Platz zu weisen, stelle ich mir genau so unterhaltsam vor, wie ein Interview zu geben», scherzt Vandeweghe. (lgi/pre)        

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