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Tom Lüthi rutscht nach seinem Sturz ins Kiesbett. bild: twitter

Tom Lüthi nach seinem Sturz: «Ich muss meinen Ärger irgendwo raus lassen. Ich weiss noch gar nicht wie»

Tom Lüthi hat beim GP von Italien in Mugello den Sieg durch einen Sturz in der 3. Runde vergeben. Er sagt, warum er stürzte, wie er mit diesem Missgeschick umgeht und warum sein Selbstvertrauen keinen Schaden genommen hat.

31.05.15, 14:35 31.05.15, 16:21

klaus zaugg, mugello



Was ist passiert?
Tom Lüthi: Ich bin gestürzt.

Ja klar, das habe ich gesehen. Die Frage ist, was passiert ist.
Ich wollte sofort einen Abstand zwischen mich und meine Verfolger legen und dieses Rennen gewinnen. Dabei habe ich es übertrieben. Erst ist das Hinterrad weggerutscht und als das überstanden schien, klappte das Vorderrad ein.

Da war auch eine kleine Bodenwelle.
Ja, aber das kann keine Ausrede sein. Ich bin ich schon unzählige Male drüber gefahren. Das Problem war, dass ich es zu schnell gefahren bin.

Tom Lüthi rutscht das Vorderrad weg. Er stürzt und scheidet aus. gif: Srf

Sie sind zu grosse Risiken eingegangen?
Ja, ganz offensichtlich. Aber diese Risiken sind notwendig. Das ist hier kein Kindergeburtstag. Wenn ich vorne fahren will, dann muss ich Risiken eingehen und am Limit fahren. So ist der Rennsport. Ich fühlte mich so gut, alles stimmte und ich war sicher, dass ich das Rennen gewinnen kann. Ich ärgere mich sehr über mich selber. Erst recht, wenn ich sehe, welche Rundenzeiten dann gefahren worden sind. Da wäre ich dabei gewesen. Und es tut mir auch leid für meine Jungs im Team, die einmal mehr super für mich gearbeitet haben.

Sie haben den zweiten WM-Zwischenrang wieder verloren.
Wenn ich die Situation in der WM anschaue, dann wird mein Ärger noch grösser. Ich muss meinen Ärger irgendwo noch raus lassen. Ich weiss noch gar nicht wie. Vielleicht mit meinem elektronischen Schlagzeug.

Aber der Titel ist immer noch möglich?
Ja, natürlich. Erst ein Drittel der Saison ist vorüber.

Tom Lüthi muss jetzt wieder über die Bücher. Bild: Semedia

Sie sind seit dem Sieg in Le Mans so schnell wie seit ihrer letzten Titelsaison 2005 nie mehr. Ist dieses Selbstvertrauen nun durch diesen Sturz angeknackst?
 Nein, überhaupt nicht. Ich weiss, warum ich gestürzt bin und ich lag an erster Stelle. Das ist etwas ganz anderes als ein Sturz auf dem 20. Platz. Ich fühle mich super und ich würde am liebsten schon am Montag wieder ein Rennen fahren.

Sie nehmen Ihr Selbstvertrauen also zum nächsten Rennen in zwei Wochen in Barcelona mit?
Ja, klar und ich bin sicher, dass ich auch dort wieder ganz vorne fahren kann.

Der Start war perfekt. Dominique Aegerter übernahm die Führung und Sie brausten auf der Innenseite gleich auf Position zwei.
Ja, das ist wirklich perfekt gelaufen.

Vergebens versucht Tom Lüthi sein Motorrad wieder aufzurichten. gif:srf

War es so abgesprochen?
Wir haben uns vorher schon unterhalten. Aber dass es gleich so klappen würde, war nicht vorhersehbar. Es ist cool, dass Domi den dritten Platz geholt hat. Ich habe einen Fehler gemacht und trotzdem steht ein Schweizer, einer aus unserem Team, auf dem Podest.

Die Positionen sind jetzt auch klar: Dominique Aegerter kann nicht mehr Weltmeister werden. Wenn es in der Endphase der WM im Herbst um den Titel gehen sollte, dann kann er für Sie fahren.
Nun wollen wir nicht gleich übertreiben. Das ist alles noch sehr, sehr weit weg.

Die Schweizer Fahrer in der Moto2-WM 2015

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