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Swiss Indoors, Halbfinals vom Samstag

R. Nadal – R. Gasquet 14.30 Uhr
R. Federer – J. Sock anschliessend

Um 23.30 Uhr darf Roger Federer doch noch die Gratulationen von David Goffin entgegen nehmen.
Bild: freshfocus

«Wach uf» und eine Verwarnung: So ärgerte sich Roger Federer über seine Viertelfinal-Aussetzer – gegen Sock muss er sich steigern

Mit Ach und Krach ist Roger Federer bei den Swiss Indoors in Basel zum 10. Mal in Folge in den Halbfinal eingezogen. Beim 6:3, 3:6, 6:1 gegen David Goffin war der «Maestro» dann auch merklich unzufrieden mit seiner Darbietung. Gegen den formstarken Jack Sock darf er sich keine Aussetzer mehr leisten.

31.10.15, 11:35 31.10.15, 14:05

Zu Beginn seines Viertelfinal-Matchs gegen David Goffin lief für Roger Federer noch alles wie geschmiert. Trotz schwacher Aufschlagsquote hatte er die belgische Weltnummer 17 mehrheitlich im Griff und so sicherte er sich den ersten Satz dank einem Break mit 6:3.

Im zweiten Durchgang leistete Goffin dann aber deutlich mehr Widerstand und die Partie bot immer spektakulärere Ballwechsel – leider gingen die immer weniger zu Gunsten des Schweizers aus. Im vierten Game nahm der Belgier dem Lokalmatador zum ersten Mal den Aufschlag ab.

«Hallo, hallo, wach uf!»

Federer zu sich selbst

Federer schaffte zwar umgehend das Re-Break zum 2:3, wurde danach aber gleich wieder gebreakt. Das war zu viel für sein Nervenkostüm. Wütend schlägt er einen Ball ins Publikum, worauf er vom Schiedsrichter verwarnt wurde.

Federer wird für «Ball abuse» verwarnt.
video: streamable

Auch nach verlorenem Startsatz konnte Federer seine Gemütslage – anders als gewohnt – nicht verbergen. Als er im zweiten Game einen Return auf Goffins zweiten Aufschlag leichtfertig ins Netz schlug, appellierte an sich selbst: «Hallo, hallo, wach uf!»

Der Weckruf an sich selbst.
video: streamable

Es nützte. Federer holte sich das Break und marschierte danach ungefährdet zum hart erkämpften 6:3, 3:6, 6:1-Erfolg. Natürlich wird der «Maestro» nach der Partie beim Platzinterview von Heinz Günthardt auf die Steigerung nach seinem Gefühlsausbruch angesprochen. Ob er immer so gut auf sich höre, wollte der Moderator wissen. «Das gute Zuhören habe ich von meinen Kindern, die sollen das ja auch machen», scherzte Federer nur.

US-Hoffnung Sock in Topform

Der «Maestro» trifft heute nach kurzer Erholungszeit um ca. 16.30 Uhr im Halbfinal auf Jack Sock (ATP 29), den er in diesem Jahr in Indian Wells im bisher einzigen Duell deutlich schlug. Der 23-Jährige erreichte als erster Amerikaner seit Andy Roddick 2010 in Basel die Halbfinals dank einem 5:7, 6:4, 6:2 gegen seinen Landsmann Donald Young (ATP 49). 

«Sock ist jung und hat keine Angst. Er ist ein lässiger Spieler und hat eine coole Vorhand.»

Federer über Sock

Das sind nicht die einzigen Parallelen zum letzten US-amerikanischen Grand-Slam-Sieger. Wie Roddick stammt Sock aus Nebraska und verfügt über einen exzellenten Aufschlag. Anders als «A-Rod» ist die bevorzugte Unterlage des 1,91-Meter-Hünen aber nicht Hartplatz, sondern Sand. Das liegt vor allem an seiner Spielweise: Wie Rafael Nadal schlägt er die Vorhand mit extrem viel Drall. 

Jack Sock: Die Mischung aus Andy Roddick und Rafael Nadal.
Bild: freshfocus

Seine grössten Erfolge feierte er bislang im Doppel. An der Seite des Kanadiers Vasek Pospisil gewann er vergangenes Jahr den Wimbledon-Titel. Das Nordamerika-Duo liegt auch dieses Jahr gut im Rennen und kämpft noch um ein Ticket für das Saison-Finale in London.

Sock ist momentan aber auch im Einzel in Topform: Seit dem US Open hat er nur gegen Rafael Nadal (in Peking) und Tomas Berdych (in Schanghai und im Final von Stockholm) verloren und unter anderem Gilles Simon und Richard Gasquet geschlagen. Federer ist aber gewarnt: «Sock ist jung und hat keine Angst. Er ist ein lässiger Spieler und hat eine coole Vorhand, die er mit enorm viel Spin spielt. Ganz ähnlich wie Rafa», weiss auch der «Maestro». Jetzt muss er nur noch so spielen, dass er sich nicht wieder über sich selbst ärgern muss.

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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