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Sefolosha's neuer Arbeitgeber heisst Atlanta Hawks. Bild: ERIK S. LESSER/EPA/KEYSTONE

NBA-Start

Sefolosha vor erster Saison mit Atlanta – Capela vor Debüt

Heute Dienstag beginnt die NBA-Saison 2014/15. Während Meister San Antonio sein Kader zusammenhalten konnte und als Favorit Nummer 1 gilt, muss Finalist Miami den Abgang von Starspieler LeBron James zu Cleveland verkraften.

27.10.14, 15:53 27.10.14, 16:22

Erstmals könnten in der National Basketball Association zwei Schweizer zum Einsatz kommen. Der Schweizer Pionier Thabo Sefolosha steht vor seiner neunten Saison in Nordamerika, der ersten mit den Atlanta Hawks. Ob und wann der im Juni gedraftete Genfer Clint Capela sein NBA-Debüt mit den Houston Rockets geben wird, ist offen.

Seit Februar 2009 hatte Sefolosha für die Oklahoma City Thunder gespielt. Nachdem er sich mit den Klubverantwortlichen nicht auf einen neuen Vertrag hatte einigen können, unterschrieb der 30-jährige Waadtländer Anfang Juli bei den Hawks. Beim Team aus Georgia erhielt er einen Dreijahresvertrag, dotiert mit über zwölf Millionen Dollar. 

Thabo Sefolosha entspannte im Sommer in seiner Heimat. Bild: EPA/KEYSTONE

Welche Rolle Trainer Mike Budenholzer für Sefolosha vorgesehen hat, wird sich weisen. In den Vorbereitungsspielen kam der Verteidigungsspezialist während durchschnittlich 20 Minuten zum Einsatz. Wie letzte Saison wird Atlanta wohl auch dieses Mal stark zu kämpfen haben, um sich überhaupt für die Playoffs zu qualifizieren.

Wegen einer Verletzung an der Leiste kam Clint Capela in der Vorbereitung der Houston Rockets nicht zum Einsatz. Anzunehmen ist, dass der 20-jährige Genfer vor seinem NBA-Debüt noch Erfahrungen in der Development League sammeln wird. Im Farmteam der Rockets, den Rio Grande Valley Vipers, wird er zu viel mehr Einsatzzeit gelangen. 

Clint Capela: Im Draft von den Houston Rockets gezogen. Bild: JASON SZENES/EPA/KEYSTONE

In der vergangenen Saison spielte Capela, Sohn eines Angolaners und einer Kongolesin, noch in Frankreichs erster Division für Chalon-sur-Saône. Houston sollte mit seinen Starspielern James Harden und Dwight Howard keine Mühe bekunden, die Playoff-Teilnahme zu schaffen.

Euphorie in Cleveland

Die Rückkehr von «King James» zu den Cavaliers hat die Kräfteverhältnisse in der NBA grundlegend verschoben. Mit LeBron James will Cleveland nach bitteren Jahren der Bedeutungslosigkeit wieder zum Erfolg zurückkehren. Nur gerade 97 von 328 Partien hatten die Cavaliers in den vergangenen vier Saisons gewonnen. 

LeBron ist zurück in seiner Heimat. Bild: Mark Duncan/AP/KEYSTONE

Doch seit dem Transfer von James, der in vier Jahren mit den Miami Heat zweimal den Titel gewann, herrscht in der Stadt wieder Basketball-Euphorie. Innerhalb von acht Stunden nach James' Zusage waren sämtliche Dauerkarten vergriffen. Die Fans, die ihn nach seinem Wechsel zu den Heat noch verfluchten, haben dem Superstar längst verziehen. Wichtigste Stützen neben James sind der Neuzugang und Olympiasieger Kevin Love sowie Allstar Kyrie Irving.

Als grösster Kontrahent im Osten gelten die Chicago Bulls. Mit Pau Gasol wurde das Team um einen erfahrenen Center verstärkt. Und mit Derrick Rose ist der Denker und Lenker der Bullen nach fast zweieinhalbjähriger Zwangspause nach einem Achillessehnenriss und Meniskusriss wieder fit.

Harmonie pur in San Antonio

Im Westen scheint die Dichte an Spitzenteams grösser. Vor allem Champion San Antonio, dessen Team um die Stars Tim Duncan, Manu Ginobili, Tony Parker und Kawhi Leonard komplett zusammengeblieben ist, wird von vielen als Topfavorit bezeichnet. Die Spurs sind mit Sicherheit das am besten eingespielte und harmonierende Team. Trainer Gregg Popovich nimmt schon die 19. Saison mit dem texanischen Klub in Angriff.

Tony Parker,Tim Duncan und Manu Ginobili (v.l.n.r.) wollen den Titel verteidigen. Bild: AFP

Genannt werden auch die Oklahoma City Thunder, die allerdings in der Anfangsphase der Saison auf ihren verletzten Topskorer Kevin Durant verzichten müssen und die Los Angeles Clippers. Die Los Angeles Lakers hingegen hat trotz Kobe Bryants Rückkehr von einer langwierigen Verletzung niemand auf der Rechnung.

Die in der Nacht auf Mittwoch Schweizer Zeit beginnende Qualifikationsphase endet Mitte April. Bis dahin entscheidet sich in insgesamt 1'230 Spielen (je 41 Heim- und Auswärtsspiele pro Team), welche 16 Mannschaften in die Playoffs kommen. Der Playoff-Final wird im Juni ausgetragen. (si)



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