Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Nadal muss Thiem zum Sieg gratulieren. Bild: AP/AP

Roger Federer ist wieder die Weltnummer 1 – weil Thiem Nadals Monsterlauf stoppt

Rafael Nadal verliert im Viertelfinal in Madrid gegen Dominic Thiem erstmals nach 21 Siegen wieder eine Partie auf Sand – und macht damit Roger Federer wieder zur Nummer 1.

12.05.18, 02:34 12.05.18, 09:21

Die Weltnummer 7 zeigte ein nahezu perfektes Spiel und setzte sich nach knapp zwei Stunden 7:5, 6:3 durch. Letztmals hatte Nadal auf Sand vor fast einem Jahr in Rom verloren – auch da im Viertelfinal gegen Dominic Thiem. Zwischen diesen beiden Niederlagen hatte Nadal auf Sand 50 Sätze in Folge gewonnen und damit einen Uralt-Rekord von John McEnroe (49 gewonnene Sätze in Folge auf Teppich) gebrochen.

Nachdem der Spanier in Madrid im vergangenen Jahr den Titel gewonnen hatte, verliert er nun so viele Punkte, dass Federer am kommenden Montag wieder die Spitze der Weltrangliste übernehmen wird. Es wird seine 309. Woche auf dem Thron sein. Allerdings könnte er diesen bereits in einer Woche wieder verlieren, wenn Nadal das Turnier in Rom gewinnen sollte.

Ab Montag wieder zuoberst auf dem Thron: Roger Federer. Bild: AP/FR171597 AP

Wie hoch der Sieg Thiems einzuschätzen ist, zeigt nicht nur die Tatsache, dass Nadal zuvor auf seiner Lieblingsunterlage fast ein Jahr lang nicht einmal einen Satz verloren hatte, sondern auch, dass der Österreicher noch vor drei Wochen in Monte Carlo gegen Nadal nur gerade zwei Games gewonnen hatte. In Madrid dominierte Thiem die oft hochklassige Partie gegen Nadal aber über weite Strecken und schlug 29 Winner (gegenüber 12 von Nadal). Der Spanier beging jedoch gleich viele Eigenfehler wie der Österreicher (28:28).

«Ich habe vorher gewusst, um Rafa zu schlagen, muss ich eine spezielle Leistung erbringen, und genau das habe ich heute gemacht», sagte Thiem im Interview auf «Sky». «Die Höhenlage hier in Madrid (knapp 700 Meter) kommt mir schon sehr entgegen und seinem Spiel vielleicht nicht so», gestand Thiem.

Auch die Fussballer waren in Madrid zugegen. Barcelonas Gerard Piqué grüsst Reals Lucas Vazquez. Bild: EPA/EFE

«Ein Sieg über Nadal ist immer etwas Aussergewöhnliches. Es sind ein paar Dinge, die den Sieg sehr speziell machen. Er hat zuvor 50 Sätze auf Sand gewonnen, und ich habe die aktuelle Nummer 1 der Welt besiegt. Und den mit Abstand besten Sandspieler in seinem Heimatland auf seinem Lieblingsbelag geschlagen», freute sich der 24-jährige Niederösterreicher. Im Halbfinal trifft er am Samstag auf den Südafrikaner Kevin Anderson, gegen den er alle sechs bisherigen Spiele verloren hat.

Auch in Rom dürfte es Thiem in der Hand haben, Federer die Nummer 1 zu bewahren. Nach Papierform würde er erneut im Viertelfinal auf Nadal treffen. (sda)

Die vielen Gesichter des «Maestros»

Roger Federer lädt sich die watson-App herunter

Video: watson

Unvergessene Tennis-Geschichten

06.01.1996: Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

20.01.2013: Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

21.01.1999: «Yips» beschert Anna Kurnikowa trotz Sieg einen unglaublichen Negativrekord 

24.01.2001: Hingis macht Kleinholz aus Serena und Venus und stürmt in den Australian-Open-Final

26.01.2002: Martina Hingis' Traum schmilzt bei 50 Grad im Glutofen von Melbourne weg

01.02.2009: Federer verpasst Sampras' Rekord und weint nach Pleite gegen Nadal bittere Tränen

13.02.2000: Roger Federer verliert seinen ersten Final, weint bittere Tränen und jammert, er werde nie mehr in ein Endspiel kommen

30.03.2002: Roger Federer bodigt zum ersten Mal die Weltnummer 1 – und diese ist sich sicher: «Er kann den Durchbruch schaffen»

30.04.1993: Wie ein Messerstich die Tenniswelt veränderte

31.05.2009: Robin Söderling fügt Rafael Nadal die einzige Niederlage an den French Open zu und ebnet Roger Federer den Weg zum Karriere-Grand-Slam

01.06.2009: Gedanklich ist Federer wohl schon ausgeschieden. Dann rettet ihn eine unglaubliche Vorhand auf dem Weg zum Karriere-Slam 

05.06.1989: Mondbälle, Krämpfe und ein «Uneufe»-Aufschlag – der 17-jährige Michael Chang treibt Ivan Lendl mit seinem Psychokrieg in den Wahnsinn

05.06.1999: Hingis' schwärzeste Stunde – zwei «Uneufe»-Aufschläge, gellende Pfiffe und bittere Tränen

06.06.2005: Nadals erster erster Streich am French Open – ganz Paris verliebt sich in das «Kind mit der donnernden Linken»

05.07.1997: Martina Hingis ist mit 16 Jahren die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

07.07.1985: Als jüngster Spieler aller Zeiten gewinnt Boris Becker Wimbledon und löst so einen Tennis-Boom in Deutschland aus

08.07.2001: Die Weltnummer 125 triumphiert in Wimbledon: Goran Ivanisevics grosser Traum wird doch noch wahr

08.08.1992: Marc Rosset holt sich an Roger Federers 11. Geburtstag den einzigen grossen Titel, der dem «Maestro» noch fehlt

10.08.2003: Andy Roddick ist einen Sommer lang der beste Tennisspieler des Planeten – dann vergeht ihm das Lachen für lange, lange Zeit

04.09.1977: Bei McEnroes drittem US-Open-Auftritt wird ein Zuschauer mitten im Stadion durch eine Pistolenkugel verletzt

05.09.1996: Sampras kotzt gegen Corretja auf den Court – denkwürdigstes US-Open-Tiebreak aller Zeiten 

20.09.2009: «Who ist the beeest? Better than the reeest?» Federer outet sich nach dem Davis-Cup-Sieg gegen Italien als Party-Tiger

25.10.2002: Nach Roger Federers Gegensmash wirft ihm Andy Roddick frustriert das Racket vor die Füsse

24.11.2009: Das kommt uns Spanisch vor – im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachflash

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Roger Federer lächelt wieder von der Spitze

Seit Montag ist Roger Federer wieder offiziell die Nummer 1 der Weltrangliste. Mit 36 Jahren und 279 Tagen ist er damit der älteste Führende der Weltrangliste und verbessert seinen eigenen Rekord.

Weil Rafael Nadal seinen Titel in Madrid nicht verteidigen konnte und in den Viertelfinals nach 50 Siegen auf Sand an Dominic Thiem scheiterte, ist Roger Federer seit Montag wieder offiziell die Nummer 1 der Tenniswelt. Der Baselbieter liegt 720 Punkte vor Nadal. Auch die Jahreswertung führt er noch an, obwohl er seit Februar kein Turnier mehr bestritten hat.

Mit 36 Jahren und 279 Tagen nimmt Federer nun also die 309. Woche als Nummer 1 der Welt in Angriff. Rekord. Er ist damit auch der Älteste …

Artikel lesen