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Auch der immer wieder einsetzende Regen machte den Fahrern zu schaffen. Bild: Daniel Ochoa de Olza/AP/KEYSTONE

«Fehler habe ich eigentlich keine gemacht, andere hatten am Ende einfach mehr Reserven als ich»

Während Fabian Cancellara seinen schlechten Beinen die Schuld für den 11. Rang an der WM gibt, hätte sich Michael Albasini gut gefühlt und ist mit seiner Helferrolle frustriert.

28.09.14, 22:00 28.09.14, 22:44

«Am Ende entscheidet, wer die besten Beine besitzt», hatte Cancellara bereits vor dem Rennen gesagt. Die besten Beine hatte Cancellara nicht. Nach dem Rennen und Rang 11 sprach der 33-Jährige aus Ittigen gar von «Krämpfen» auf der letzten von 14 Runden. «Fehler habe ich eigentlich keine gemacht, andere hatten am Ende einfach mehr Reserven als ich», so Cancellara, der zu Beginn des Rennens zwei Defekte zu beklagen hatte, in einer ersten Reaktion. «Ich hatte mich eigentlich gut gefühlt, auch während des Rennens. Die Rennsituation für einen Angriff hat sich aber nicht ergeben.»

Cancellara, der sich seit Monaten nur auf dieses eine Rennen vorbereitet hatte, wirkte irgendwie ratlos und wusste nicht so recht, wie er die «Niederlage» einordnen soll. Dem Regen, der für seine «Muskulatur sicher nicht das beste ist», wollte er ebenso wenig die Schuld geben wie der Tatsache, dass die Schweiz nur zu Dritt starten konnte. Fakt ist, dass Cancellara der ersehnte WM-Titel im Palmares weiterhin fehlt, der 4. Rang von Kopenhagen (2011) sein bestes WM-Resultat bleibt und er in dieser Saison auf internationaler Ebene «nur» gerade ein Rennen (Flandern-Rundfahrt) gewann. 

Lange hielt sich Fabian Cancellara im Hintergrund, aber in den vorderen Positionen auf. Bild: Daniel Ochoa de Olza/AP/KEYSTONE

Albasini frustriert – er fühlte sich bereit

Auf der finalen Runde des 254,8 km langen Rundkurses um Ponferrada war Cancellara wie erwartet auf sich alleine gestellt, seine Teamkollegen Albasini und Wyss hatten davor aber vorzügliche Arbeit geleistet. Wyss wich nicht von der Seite des Captains, Albasini hielt sich stets an der Spitze auf und schloss auf den letzten 70 km «wie besprochen» (Cancellara) und aufopferungsvoll Lücken. Gleich zweimal war Albasini als «Polizist» in einer Spitzengruppe vertreten. 

«Das war meine Rolle, die ich heute auszufüllen hatte», so der sichtlich frustrierte Albasini nach dem Rennen. «Ich denke, die habe ich gut erledigt.» Der Einsatz Albasinis brachte letztlich nichts. Im Gegenteil: Die Schweizer setzten - im Nachhinein gesehen - ihren Edeljoker viel zu früh ein. Das sah auch Albasini so: «Ich konnte zeigen, dass ich super Beine hatte. Mit diesen Beinen hätte ich vorne wohl mitmischen können, wenn ich auf die eigene Kappe hätte fahren können.» Dies durfte Albasini nicht. 

Michael Albasini ist nach dem Rennen frustriert. Er wäre gerne für sich gefahren. Bild: Tim De Waele/freshfocus

Falsche Taktik?

Dass Nationaltrainer Luca Guercilena voll auf die Karte Cancellara gesetzt hat, ist aufgrund der Klasse des Berners logisch und nachvollziehbar. Ein Vorwurf ist ihm deshalb nicht zu machen. Aber es ist kein Schelm, wer denkt, dass die Schweizer nach dem beherzten Auftritt Albasinis in diesem einen Rennen wohl besser auf das «Nell» statt auf den «Bauer» hätten setzen sollen.

Im Gegensatz zu Cancellara fährt Albasini noch nicht in die Ferien; am kommenden Wochenende tritt der 34-jährige Thurgauer zum Saisonabschluss an der Lombardei-Rundfahrt an. (si/fox) 



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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