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epa05136918 A handout picture provided by Photopress.be shows Belgian rider Femke Van Den Driessche competing in the women's Under 23 race at the 2016 cyclo-cross World Championships in Heusden-Zolder, Belgium, 30 January 2016. An UCI inspector found a hidden booster motor in a bike reportedly belonging to Femke van den Driessche.  EPA/PHOTOPRESS.BE/TIM VAN WICHELEN  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Femke Van den Driessche darf sechs Jahre lang keine Rennen bestreiten.
Bild: EPA/PHOTOPRESS.BE

Wegen Motörli im Velo: Belgische Radquer-Fahrerin von der UCI für sechs Jahre gesperrt

Der Radsport-Weltverband UCI hat die Radquer-Fahrerin Femke Van den Driessche für sechs Jahre gesperrt. Die Belgierin war mit einem Hilfsmotor im Fahrrad erwischt worden, hatte aber ihre Unschuld beteuert.

26.04.16, 14:28 26.04.16, 15:16


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Der Radsport-Weltverband UCI hat im ersten bekannten Motordoping-Fall eine harte Strafe ausgesprochen. Die Radquer-Fahrerin Femke Van den Driessche wurde für sechs Jahre gesperrt. Wie die UCI bekannt gab, gilt die Sanktion rückwirkend vom 11. Oktober 2015 an, die 19-jährige Belgierin muss zusätzlich 20'000 Schweizer Franken zahlen und auch die Prozesskosten übernehmen.

Van den Driessche war Ende Januar bei den Radquer-Weltmeisterschaften im belgischen Zolder erwischt worden. Ihr Rad wurde nach dem U23-Rennen wegen eines verbotenen Hilfsmotors beschlagnahmt. Van den Driessche hatte geschockt reagiert und beteuert, dass es sich um ein grosses Missgeschick handele.

Van den Driessche fährt der Konkurrenz auf und davon.
YouTube/CyclingTB

Anders sah dies UCI-Präsident Brian Cookson. «Es ist absolut eindeutig, dass ein technischer Betrug vorliegt», sagte er. Im Rahmen der Strafe wurden alle Ergebnisse von Van den Driessche seit dem 11. Oktober gestrichen. Damit verliert sie ihre U23-Titel als Europameisterin und belgische Meisterin.

Zuletzt hatte der lebenslang gesperrte italienische Dopingarzt Michele Ferrari behauptet, dass seit 2005 bei Rennen mit Hilfsmotoren gearbeitet wird. Die UCI setzt bei der Aufklärung von Motordoping auf Magnetresonanz-Untersuchungen per Tablet und bezeichnete diese Methode in einer Stellungnahme unlängst als «äusserst effizient».

Nach Angaben des Weltverbandes wurden in diesem Jahr bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in London 274, bei der Flandern-Rundfahrt 216 und bei Paris-Roubaix 232 Tests durchgeführt. (pre/bka/sid)

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Charly Otherman, 5.5.2017
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