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The grounds crew make last minute adjustments delaying the start of the first leg of the MLS Eastern Conference final with the Montreal Impact facing the Toronto FC at the Olympic Stadium Tuesday, Nov. 22, 2016 in Montreal. (Ryan Remiorz/The Canadian Press via AP)

Das legendäre «Zeichnungswägeli» kommt zum Einsatz. Bild: AP/The Canadian Press

Wie einst der YB-«Zehnmeterpunkt» – peinlicher Fehler in MLS-Stadion

Ach, wie peinlich. Das Halbfinalspiel in der amerikanischen Major League Soccer zwischen Montreal und Toronto kann erst mit Verspätung angepfiffen werden. Grund dafür ist ein zu schmaler Strafraum im Olympiastadion von Montreal.



Da schütteln die eingefleischten Platzwärte ungläubig den Kopf. Weil der Strafraum nicht die richtigen Abmessungen hatte, konnte das Playoff-Halbfinale in der Major League Soccer zwischen Montreal Impact und Toronto FC erst mit etwa 30 Minuten Verspätung angepfiffen werden.

An overhead shot of the pitch is shown prior to the MLS Eastern Conference final between the Montreal Impact and Toronto FC at the Olympic Stadium in Montreal, Tuesday, Nov. 22, 2016. (Graham Hughes/The Canadian Press via AP)

Wer genau hinschaut, sieht das etwas fehlt im Olymipastadion von Montreal. Bild: AP/The Canadian Press

Ja du hast richtig gelesen, der Strafraum im mit Kunstrasen ausgestatteten Olympiastadion war zu klein. Und das hat bis jetzt keiner gemerkt? Genau, denn normalerweise spielt die Mannschaft von Klub-Besitzer Joey Saputo in dem nach ihm benannten Stade Saputo. Aufgrund des hohen Zuschaueraufkommens, das für dieses Spiel erwartet wurde, wechselte Montreal ins grössere Olympiastadion – mit zu kleinem Strafraum.

Drübersprayen und neu zeichnen

Den Schiedsrichtern fiel vor dem Spiel auf, dass der Sechzehner des Kunstrasens knapp zwei Meter zu schmal ist. Was tun? Also zuerst mal die alten Seitenlinien des Strafraums unsichtbar machen. Ganz einfach mit grünem Spray.

Dank dieser Aktion entstanden witzige Bilder, wie zum Beispiel dieses hier: 

Ein Strafraum ohne seine Seitenlinien.

Danach kommt das gute alte «Zeichnungswägeli» zum Einsatz und malt die Linien dort auf, wo sie richtigerweise hinkommen. 

Sodeli, alles wieder in Ordnung und das Spiel konnte beginnen. Das Heimteam liess sich durch diese kuriose Verspätung nicht aus der Ruhe bringen und siegte am Ende knapp mit 3:2.

Nach dem Spiel war aber der Strafraum natürlich das grosse Thema. Joey Saputo persönlich nahm Stellung und sagte:

«Das ist uns ein wenig peinlich. Das ist eindeutig unser Fehler, das hätte nicht passieren dürfen.»

Joey Saputo, Besitzer von Montreal Impact spon

FILE - In this Oct. 3, 2014 file photo Montreal Impact soccer club owner and president Joey Saputo speaks during a news conference in Montreal. Cash-strapped Serie B club Bologna is nearing a deal on being sold to a North American group. New York lawyer Joe Tacopina is slated to become the club president, with Montreal Impact president Joey Saputo the largest investor. Tacopina and Saputo will reportedly make an initial investment of 13 million euros ($16.5 million) plus provide a 7 million euros payout to the club's previous owners. (AP Photo/The Canadian Press, Graham Hughes, Files)

Joey Saputo ist Besitzer von Montreal Impact. Bild: AP/CP

Jedoch schiebt der Klubbesitzer die Schuld für die Verspätung auch etwas dem Schiedsrichter in die Schuhe und sagt:

«Es ist ihre Aufgabe, das zu checken. Leider waren sie etwas spät dran.»

Joey Saputo spon

Das Rückspiel findet ja dann auswärts in Toronto statt, wo der das Spielfeld hoffentlich der Norm entspricht. Hm, warte mal. Da kommt mir doch eine altbekannte YB-Story in den Sinn.

Zehnmeter statt Elfmeter

Wie die «NZZ» im Dezember 2006 berichtete, war im Stade de Suisse für mehrere Spiele der Penaltypunkt am falschen Ort auf dem neuverlegten Kunstrasen gezeichnet. 

Arbeiter aus Deutschland verlegen die ersten Bahnen Kunstrasen am Montag, 12. Juni 2006 im Stade de Suisse Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/ Lukas Lehmann)

Im Juni 2006 wird der Kunstrasen in YB verlegt, mit einem kleinen Fehler.  Bild: KEYSTONE

Erst als Schiedsrichter Martin Salm vor dem Heimspiel gegen den FC Sion die Distanz zu Fuss abgemessen hat, kam das Missgeschick zum Vorschein. Nur zehn statt elf Meter war der Punkt von der Torlinie entfernt, wie genaue Messungen ergaben.

L' arbitre de football Martin Salm gesticule lors du match du tour final LNA de football entre Servette FC et FC Thoune au Stade de Geneve, ce jeudi 17 avril 2003 a Geneve. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Martin Salm fand den «Zehnmeterpunkt» im Stade de Suissse. Bild: KEYSTONE

Schnell, schnell wurde der falsche Punkt übermalt und am richtigen Ort ein neuer hingepinselt. YB gewann das Spiel mit 2:1 und der «Zehnmeterpunkt» hat es mittlerweile ins YB-Museum geschafft. 

Blick ins Archiv: So sah der Schweizer Fussball früher aus

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