Sport

Neuer Doping-Bericht: 90 Prozent der Radprofis sind noch immer gedopt

09.03.15, 17:13 09.03.15, 17:29

Ärzte, die für ihre systematischen Dopingpraktiken bekannt geworden sind, arbeiten gemäss dem unabhängigen Untersuchungsbericht des Rad-Weltsportverbandes UCI nach wie vor als Sportmediziner für Profis. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Papier über schwere Versäumnisse des Weltverbandes im Anti-Doping-Kampf hervor.

Trotz Sanktionen hätten die Ärzte – teils durch Mittelsmänner oder in anderen Ländern – heute einen Markt für den Doping-Handel. Zeugen hätten ausgesagt, der spanische Blutdoping-Doktor Eufemiano Fuentes behandle trotz seines vierjährigen Berufsverbots weiterhin Athleten.

Die gedopten Tour-de-France-Sieger

Ein anerkannter Profi habe ausgesagt, dass 90 Prozent des Hauptfelds im Radsport gedopt seien. Laut dem Report sind frühere Leistungssteigerungen von 10 bis 15 Prozent inzwischen nicht mehr möglich. Durch das engere Kontrollnetz sei der Nutzen von Epo-Doping auf drei bis fünf Prozent gesunken.

Die grösste Veränderung der Dopingprogramme sei, dass diese auf WorldTour-Niveau nicht mehr systematisch von den Teams organisiert seien, erklärten die Experten. Behandlungen würden inzwischen verborgen und individuell arrangiert. (pre/si)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans Jürg 10.03.2015 00:30
    Highlight Die Deppen doppen.
    0 0 Melden
  • scriptCH 09.03.2015 21:41
    Highlight 90% haaaaHaaaaa
    sorry aber eine solche leistung wie momentan im radsport ist kann mann ohne doping nicht gewinnen
    aber denke das man auch weitere sportarten besser unter die lupe nehmen soll;)
    0 0 Melden

Tom Simpson stirbt am Mont Ventoux – sein Name wird für immer zu einem Mahnmal

13. Juli 1967: «Es ist wie bei einem Autorennen, es geht weiter.» So wird ein Tour-Organisator zitiert, der gerade über den Tod eines Menschen spricht. Tom Simpson kollabiert am Mont Ventoux. Seit dem Tod des Briten wird der Missbrauch von Doping stärker verfolgt.

Es ist nicht gesichert, dass Tom Simpson diese Worte tatsächlich so gesagt hat. Doch möglich ist es allemal. Denn der Brite gilt als einer, der offen damit kokettiert, seine Leistung mit Tabletten und Pillen zu optimieren. Aufputschmittel betrachtet er als Medizin, nicht als Doping. Und einem Kranken wird man ja wohl helfen dürfen. Wobei Simpson zu seiner Zeit weiss Gott keine Ausnahme ist, der Umgang mit Doping ist selbstverständlich.

Als die Tour de France 1967 hinauf auf den Mont Ventoux …

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