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Für die «Daily Mail» ist Kasamis Traumvolley gar schöner als die Jahrhundertkiste von Marco van Basten.  Bild: AP

Wohl sein schönstes Tor: Pajtim Kasami hämmert einen Volley unter die Latte

21. Oktober 2013: Pajtim Kasami erzielt gegen Crystal Palace ein Traumtor und begeistert damit ganz England. Für Tennis-Star Andy Murray ist das Tor des Schweizers gar das schönste, das er je live gesehen hat. Für die Auszeichnung «Treffer des Monats» reicht es dennoch nicht. 

21.10.16, 00:01 21.10.16, 08:42


In der 8. Runde der Premie League kommt es im Selhurst Park zum Londoner Derby zwischen Crystal Palace und Fulham. Bei den Gästen mit dabei sind die beiden Schweizer Pajtim Kasami und Philippe Senderos, die ein überragendes Spiel abliefern.

Fulham hat nach acht Spielen zehn Punkte auf dem Konto und will sich gegen den Vorletzten Crystal Palace weiter von den Abstiegsplätzen entfernen. Zunächst sieht es aber gar nicht gut aus. Dank eines Treffers von Adrian Mariappa können die Hausherren bereits in der siebten Minute in Führung gehen.

Doch dann kommt der grosse Moment von Pajtim Kasami: Der 21-jährige Schweizer Mittelfeldspieler, welcher bei Fulham zum wiederholten Male in der Startformation steht, wird in der 19. Minute von Mitspieler Sascha Riether mit einem 40-Meter-Pass in die Tiefe geschickt.

Das «impossible Goal» von Pajtim Kasami gegen Crystal Palace. Video: streamable

Kasami sprintet zur Strafraumgrenze. Er nimmt die Kugel mit der Brust an, fackelt nicht lange und donnert das Leder aus vollem Lauf unter die Latte. Wow, was für eine Kiste! Die Fussballwelt ist entzückt. Kasami hat, so scheint es, mit seinem Schuss die Gesetze der Physik ausgehebelt. Solch eine Flugbahn ist eigentlich gar nicht möglich.

Auch Senderos trifft

Für Fulham und die Schweizer Fussballgemeinschaft kommt es gar noch besser. Die «Cottagers» können noch drei weitere Treffer erzielen und gewinnen die Partie mit 4:1. Den Schlusspunkt setzt Philippe Senderos, der nach einem Corner trifft.

Philippe Senderos markiert Fulhams 4:1. Video: streamable

Highlight des Abends bleibt aber natürlich die Traumkiste von Pajtim Kasami. «Auf einen solchen Abend habe ich natürlich lange gewartet», so der Star der Stunde. 

Murray ist entzückt, Wilshere konsterniert

Der Treffer des jungen Schweizers wirft in Grossbritannien hohe Wellen. Sogar Wimbledon-Sieger Andy Murray gratuliert. «Der Treffer von Pajtim Kasami war wahrscheinlich das beste Tor, das ich je live gesehen habe», twittert der Tennis-Star.

Arsenal-Spieler Jack Wilshere, dem wenige Tage zuvor ebenfalls ein Goal der Extraklasse gelungen ist, twittert konsterniert: «Tja, mein Preis für das Tor des Monats ist weg.» Und das mag etwas heissen, denn Wilsheres Kiste gegen Norwich war eine absolute Augenweide. 

Ein Goal für die Fussballgeschichte

Die englischen Medien sind ebenfalls voll des Lobes für den Schweizer. Für den «Mirror» war Kasamis Hammer «ein Brüller», für die «Daily Mail» war der Kunstschuss «einer der grossartigsten Volleys überhaupt». Der Treffer sei sogar schöner gewesen als der legendäre Treffer von Marco van Basten aus dem Jahr 1988.

Tatsächlich: Die Ähnlichkeit mit dem Tor des holländischen Superstars ist unverkennbar. Die Diskussion, welche «Tor-Ellipse» nun schöner sei, ist indes müssig. Beide Treffer sind atemberaubend und werden ihren Platz in der Fussballgeschichte einnehmen, beziehungsweise behalten. 

Van Bastens Tor im EM-Final 1988 gegen die UdSSR. Video: YouTube/RetroGoalsHD

«Treffer des Monats» gehört trotzdem Wilshere

Die Auszeichnung für den Treffer des Monats geht übrigens trotzdem an Jack Wilshere, was Kasamis Hammer-Volley aber keinesfalls abwertet. Der Treffer des Arsenal-Mittelfeldspielers ist nämlich so schön, dass er dereinst wohl einen ähnlichen Legenden-Status haben wird wie der Kunstschuss van Bastens.

Jack Wilsheres Treffer gegen Norwich. One-Touch-Spiel zum Zungeschnalzen. Video: streamable

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