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Chris Froome schaffte in diesem Jahr das seltene Double aus Tour de France und Vuelta. Bild: AP/AP

«Habe beim Asthma-Mittel die Dosis erhöht» – Chris Froome an der Vuelta positiv getestet

Gesamtsieg bei der Tour de France, danach auch bei der Vuelta: Es war das Jahr des Christopher Froome. Nach einem positiven Dopingbefund bei der Spanien-Rundfahrt gerät der Dominator des Radsports nun unter Druck.

13.12.17, 08:23 13.12.17, 10:20

Der vierfache Tour-de-France-Sieger Chris Froome ist an der Vuelta positiv auf die Substanz Salbutamol getestet worden. Das Mittel wird zur Behandlung von Asthma verwendet.

Nach der 18. Etappe der diesjährigen Vuelta ist im Urin des Briten der zu hohe Wert des Asthmamittels aufgefallen, wie der Rad-Weltverband UCI mitteilte. Die B-Probe hat das Ergebnis bestätigt. Die auffällige Probe Froomes bedeutet aber vorerst keine provisorische Sperre für den Briten. Der 32-Jährige muss aber erklären, warum der Grenzwert überschritten wurde.

Findet der Brite keine zufriedenstellende Antwort auf den erhöhten Wert, könnten ihm die Aberkennung des Vuelta-Sieges und eine Sperre drohen. Die UCI wollte sich zum laufenden Verfahren nicht weiter äussern. In einem vergleichbaren Fall war der ehemalige italienische Sprintstar Alessandro Petacchi 2008 für ein Jahr gesperrt worden.

Starkes Asthma als Erklärung

Froome bestätigte in einem Communiqué seines Rennstalls Sky die Probe und verwies auf seine Asthma-Erkrankung: «Es ist bekannt, dass ich an Asthma leide, und ich kenne die Regeln sehr genau. Ich benutze einen Inhalator, um meine Symptome zu behandeln, und ich weiss, dass ich jeden Tag getestet werde, wenn ich das Trikot des Führenden trage.»

In Froomes Urin ist an der Vuelta gemäss Sky ein Salbutamol-Wert von rund 2000 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) nachgewiesen worden. Der Grenzwert der Welt-Antidoping-Agentur WADA liegt bei 1000 ng/ml. «Die Auffälligkeiten bedeuten nicht, dass Chris die Regeln gebrochen hat», schrieb Sky in der Mitteilung. Es gebe «komplexe medizinische und physiologische Probleme, die den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Salbutamol beeinflussen könnten», liess Teamchef Dave Brailsford verlauten.

Chris Froome leidet wie so viele Radprofis an Leistungsasthma. Bild: EPA/KEYSTONE

«Da mein Asthma immer schlimmer wurde im Verlauf der Vuelta, habe ich auf Anraten des Teamarztes die Dosis erhöht. Wie immer habe ich jedoch grössten Wert darauf gelegt, die erlaubte Dosis nicht zu überschreiten», erklärte sich Froome.

2017 hat der Brite mit dem Sieg an der Tour de France und der Vuelta Historisches geschafft. Das Double in Frankreich und Spanien im gleichen Jahr war vor ihm nur den Franzosen Jacques Anquetil (1963) und Bernard Hinault (1978) gelungen. (pre/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hayek1902 14.12.2017 04:22
    Highlight Natürlich ist er gedopt. Ich bin mir absolut sicher, dass ein nicht gedopter Fahrer Tagesrundfahrten und einzelne Rennen gewinnen kann, ja sogar das Gelbe Trikot ein paar Tage tragen, aber wie soll man als nicht gedopter Rundfahrten gewinnen, wenn so viele andere erwiesenermassen gedopt waren. Auf diesem niveau kann man über mehrere woche ungedopt gar nicht mithalten, selbst mit besserer Genetik.
    2 2 Melden
  • fluh 13.12.2017 22:00
    Highlight wenigstens funktionieren beim radsport die kontrollen😁
    5 0 Melden
  • Radiochopf 13.12.2017 18:01
    Highlight 2500 US-Sportler haben die Lizenz zu dopen.. den Russen Staatsdooing vorwerfen + einfach sperreb, ob positiv oder negativ getestet das ist egal.. und Fancy Bears als Kremlnah zu betiteln um natürlich diese Leaks gleich als Fake oder Lüge abzukanzeln ist natürlich logisch.. auch wenn ich Cancellara toll finde, es würde niemanden überraschen wenn er doch gedopt war.. bei den anderen Sportler die in Fancy Bears Leaks erwähnt wurden wäre es genau so..die Williams Sisters hatten in ihren besten Zeiten stärker aufgeschlagen als ein Federer.. cmon! Wie naiv zu glauben Froome war nicht gedopt?!
    16 8 Melden
    • speaker33 13.12.2017 21:48
      Highlight „auch wenn ich Cancellara toll finde, es würde niemanden überraschen wenn er doch gedopt war“

      Genau solche Kommentare zeigen, wie stark die schlimmen Jahre des Radsports in manchen Köpfen noch verankert sind.
      Persönlich finde ich es den sauberen Radfahrern gegenüberunfair, wenn man ihnen bereits bei guten Leistungen misstraut.
      8 3 Melden
  • N. Y. P. 13.12.2017 15:22
    Highlight Nibali : "Es hat an diesen Tagen in Spanien geregnet, und so scheint es schwierig zu sein, dass er (froome) an Asthma litt. Ich habe das gleiche Problem, aber wenn es regnet, verursachen die Pollen keine Probleme und man braucht nicht einen Zug Ventolin (ein Mittel, das den Wirkstoff Salbutamol enthält) zu nehmen."

    Nibali ZWEIFELT damit mehr oder minder direkt Froomes Version an !!

    Nibali war 2. an der Vuelta 2017
    19 0 Melden
  • Snowy 13.12.2017 13:56
    Highlight Bin ich der einzige, der es etwas seltsam findet, dass gerade in DEM Ausdauersport schlechthin so viele Top-Athleten unter Asthma leiden...
    42 2 Melden
    • Mia_san_mia 13.12.2017 17:05
      Highlight Ja ich habe mir auch schon gedacht, dass das irgendwie komisch ist 🤔
      8 0 Melden
    • Gigi,Gigi 13.12.2017 20:08
      Highlight Je mehr angestrengt du bei jedem Wetter atmen musst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für Asthma. Im Skilanglauf hat praktisch jeder Anstrengungsasthma. Und darf daher - nicht zulezt auf dringendes Anraten der Sportärzte - Salbutamol nehmen. EIn Mittel, das seit je in Ausdauersportarten eingesetzt wird. Zum Beispiel an der Olympiade in Los Angeles 1984 haben wegen dem Smog alle deutschen Athlethen, die mehr als 20 Sekunden im Einsatz waren Salbutamol bekommen.
      6 2 Melden
    • Snowy 14.12.2017 11:07
      Highlight Dann ist es aber einfach ein leistungsförderndes Mittel und hat nichts mit dem Krankheitsbild im eigentlichen Sinne zu tun.

      Ein Top-Ausdauersportler kann gar nicht unter Asthma leiden im klassischen Sinne. Jeder der Asthma hat, weiss warum...
      3 1 Melden
  • speaker33 13.12.2017 13:03
    Highlight Schade, solche Vorfälle rücken den Radsport immer wieder in ein schlechtes Licht.
    15 1 Melden
  • länzu 13.12.2017 11:12
    Highlight Wieso überrascht mich das nicht. Der war wohl, wie Armstrong auch, an jeder Tour gedoppt.
    27 20 Melden
  • p***ylover 13.12.2017 10:53
    Highlight Ganz ehrlich, so richtig bewiesen ist hier noch gar nix - die Schlagzeile ist 99% der Meldung.

    Dass Froome dopt würde mich nicht überraschen, überhaupt nicht - aber so richtig überführt wurde er ja jetzt auch nicht.
    45 10 Melden
    • Joe Smith 13.12.2017 15:32
      Highlight Doch, ist er, gerade jetzt: Doppelt so hohe Dosis wie erlaubt. Dazu sollte man noch wissen, dass bereits die erlaubte Dosis etwa vier mal so hoch ist wie die therapeutische Maximaldosis …
      19 0 Melden
  • Spi 13.12.2017 10:38
    Highlight Asthmatiker aus Aushängeschilder in einem Ausdauersport - Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt!
    52 3 Melden
  • Karl Müller 13.12.2017 09:28
    Highlight Der wievielte Spitzensportler ist das jetzt, der "Asthma hat"? Offenbar sollte man Asthma nicht mehr als Krankheit ansehen, sondern als Hochbegabung.
    120 8 Melden
    • Randy Orton 13.12.2017 14:58
      Highlight Bei dieser körperlichen Beanspruchung und dem ganzen Dreck dem sie ausgesetzt sind, ist es nicht einmal unwahrscheinlich, dass viele an „Leistungs-/Anstrengungsasthma“ leiden. Die Frage ist, ob man Salbutamol und andere Medikamente zulassen soll oder nicht, die Asthmatiker haben dann halt möglicherweise einen Vorteil.
      19 5 Melden
  • Frank Drabin 13.12.2017 09:22
    Highlight Leider hab ich kein Asthma, darum wurde ich nie ein weltklasse Radfahrer, Triathlet oder Marathonläufer.

    Es ist eine Verarschung für alle Leute, doie wirklich an Asthma leiden, was diese Sportler da abziehen.
    100 15 Melden
  • currywurst 13.12.2017 09:14
    Highlight Hmm unfair,er macht ja nur was der Arzt sagt
    6 16 Melden
  • DerTaran 13.12.2017 09:03
    Highlight Ich glaube jeder zweite (Rad)sportler hat Asthma, ist das die Vorraussetzung für eine erfolgreiche Karriere?
    44 3 Melden
  • Ohniznachtisbett 13.12.2017 08:48
    Highlight Wenn man während 6 Wochen (Tour und Vuelta zusammen gerechnet) kaum eine Schwäche hat, nie die Kontrolle verliert, unantastbar ist, dann ist es halt schon sehr schwer zu glauben, dass hier alles mir rechten Dingen zu ging.
    36 7 Melden
    • mille_plateaux 13.12.2017 12:10
      Highlight Öh, Froome war eben an der diesjährigen Tour alles andere als unantastbar.

      Etappe 12 sah ihn von Bardet und Aru deklassiert; dass Aru nicht mehr daraus machen konnte, ist m.M.n. auf die Schwäche des Team Astanas zurückzuführen. Bardet & AG2R holten das absolute Maximum aus ihren sehr limitierten Mitteln heraus. Hauptgegner Porte schied bekanntlich während der 9. Etappe aus.

      Sky stellt seit Jahren die stärkste Equipe. Jeder Berghelfer ist gut genug, um in einem anderen Team den Leader zu machen.

      Heisst das, dass Froome sauber ist? Nö.
      Ist’s ein unwiderlegbares Indiz für Dopingsünden? Nö.
      31 1 Melden
    • Joe Smith 13.12.2017 15:34
      Highlight Eben: Bei Sky ist an der Tour jeder Helfer gut genug, um in einem anderen Team den Leader zu machen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
      6 2 Melden
    • Ohniznachtisbett 13.12.2017 17:21
      Highlight Gebe dir schon Recht. Nur, deklassiert... naja. Froome verlor da 22 Sekunden auf Aru. 18 Sekunden hatte er vor der Etappe Vorsprung, das ist weit weg von deklassiert. Froome war an diesem Tag nicht unwiderstehlich, um selbst zu gewinnen, aber abgehängt ist also anders. Wenn ich beispielsweise an Ulrichs Einbruch gegen Riis denke 1997.
      7 1 Melden
    • mille_plateaux 14.12.2017 00:30
      Highlight 22s auf knapp einhundert Metern einzubüssen ist dann doch ziemlich viel. Dass die Schwächephase in den darauffolgenden Tagen nicht ausgenutzt wurde, liegt eher am irrationalen Verhalten der Helfer Urans, die unerklärlicherweise für Froome eingesprungen sind.

      Dass das Team so stark aufgestellt ist, liegt auch in erster Linie an der finanzstarken Organisation. Geraint Thomas z.B. verdient als Edelhelfer mehr, als er dies je als Leader einer anderen Mannschaft täte.

      Noch einmal: Das sind alles keine Argumente für oder gegen die Sauberkeit Skys. Eine gesunde Skepsis ist angebracht. Mehr nicht.
      1 1 Melden
  • N. Y. P. 13.12.2017 08:45
    Highlight «Habe beim Asthma-Mittel die Dosis erhöht» – Chris Froome an der Vuelta positiv getestet. (titel)

    «Die Auffälligkeiten bedeuten nicht, dass Chris die Regeln gebrochen hat», schrieb Sky weiter.

    Ich sehe hier einen Widerspruch..
    21 6 Melden
  • Lifou 13.12.2017 08:39
    Highlight Das überrascht mich jetzt aber wirklich! Froome hat einen so ehrlichen Eindruck gemacht. Also ich glaube ihm die Asthma-Mittel-Ausrede...🙄
    88 22 Melden
    • chnobli1896 13.12.2017 09:15
      Highlight Ich glaube der saubere Eindruck von Froome entstand weil sein Team derart dominant war. Er musste selten selber in Entscheidung treten um Angriff abzuwehren. Wenn man seine Angriffe jedoch isoliert betrachtet waren sie in den letzten Jahren schon etwas (zu?) übermenschlich.
      10 7 Melden
  • Panda_007 13.12.2017 08:28
    Highlight ojeoje der 'achsosaubere' radsport hat dopingprobleme? etwas völlig neues...
    64 59 Melden
    • mille_plateaux 14.12.2017 00:34
      Highlight Die Welle wird auch in anderen Sportarten noch ins Rollen kommen. Ich hoffe nur, dass die bis dahin aus den Fehlern des Radsports gelernt haben und gleich von Beginn weg ordentlich ausmisten.
      0 0 Melden

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