Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tour de France, 1. Etappe (Prolog)

1. Geraint Thoms (GBR)

2. Stefan Küng (SUI) +0.05

3. Wassil Kiryjenka (BLR) +0.07

4. Tony Martin (GER) +0.08

Ferner:
6. Chris Froome (GBR) +0.12

49. Richie Porte (AUS) +0.47

53. Nairo Quintana (COL) +0.48

68. Alberto Contador (ESP) +0.54

Stefan Küng riskiert im Zeitfahren alles, doch am Ende reicht es knapp nicht fürs Maillot Jaune. Bild: ROBERT GHEMENT/EPA/KEYSTONE

Küng verpasst Maillot Jaune nur um fünf Sekunden – Valverde schwer gestürzt

01.07.17, 18:49 02.07.17, 08:53


Debütant Stefan Küng fährt im Zeitfahren zum Auftakt der Tour de France auf den starken zweiten Rang. Der 23-jährige Schweizer aus der BMC-Mannschaft wird nur vom Waliser Geraint Thomas aus dem Team Sky geschlagen. Fünf Sekunden beträgt sein Rückstand nach dem 14 Kilometer langen Rundkurs auf den ersten Träger des Maillot Jaune.

Küng hatte sich bei seinem Debüt bei der «Grande Boucle» nichts weniger als das Maillot Jaune zum Ziel gesetzt. Damit hätte er Fabian Cancellara nacheifern wollen. Der in der letzten Saison zurückgetretene Berner konnte am 3. Juli 2004 bei seiner Tour-Premiere gleich das gelbe Leadertrikot an sich reissen.

Statt am Sonntag in Gelb zur 2. Etappe zu starten, muss sich Küng mit dem weissen Trikot für den besten Nachwuchsfahrer (unter 25 Jahren) trösten. Trotzdem darf der Thurgauer in Diensten des amerikanisch-schweizerischen Teams BMC von einem gelungenen Auftritt sprechen.

Dritter wurde der Weissrusse Wassil Kirijenka mit sieben Sekunden Rückstand. Der deutsche Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, der bei seinem Heimauftritt als grosser Favorit auf den Tagessieg gehandelt wurde, musste sich mit Platz 4 begnügen.

Valverde gibt nach Sturz auf

Die Bedingungen in Düsseldorf waren tückisch, die Strasse wegen des Regens nass und glitschig. Zahlreiche Fahrer stürzten, darunter auch Alejandro Valverde. Der Spanier knallte mit voller Wucht in die Abschrankung und musste die Tour nach wenigen Kilometern aufgeben. Nairo Quintana verliert also früh einen seiner wichtigsten Helfer.

Valverde knallt mit voller Wucht in die Abschrankung. Video: streamable

Valverde erlitt gemäss seiner Equipe womöglich einen Bruch der Kniescheibe. Ausserdem zog er sich eine tiefe Fleischwunde am Bein zu, als er mit grosser Wucht in die Absperrgitter rutschte. Valverde blieb nach seinem Sturz mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen, und er musste ins Spital gebracht werden.

Froome distanziert Konkurrenten

Von den Favoriten auf den Gesamtsieg hat sich Chris Froome in Stellung gebracht. Der Titelverteidiger verlor nur 12 Sekunden auf Teamkollege Thomas und nahm seinen Konkurrenten damit bereits viel Zeit ab. Richie Porte büsste 35 Sekunden auf Froome ein, Nairo Quintana sogar noch eine mehr. Alberto Contador liegt bereits 42 Sekunden zurück. 

Die 2. Etappe vom Sonntag führt über deutschen Boden nach Belgien. Die 203,5 km zwischen Düsseldorf und Lüttich sind vorwiegend flach und deuten auf einen Massensprint hin. Zu einem Umsturz im Gesamtklassement könnte es trotzdem kommen, da es für die Tagesschnellsten Bonifikationen zu gewinnen gibt. (pre/sda)

Tour de France: Perlen aus unserem Archiv

Video: watson

Unvergessene Radsport-Geschichten

30.01.2011: «Dummi huere Ruederer» und «Schiiss-Ponys» machen Reporter Hans Jucker zur Legende

14.02.2004: Der Pirat geht von Bord – aber in den Herzen der Fans lebt Marco Pantani ewig

17.06.1981: «Dä Gottfried isch für mich gschtorbe!» – 2 Tage nach dem Zitat seines Lebens fliegt Beat Breu ins Leadertrikot

14.07.2003: Armstrong rettet sich nach dem Horrorsturz von Beloki mit einem Höllenritt querfeldein über das Kornfeld

20.07.2006: Floyd Landis begeistert die Sportwelt mit einer historischen Flucht – und wird kurz nach dem Tour-Sieg als Doper entlarvt

11.10.1998: Ein halbes Jahrhundert nach Ferdy Kübler trägt mit Oscar Camenzind endlich wieder ein Schweizer das Regenbogentrikot

15.10.2011: Für einen Tag schlüpft Oliver Zaugg aus der Rolle als Helfer und feiert den grössten Triumph seiner Karriere

22.07.2001: Sven Montgomery erlebt an der Tour den schönsten Moment seiner Karriere – und nur drei Tage später den schlimmsten

24.04.1993: Järmann schlägt im Sprint Weltmeister Bugno und gewinnt das Amstel Gold Race

13.07.1967: Tom Simpson stirbt am Mont Ventoux – und sein Name wird zu einem Mahnmal für alle Radsport-Profis

09.04.2006: Ein Lenkerbruch und ein Albtraumsturz zerstören den grossen Traum von Armstrongs Edelhelfer

22.03.1995: Du kannst im Fitness-Center strampeln wie du willst – an den durchdrehenden Nüscheler kommt keiner ran

17.07.1992: Der Thurgauer Rolf Järmann bodigt Ex-Gesamtsieger Pedro Delgado und gewinnt die längste Tour-Etappe

21.07.2009: Jens Voigt stürzt fürchterlich und gibt drei Tage später ein obercooles Interview

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hugo Wottaupott 02.07.2017 06:46
    Highlight la tour toujours!
    0 0 Melden
  • fluh 01.07.2017 22:09
    Highlight valverde out und froome vorne... die tour ab dem ersten tag langweilig...?
    10 6 Melden
    • Waldorf 02.07.2017 12:41
      Highlight Als ob man die Tour de France einfach locker durchfahren könnte. Auch Froome muss ersteinmal in Paris ankommen...
      2 0 Melden

5 Etappen der Tour de France, bei denen sich das Einschalten besonders lohnt

Mit einer Flachetappe statt einem Prolog beginnt heute die Tour de France. Das ist spannend für Hardcore-Fans, aber dürfte für «normale» Zuschauer eher langweilig sein. Mehr Spektakel versprechen die folgenden Etappen.

Sonntag, 15. JuliArras – Roubaix, 156,5 km

Weder die Distanz macht diese Etappe hart, auch nicht die Anstiege. Dafür müssen 15 Kopfsteinpflaster-Abschnitte bewältigt werden, zum Teil solche des Frühlingsklassikers Paris – Roubaix. Chris Froome hat das Rennen ein Mal (vor zehn Jahren) bestritten und aufgegeben, Nairo Quintana war nie da, genau wie weitere Favoriten wie Richie Porte, Romain Bardet oder Vincenzo Nibali. Auf dieser Etappe wird die Tour nicht gewonnen – aber man kann sie mit …

Artikel lesen