Sport

US Open, 1. Runde

Verdasco – Wawrinka 6:7 4:6 4:6

Djatschenko – Bacsinszky 1:6 1:6

Nara – Vögele 6:0 7:5

Verdasco bot dem Schweizer Paroli, zog letztendlich aber dennoch den Kürzeren. Bild: Frank Franklin II/AP/KEYSTONE

Auftakt zum US Open: Wawrinka bezwingt Verdasco, auch Bacsinszky siegreich, Vögele out

Stan Wawrinka lässt sich beim US Open in der 1. Runde nicht überraschen. Der Waadtländer löst die Aufgabe gegen den spanischen Routinier Fernando Verdasco letztlich sicher mit 7:6 (7:4), 6:4, 6:4. Auch Timea Bacsinszky bekundet beim Auftakt keinerlei Mühe.

30.08.16, 21:35 31.08.16, 07:00

Es war ein erster happiger Test, den Wawrinka in New York überstehen musste. Der 32-jährige Verdasco hat in seiner Karriere schon einigen Favoriten ein Bein gestellt. Mit seiner wuchtigen Vorhand kann er jeden Gegner in Bedrängnis bringen. Im ersten Satz war der Madrider der klar bessere Spieler, verpasste aber diverse Möglichkeiten, um für eine entscheidende Differenz zu sorgen. Wawrinka hielt sich im Satz und rettete sich ins Tiebreak.

Nach dem fast schon mirakulös gewonnenen ersten Umgang lief es Wawrinka besser, während sein Gegenüber offensichtlich noch mit den verpassten Chancen haderte und immer wieder Geschenke in Form von eigenen Fehlern verteilte. Vor allem in den entscheidenden Momenten agierte der Schweizer sicherer und effizienter. Ihm gelangen zum 2:1 im zweiten und zum 4:3 im dritten Satz die beiden einzigen Breaks der Partie.

Wawrinka zeigt sich gut in Form. Bild: X02835

In der 2. Runde trifft Wawrinka nun entweder auf den Amerikaner Denis Kudla (ATP 128) oder den Italiener Alessandro Giannessi (ATP 243). Gegen keinen der beiden stand er in der Vergangenheit im Einsatz. Für den letztjährigen US-Open-Halbfinalisten ist es aber auf jeden Fall eine lösbare Aufgabe.

Die Partie gegen Verdasco dürfte Wawrinka einiges an Selbstvertrauen eingebracht haben: Obwohl er längst kein perfektes Spiel zeigte, musste der Lausanner seinen Service nie abgeben und sparte Kräfte für den weiteren Turnierverlauf.

In der 2. Runde trifft Wawrinka nun auf den Italiener Alessandro Giannessi (ATP 243), der sich erstmals überhaupt für ein Grand-Slam-Turnier qualifiziert hat. In der 1. Runde schlug der Linkshänder den Amerikaner Denis Kudla (ATP 128) mit 0:6, 6:4, 6:1, 1:6, 6:0 schlug.

Bacsinszky nicht gefordert

Die Vorbereitung war für Timea Bacsinszky nach dem Gewinn der Silbermedaille im Olympia-Doppel alles andere als ideal. Umso besser passte die erste Gegnerin. Die 26-jährige Witalja Djatschenko aus Sotschi hat in diesem Jahr erst zwei Turniere bestritten und ist aktuell nur die Nummer 677 der Welt. Ein perfekter Einstieg ins Turnier also für Bacsinszky, nachdem sie nach Rio noch einige Tage mit einer Virusinfektion flach gelegen hatte.

Djatschenko spielte ungefähr so, wie es ihrem derzeitigen Ranking entspricht: harmlos und fehlerhaft. Die ehemalige Top-100-Spielerin war der 27-jährigen Waadtländerin in jeder Beziehung unterlegen und konnte sie nie auch nur ansatzweise fordern. Nach nur 62 Minuten beendete Bacsinszky ihren Arbeitstag mit einem Stoppball beim zweiten Matchball und setzte sich so mit 6:1, 6:1 durch.

Bacsinszky ist in der Sonne New Yorks siegreich. Bild: ANDREW GOMBERT/EPA/KEYSTONE

Der einfache Auftakt kam ihr nicht nur wegen der hektischen letzten Wochen zupass, sondern auch, weil das US Open nicht zu ihren bevorzugten Turnieren gehört. Bei der achten Teilnahme steht die Lausannerin erst zum vierten Mal in der 2. Runde. Selbst im letzten Jahr, wo sie sonst so überzeugend auftrat, scheiterte sie im New Yorker Stadtteil Queens bereits in der Startrunde.

Sie habe nicht recht gewusst, was auf sie zukomme, gab Bacsinszky zu. «Ich bin natürlich sehr zufrieden, wie es gelaufen ist.» Bei 100 Prozent sei sie noch nicht. «Aber ich bin auf gutem Weg.»

In die 3. Runde hat sie es auf der Anlage von Flushing Meadows überhaupt erst einmal geschafft – vor acht Jahren. Diesmal steht der Nummer 15 der Welt auf dem Weg dahin die in Usbekistan geborene Amerikanerin Varvara Lepchenko (WTA 68) im Weg. Die 30-jährige Linkshänderin wehrte gegen die in der Weltrangliste weit zurückgefallene Chinesin Shuai Peng (WTA 259), Bencic-Bezwingerin und US-Open-Halbfinalistin von 2014, drei Matchbälle ab und setzte sich nach fast zweidreiviertel Stunden 4:6, 7:6 (11:9), 6:3 durch. Die bisher einzige Begegnung mit Lepchenko verlor Bacsinszky vor sechs Jahren in Sydney in zwei Sätzen. 

Vögele gescheitert

Eine ärgerliche Niederlage gab es für Stefanie Vögele (WTA 100). Im vierten Duell mit der 20 Plätze besser klassierten Japanerin Kurumi Nara verlor sie zum vierten Mal. Die 26-jährige Aargauerin zeigte viel Moral und kämpfte sich nach einem katastrophalen Auftakt (0:6, 2:4) zurück. Im zweiten Umgang schlug sie bei 5:4 zum Satzgewinn auf, musste ihren Service aber abgeben. Danach vergab sie weitere Chancen zum 6:5 und zum 6:6, ehe ein Rückhand-Fehler nach knapp eineinhalb Stunden die Niederlage besiegelte. (sda)

Tennis-Quiz

Der STAN-ley-Cup – wie gut kennst du Wawrinka wirklich?

Hast du das Hawk-Eye? Erkenne die Tennis-Stars an ihrer Jubelfaust!

Sie glauben, Sie wissen schon alles über Roger Federer? Dann ist es für Sie ja ein Leichtes, bei diesem Quiz zu brillieren!

Roger oder Stan – du weisst immer noch nicht, welchem Schweizer Tennis-Star du die Daumen drücken sollst? Wir helfen dir!

Wie viel Stan Wawrinka steckt in dir?

Alle Artikel anzeigen

Die grössten Tennis-Stadien der Welt

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Typu 30.08.2016 22:30
    Highlight Wow. Was für ne 1. hürde. Horror los. Super gemacht stan!!!
    4 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 30.08.2016 21:46
    Highlight Stan war heute mental super unterwegs. Go Stan! 😎
    5 1 Melden

Immer mehr leere Plätze – die ATP-Finals und die Angst vor der Zeit ohne Federer und Nadal

Die Tenniswelt nach der Ära der grossen Fünf: Die ATP Finals bekommen diese Woche einen Vorgeschmack darauf. Und es ist kein schönes Bild. Nie blieben in der O2 Arena so viele Plätze leer.

Novak Djokovic ist in London omnipräsent. Zumindest, wenn man mit der U-Bahn in der O2 Arena ankommt. Gleich dutzendfach wirbt Lacoste mit seinem Konterfei an Wänden, Decken und Rolltreppen. «Christmas Crocodiles» nennt sich die Kampagne in Anlehnung an das Logo der französischen Traditionsmarke. In der Realität fehlt Djokovic an den ATP Finals, nachdem der fünffache Masters-Champion seine Saison nach Wimbledon abbrechen musste. Genauso wie Titelverteidiger Andy Murray, Stan Wawrinka, Kei …

Artikel lesen