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DAYTONA BEACH, FL - FEBRUARY 23:  Dale Earnhardt Jr., driver of the #88 National Guard Chevrolet, celebrates in Victory Lane with Jimmie Johnson, driver of the #48 Lowe's Chevrolet, after winning the NASCAR Sprint Cup Series Daytona 500 at Daytona International Speedway on February 23, 2014 in Daytona Beach, Florida.  (Photo by Tom Pennington/Getty Images)

Der falsche Champion Jimmie Johnson (links) gratuliert dem echten Sieger Dale Earnhardt Jr. Bild: Getty Images

Twitter-Ente

Wie das Internet in Daytona den falschen Rennfahrer zum Sieger kürte

Wegen eines langen Unterbruchs beim legendären «Daytona 500»-Rennen wiederholt eine TV-Station die Aufzeichnung vom vergangenen Jahr. Das Internet hört den Schuss nicht und überschlägt sich fast als bei der Übertragung «völlig überraschend» wieder der gleiche Fahrer wie 2013 gewinnt.

Eigentlich sollten die tollkühnen Rennfahrer beim «Daytona 500»-Rennen in Florida 200 Runden am Stück über den Asphalt heizen. Eigentlich. Denn nach 35 Runden geschieht beim Saisonauftakt der Nascar-Serie das, was im «Sunshine State» sonst ziemlich selten passiert – es beginnt zu schütten wie aus Kübeln.

A crew member uses a squeegee to remove water from pit road during a rain delay in the NASCAR Daytona 500 Sprint Cup series auto race at Daytona International Speedway in Daytona Beach, Fla., Sunday, Feb. 23, 2014. (AP Photo/Terry Renna)

Ein Helfer versucht die Strecke vom Regenwasser zu befreien. Bild: AP/FR

Nach 39 absolvierten Runden gibt der Wetterdienst kurz vor 15 Uhr zu allem Überfluss auch noch eine Tornadowarnung raus. Zuviel für die Rennleitung. Sie weist die Streckenposten an, die rote Flagge zu schwenken – Rennunterbruch.

Während die Zuschauerränge evakuiert werden, rauchen in der Zentrale des Fernsehsenders Fox Sports die Köpfe. Bald ist klar, dass der Unterbruch mehrere Stunden dauern könnte und der Sportkanal ist live auf Sendung.

DAYTONA BEACH, FL - FEBRUARY 23:  Ryan Newman, driver of the #31 Caterpillar Chevrolet, Justin Allgaier, driver of the #51 Brandt Professional Agriculture Chevrolet, Brian Scott, driver of the #33 Whitetail Chevrolet, Parker Kligerman, driver of the #30 Swan Energy Toyota, Terry Labonte, driver of the #32 C&J Energy Services Ford, Cole Whitt, driver of the #26 Speed Stick Gear Toyota, and Landon Cassill, driver of the #40 Hillman Racing Chevrolet, are involved in an incident during the NASCAR Sprint Cup Series Daytona 500 at Daytona International Speedway on February 23, 2014 in Daytona Beach, Florida.  (Photo by Brian Lawdermilk/Getty Images)

Statt solcher spektakulärer Live-Bilder, gab es plötzlich nur noch Regenwetter zu sehen. Bild: Getty Images North America

Um die Rennsportfans an den Bildschirmen nicht zu enttäuschen, beschliessen die verantwortlichen Produzenten, dass die Pause mit einer Aufzeichnung des letztjährigen Rennens überbrückt werden soll.

Die totale Verwirrung

Doch nicht alle Zuschauer begreifen auf Anhieb, was da gerade geschieht. Nachdem in der Aufzeichnung wenig überraschend wieder Jimmie Johnson, der Sieger von 2013, als erstes ins Ziel kommt, gratulierten ihm zahlreiche User auf Twitter.

Fox Sports versucht das Missverständnis sofort aufzuklären, aber irgendwie will niemand so richtig zuhören.

Nun wird es richtig peinlich. Auch Fox News, der auf Nachrichten spezialisierte Schwestersender von Fox Sports hat den Schuss nicht gehört und gratuliert dem angeblichen Doppelsieger über den offiziellen Twitter-Kanal.

Mit einer Verspätung von 6 Stunden und 22 Minuten kann das Rennen erst nach 21 Uhr fortgesetzt werden. Der «echte» Sieger heisst am Ende Dale Earnhardt Jr. Mit Humor nimmt es der «falsche» Champ, der übrigens Fünfter wird. Jimmie Johnson meldet sich via Twitter.

Die letzten Runden des Rennens vom Sonntag. Video: Youtube/Nascar



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