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Serbia's Novak Djokovic receives medical treatment during his Men's Singles Match against Czech Republic's Tomas Berdych on day nine of the Wimbledon Tennis Championships at The All England Lawn Tennis and Croquet Club, London, Wednesday, July 12, 2017. (Gareth Fuller/PA via AP)

Da helfen auch Massagen nicht mehr: Wegen einer Ellbogenverletzung droht Djokovic eine längere Pause.  Bild: AP/PA

Murray out, Djokovic out  – Verletzungshexe sorgt in Wimbledon für Diskussionen 

Das Wimbledon-Turnier 2017 wird von vielen Verletzungen überschattet. Am Mittwoch traf es Andy Murray und Novak Djokovic. Dem Serben droht eine längere Pause. Er ist nicht alleine. 

13.07.17, 00:10 13.07.17, 06:26


Den Anfang hatte Stan Wawrinka gemacht. Als erster Top-Ten-Spieler verabschiedete sich der Waadtländer bereits am ersten Turniertag mit Knieproblemen aus Wimbledon. Sieben Aufgaben folgten bei den Männern in der 1. Runde, bei den Frauen überschattete die schwere Verletzung von Bethanie Mattek-Sands die erste Turnierwoche im All England Club. Und auch die beiden Schweizerinnen Viktorija Golubic und Timea Bacsinszky wurden von Blessuren gestoppt.

Verletzungen und Schmerzen gehören zum Tennis. Sie kenne niemanden, den keine Wehwehchen plagen würde, sagte Bacsinszky nach ihrem Ausscheiden. Gerade bei Murray und Djokovic kommen die Probleme nicht ganz überraschend. Djokovic war in den Jahren 2014 bis 2016 der dominierende Spieler auf der Tour und eilte von Sieg zu Sieg, Murray hatte sich und seinem Körper gegen Ende der letzten Saison auf der Jagd nach der Nummer 1 keine Pause gegönnt. Bereits im Frühjahr war er gezwungen, eine Pause einzulegen. Damals schmerzte der Ellbogen, vor und in Wimbledon traten beim Briten altbekannte Hüftprobleme auf.

«Ich bin frisch, fühle mich gut und habe viel Selbstvertrauen.»

Roger Federer

Djokovic schleppt seine Ellbogenverletzung seit eineinhalb Jahren mit sich herum. Nach seiner Aufgabe gegen Tomas Berdych sprach der Serbe von einer möglichen längeren Pause. «Die Ärzte hätte ihm verschiedene Optionen aufgezeigt», so Djokovic. Eine davon sei, sich operieren zu lassen.

Die besten Bilder von Wimbledon 2017

Roger Federer kann seinen beiden Rivalen nachempfinden. Die Situation von Murray und Djokovic ist vergleichbar mit seiner vor einem Jahr in Wimbledon. «Wegen den Rücken- und Knieproblemen konnte ich damals nicht frei aufspielen.» Federer zog die Notbremse, pausierte ein halbes Jahr, ehe er im Januar in Australien triumphal auf die Tour zurückkehrte.

Zuletzt verzichtete der Schweizer auf die Sandplatzsaison und bereitete sich so lang wie noch nie auf die Rasen-Saison vor. «Das Ziel war, dass ich in der zweiten Woche von Wimbledon körperlich in Topform bin.» Federers Planung scheint einmal mehr aufzugehen. «Ich bin frisch, fühle mich gut und habe viel Selbstvertrauen», sagte er nach seinem Einzug in den Halbfinal. «Ich bin für Grosses bereit.» (sda)

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