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Eines der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt: Gestern war Pipifax, ab heute kommt’s beim Cape Epic knüppeldick 

Der Prolog ist geschafft. Doch damit haben die 1200 Fahrer erst 20 der 740 Kilometer durch die afrikanische Hitze zurückgelegt. Fast schon traditionell wartet in der 1. Etappe der Hammermann, damit auch wirklich alle wissen, worauf sie sich eingelassen haben. 

16.03.15, 08:44 16.03.15, 10:53

Reto Fehr, Südafrika

Zum zwölften Mal wird in dieser Woche das Cape Epic rund um Kapstadt ausgetragen. Das Rennen gilt als «Tour de France der Mountainbiker» und wird als einziges 8-Tages-Etappenrennen mit der Klassifizierung HC (hors catégorie) des Weltradverbandes UCI geehrt. 1200 Fahrer absolvieren die 740 Kilometer und 16’000 Höhenmeter in Zweierteams. Oder besser: Versuchen, diese zu absolvieren. Durchschnittlich erreichen rund 15 Prozent das Ziel auf dem Weingut Meerendal in Durbanville nicht. 

Live mit dabei

Die erste Etappe startet um 6 Uhr Schweizer Zeit. Jedes Team kann via Livetracking einzeln über die gesamte Strecke verfolgt werden. Hier geht es zum Tracking! watson berichtet täglich über das Rennen; von den Profis an der Spitze bis zu den Helden der Amateure im hinteren Bereich des Feldes.

Während vorne Stars wie Christoph Sauser, Jaroslav Kulhavy, Urs Huber, Karl Platt oder Konny Looser und Lucien Besançon um den Sieg fahren, strampeln, schieben, fluchen und fahren hinten Amateure durch die afrikanische Landschaft. Sie tragen vor allem ein Rennen gegen sich selbst aus. Ins Ziel kommen bedeutet alles.

Die Schweiz mit 67 Fahrern am Start

Auch in diesem Jahr stellt die Schweiz mit 67 Teilnehmern wieder die grösste «Ausländergruppe» am Kap der guten Hoffnung. Diese Hoffnung tragen unter anderem Reto und Markus mit, welche das Rennen schon 2013 erfolgreich beendeten. Oder der Engelberger Evert, der eigentlich mit Schwingerkönig Nöldi Forrer fahren wollte, Letzterer aber wegen eines Leistenbruchs ausfällt und so Matthias kurzfristig einsprang.  

Die Swissboks mit Roland, Patric und David an der Pre-Event-Party. Wer wissen will, ob die drei auch im Rennen eine so gute Figur machen, hier geht es zu ihrem Blog! Bild: watson

Erstmals versuchen sich dieses Jahr die «Swissboks» Roland und Patrik am Cape Epic. An der Pre-Event-Party glänzten sie noch als Wilhelm Tell verkleidet. «Hier können wir noch auffallen, auf der Strecke wird es schwieriger», erklärten sie in weiser Voraussicht. 

Die besten Szenen des Prologs. video: absacapeepic

Erfahrener sind da Albert und Andreas, die das dritte Jahr in Folge dabei sind und beim erfolgreichen Absolvieren in den exklusiven «Amabubesi»-Club («Stolz der Löwen» auf Zulu) aufgenommen werden. «Schaffen wir das, müssten wir nächstes Jahr fast wieder kommen, damit wir das berühmte ‹Amabubesi-Frühstück› einmal geniessen könnten», scherzten die beiden vor dem Rennen. Sie gehören wie viele weitere Schweizer zum Team Meerendal.

Abschiedsrennen von Christoph Sauser

Besonderes Augenmerk gilt in diesem Jahr Christoph Sauser, der seine Profi-Karriere mit dem Cape Epic beenden wird und mit Partner Jaroslav Kulhavy den Titel von 2013 wiederholen möchten. «Für mich geht es dieses Jahr nur um den Sieg», gibt der Rekordetappensieger (31) und Rekordgesamtsieger (4 Titel, wie Karl Platt) die Marschroute vor dem Rennen bekannt. 

Christoph Sauser (hinten) startet zu seinem letzten Rennen als Profi. Krönt er sich zum alleinigen Rekordsieger? Bild: Twitter

Beim Prolog kamen die beiden immerhin als Dritte aufs Podium. Sauser war damit nur viertbester Schweizer. Hinter dem überraschenden Siegerduo Martin Gujan und Fabian Giger platzierte sich Urs Huber mit dem deutschen Karl Platt auf Rang 2.  

Auch in der Frauen-Kategorie winkte mit Ariane Kleinhans eine Schweizerin von zuoberst vom Podium, genauso wie bei den Grand Masters Bärti Bucher. Der Grundstein ist also gelegt. 

Der Prolog war «easy», jetzt wird's brutal

Aber erfahrungsgemäss kann der Prolog als besseres Einfahren bezeichnet werden. Die 20 Kilometer und 600 Höhenmeter sind nichts im Vergleich, was in den nächsten sieben Tagen auf die Athleten wartet. Da gibt es täglich durchschnittlich rund 100 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu absolvieren. Dazu gesellt sich sandiger Untergrund und afrikanische Hitze. Kurz: Der Prolog ist Pipifatz, ab jetzt kommt's knüppeldick.

Auf der ersten Etappe von heute müssen die Karten erstmals wirklich auf den Tisch gelegt werden. 113 Kilometer und 2800 Höhenmeter bilden den Paukenschlag zum Auftakt. Die Fahrer dürften hoffen, dass die Wettervorhersage mit leichtem Regen eintrifft und es keine Gluthitze bei über 30 Grad wird. Denn wie so oft wollen die Organisatoren gleich zu Beginn klar stellen: Ihr seid am Cape Epic, einem der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt und wir zeigen euch grad mal, warum es die Auszeichnung Hors catégorie erhalten hat.

Die besten Bilder vom Cape Epic 2014

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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