Sport

Basketball-Superstar LeBron James hat gegen US-Präsident Donald Trump nachgelegt. Bild: AP

LeBron James hält eine flammende Rede gegen Trump – ohne ihn je beim Namen zu nennen

26.09.17, 11:18 26.09.17, 20:56

Basketball-Superstar LeBron James ist definitiv kein Freund von Donald Trump. Am Wochenende hatte er den US-Präsidenten auf Twitter als «Bum» («Penner») beschimpft, weil dieser NFL-Spieler, die während der US-Hymne aus Protest gegen Rassendiskriminierung und Polizeigewalt gegen Schwarze niederknieten, als «Hurensöhne» beschimpft hat. Nun hat «King James» nochmals nachgelegt.

An der Preseason-Medienkonferenz der Cleveland Cavaliers hielt er eine flammende Rede gegen Trump – ohne den US-Präsidenten dabei beim Namen zu nennen. 

LeBron James sagt, was Donald Trump falsch macht (englisch). Video: streamable

«Was mich am meisten frustriert, ist, dass er den Sport benutzt, um uns auseinander zu bringen», erklärte James. «Sport ist etwas Grossartiges. Sport bietet für jeden etwas, unabhängig der Körperform, Grösse oder Rasse. Er führt die Menschen zusammen. Ich lasse es nicht zu, dass eine Person, ganz gleich, wie viel Macht oder Einfluss sie hat, den Sport als Plattform nutzt, um uns zu spalten», erklärte der dreifache NBA-Champion.

«Ich wünsche mir das Beste für die amerikanische Bevölkerung, ganz unabhängig der Hautfarbe oder der Rasse. Wir wissen, dass dies das beste Land der Welt ist. Aber wir haben immer noch Probleme, genau wie alle anderen auch. Wir müssen einen Weg finden, wie wir wieder zueinander finden. Denn am Ende ist es das Volk, das unser Land führt und nicht bloss eine Person. Und schon gar nicht er.»

James erklärt auch gleich warum: «Er versteht es nicht, mit der Macht, dieses wunderschöne Land anzuführen, umzugehen. Er versteht nicht, wie viele Kids – egal welcher Rasse – zum Präsidenten der USA hochschauen und sich Orientierungshilfen, Führung und ermutigende Worte erhoffen. Das versteht er nicht. Und das macht mich wütender als alles andere. Als mächtigster Mann der Welt hätte er die Chance uns näher zusammen zu bringen. Aber das ist ihm völlig egal.»

James lobte die NFL-Exponenten – egal ob Spieler, Trainer, Fans oder Besitzer – für ihren Protest gegen Trump. «Es ist kraftvoll, was diese Sportler machen. Wir hatten auch den ersten MLB-Spieler, der protestiert hat. Das ist wundervoll. Ich befürworte das, was diese Jungs machen. Jeder, der einen Unterschied machen will, verdient Respekt», kommentierte der 32-Jährige aus Ohio die Reaktionen seiner Kollegen. Es gehe in keinster Weise darum, die Flagge oder das Militär respektlos zu behandeln, «es geht um Gleichheit und um die Freiheit, Ungerechtigkeiten anzusprechen.»

James: «Es geht nicht darum, die Flagge oder das Militär respektlos zu behandeln.» (englisch) Video: streamable

James dankte Vorreiter Colin Kaepernick, der die Protestwelle vor einem Jahr ausgelöst hatte, explizit: «Ich feiere Colin Kaepernick dafür, dass er so stark war und bedauere es sehr, dass er derjenige ist, den es getroffen hat. Wenn ich ein NFL-Team besitzen würde, würde ich ihn sofort unter Vertrag nehmen.» (pre)

Die komplette Pressekonferenz mit LeBron James. Video: YouTube/Ximo Pierto

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AJACIED 27.09.2017 00:18
    Highlight Wir wissen das es das beste Land ist? Ist ja nichts Neues das ein Amerikaner sowas von sich gibt. Einer der nichts über die Welt weiss sagt sowas. Ist ja klar das für ihn Amerika das beste ist wo sonst würde Mann ihn so mit Geld vollstopfen!
    Huere palaveri 🙈
    12 32 Melden
    • DaCrooked 27.09.2017 08:38
      Highlight Die Fussballer in Europa werden ja nicht mit Geld vollgestopft. In Europa ist man zu clever dafür.
      28 2 Melden
    • SonShine 01.10.2017 17:13
      Highlight Ich hätte an seiner Stelle auch diese Formulierung verwendet. Man will schliesslich die ganze Bevölkerung der USA ansprechen. Ein patriotisches Statement bringt da schon entsprechende Reichweite und hat einen dementsprechenden Effekt.
      0 0 Melden
  • Pingurin 26.09.2017 20:09
    Highlight Männer wie Kapernik und James sind wahre Champions. Ich find grossartig was sie und viele andere da machen... Und auch wie.
    49 9 Melden
  • banda69 26.09.2017 18:27
    Highlight Wer hat eigentlich den Schwachsinn erfunden, dass sich nur Pokitiker politisch äussern dürfen?
    55 7 Melden
    • DaCrooked 27.09.2017 08:41
      Highlight Rassisten, die eigentlich sagen wollen: "Halt die Klappe, mach deinen Job und unterhalte mich!"
      22 4 Melden
  • Weisnidman 26.09.2017 12:27
    Highlight Lieber James "ich verdiene wie blöd" LeBron, als erstes ist die USA niiiiiiiie und nimmer besser als die Schweiz! Und das nächste Mal ruf doch alle deine Fans auf wählen zu gehen, dann wäre das Resultat anders oder deutlicher.. 🙄🤔
    25 262 Melden
    • Ohniznachtisbett 26.09.2017 13:09
      Highlight Diese idiotische Neidgesellschaft, der du angehörst, ist genau so schlimm. Diese Spitzensportler können "nichts" dafür, dass sie so viel verdienen. Du würdest es wohl auch nehmen, wenn man es dir gäbe. Halten sie die Klappe, heisst es: Gerade sie als Vorbilder und in dieser Position sollten sich äussern. Äussern sie sich zu solchen Themen, heisst es: Diese Topverdiener können schon protestieren blablabla. Ich finde es toll, dass diese Eier beweisen um gegen Vorgänge zu protestieren, die ihnen nicht gefällt und so anderen weniger privilegierten die Chance geben es ihnen gleich zu tun.
      234 16 Melden
    • Dr.Ball 26.09.2017 16:50
      Highlight Nachdem Kommentar darfst du heute mit znacht ins Bett.
      41 5 Melden
    • Tschakkaaa! 26.09.2017 17:59
      Highlight Weisch würklich nid viel man.
      Viel zu verdienen und sich politisch zu äussern schliesst sich nicht aus. Ic bin froh tut er das. Mit Worten des einfachen Mannes aber mit viel Spirit. Ich bewundere nun nicht nur seina Ballskills sondern auch den Menschen. Well said Warrior!
      55 6 Melden
    • Weisnidman 27.09.2017 03:23
      Highlight Also liebe James Anhänger, als erstes war die gewalt gegen die "Minderheit" viel extremer in Zeiten von Obama als jetzt, dann hätten sie ihn auch kritisieren können. Es geht nicht ums Vermögen selbst, sondern das er und die Knie Equipe jetzt auf den antipresident zug aufgesprungen. Das hätte man auch früher machen müssen als "einer von ihnen" im weißen Haus war
      2 30 Melden
    • DaCrooked 27.09.2017 08:44
      Highlight Zudem engagieren sich die US Sportler (verfolge NBA und NFL) bzw Teams wenigstens regelmässig in ihren Städten.
      11 1 Melden
    • Ohniznachtisbett 27.09.2017 09:06
      Highlight Weisnidman: Was laberst du eigentlich? Sorry, Obama war kein Heilsbringer für den er sich verkauft hat. Er war aber ganz sicher nicht einer der den Rassenkonflikt angeheizt hat. Und dass jetzt so viele am Protest mitmachen, liegt daran, dass Trump sich explizit gegen diesen Protest ausgesprochen hat und diese als Hurensöhne bezeichnet hat. Obama hatte gesagt, dass er den Protest verstehe und die freie Meinungsäusserung der Spieler akzeptiere...
      19 2 Melden
    • Weisnidman 27.09.2017 12:30
      Highlight @ohniznachtisbett :
      Trump war vor der Wahl nicht anders als jetzt und deshalb wurde er gewählt! Punkt, ganz einfach. Warum sollte er sich jetzt verstellen?? Jetzt regen sich alle wegen seiner Ausdrucksweise auf, Obama hätte gesagt er verstehe den Protest... WTF?! Hätte das was verändert??
      Er ist nicht mein President, und nicht mein Problem.
      Die amis habe die Nase voll von der Gutmensch - Politik, so wie die Deutschen. Als auch die Schweizer, die SVP ist überall vertreten. Viel anders als die AfD ist sie nicht. Aber die Medien beschäftigen sich mit jedem kleinsten s%*ss was Donald sagt
      0 11 Melden
    • Ohniznachtisbett 27.09.2017 13:25
      Highlight Weisnidman: 1/2 Meine Güte du verstehst es nicht. Ich bin alles andere als ein Linker. Und ich glaube Obamas Bilanz ist sehr ambivalent. ABER:
      1. Obama hat sich zu diesen Protesten geäussert, nicht hätte, als er noch Präsi war.
      2. Wie einer im Wahlkampf redet ist eine Sache, ein Präsi-Amt gebietet auch eine gewisse Würde, da sind Ausdrücke wie Hurensohn völlig fehl.
      3. Man kann viele politische Ansichten haben, aber dort wo man Rassisten und Nazis in Schutz nimmt und Leute die sich dagegen aussprechen beleidigt und verhöhnt, da hörts auf.
      9 2 Melden
    • Ohniznachtisbett 27.09.2017 13:37
      Highlight 2/2:
      4. Ja, es ändert sehr wohl etwas an der Situation, wenn ein Präsi sich mit Leuten solidarisiert. Das Präsi-Amt ist dazu da ein Volk zu einen und nicht um zu spalten.
      5. Von was haben denn die Amis die Schnauze voll? Von was die Deutschen? Und die Schweizer? Die Zustände und Probleme dieser Länder sind nicht annähernd vergleichbar.

      Zu allem ist dieser Trump eine Gefahr für den Weltfrieden. Er legt sich mit Freund und Feind und allem an. Aber renn du nur weiter dieser falschen Orange nach.

      8 2 Melden
    • Weisnidman 27.09.2017 15:36
      Highlight Verstehen du nicht das die amis mir sch##segal sind??! Und wie ihr President redet ist mir auch egal! Sag mir mal welcher der letzten Presidenten war nicht eine Gefahr für den Weltfrieden??? Ob er jetzt wie ein Priester oder ein Asi redet ist auch egal. USA, D, CH und andere haben das Problem mit den Immigranten deshalb sind die rechten Parteien stark oder im Anmarsch. Anders als andere renne ich nimanden nach ;)
      0 6 Melden
    • Tschakkaaa! 27.09.2017 19:45
      Highlight @Weisnidman
      Für einen, dem alles s....egal ist gehst du ganz schön in die Luft. Trump ist deiner Retorik nach dein Vorbild. Na dann...gratuliere!
      4 2 Melden
    • Weisnidman 27.09.2017 22:55
      Highlight Muahahahaha mein Vorbild! Ganz im Gegenteil mein Lieber...aber hey der Typ ist usa President
      0 3 Melden

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