Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIVE - DIE RAD-LEGENDE FERDY KUEBLER IST TOT. DER ZUERCHER STARB AM DONNERSTAG, 29. DEZEMBER 2016 IM ALTER VON 97 JAHREN - Swiss bicycle racer Ferdy Kuebler with a flower bouquet after finishing the Tour de France stage from Colmar to Zurich, pictured on July 12, 1955 in Zurich, Switzerland. Kuebler managed to secure the second place after reaching the finishing line on the race course in Zurich-Oerlikon. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str)

Der Schweizer Ferdy Kuebler mit Blumenstrauss nach Beendigung der Etappe der Tour de France von Colmar nach Zuerich am 12. Juli 1955 in Zuerich. Kuebler ersprintete sich bei der Zielankuft auf der Radrennbahn Zuerich-Oerlikon den zweiten Platz. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str)  
DIESES BILD DARF NICHT ARCHIVIERT WERDEN, ONE TIME USE ONLY

Hier gewann er viele Blumensträusse: Kübler 1955 auf der Rennbahn in Zürich-Oerlikon. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Der Schweizer Radsport würdigt Jahrhundertsportler Ferdy Kübler

Zwei Tage nach dem Abschluss der Tour de Suisse trifft sich die Schweizer Radsport-Familie heute Abend auf der Offenen Rennbahn in Zürich-Oerlikon. Dort wird an den im Dezember verstorbenen Ferdy Kübler erinnert.

20.06.17, 06:37


Die offizielle Würdigungsfeier für den zum Schweizer Jahrhundertsportler gewählten Ferdy Kübler findet im Rahmen der traditionellen Dienstagabendrennen statt. Organisiert von der Rennbahn, Swiss Cycling und der Tour de Suisse treffen sich aktive und ehemalige Schweizer Radrennfahrer sowie zahlreiche weitere Weggefährten Küblers und Grössen aus der Schweizer Sportszene.

Lebendiges Denkmal: Die Offene Rennbahn in Oerlikon. Video: YouTube/TheEyeMix

Das «Ferdy Kübler Memorial» soll weder eine Trauerveranstaltung noch eine Abdankung für Ferdy Kübler sein, so die Organisatoren in einer Mitteilung. Gewürdigt werden soll sein Lebenswerk. «Im Zentrum steht das, wofür Ferdy Kübler national gelebt, gelitten und gekämpft hat – der Radsport, in all seinen Facetten und Formen», so die Organisatoren.

Aktuelle Stars ehren den grössten Schweizer Rennfahrer

Nebst einem offiziellen Teil mit einer Laudatio von Matthias Remund, dem Direktor des Bundesamts für Sport, werden auf der Rennbahn Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen ausgetragen. Unter anderem treten die Elitefahrer in einem Ausscheidungsrennen an, einer alten Passion von Kübler.

Das Programm heute

Die Rennen des «Ferdy Kübler Memorial» beginnen um 18.15 Uhr. Der Festakt ist für 20 Uhr vorgesehen, Rennschluss ist um 22 Uhr, wobei das Festzelt noch etwas länger geöffnet bleiben wird.

An den Wettkämpfen werden unter anderen die aktuellen Schweizer Strassenprofis Stefan Küng, Gregory Rast, Martin Elmiger, Danilo Wyss, Michael Schär, Tom Bohli und Silvan Dillier teilnehmen. Als Gäste werden nebst der Familie von «Ferdy national» unter anderen Köbi Kuhn, Sepp Blatter, Karl Frehsner und Hausi Leutenegger sowie zahlreiche ehemalige Radprofis wie Urs Freuler, Albert Zweifel, Tony Rominger oder Urs Zimmermann erwartet.

Switzerland's Silvan Dillier is kissed by race hostesses after winning the sixth stage of the Giro d'Italia, Tour of Italy cycling race, from Reggio Calabria to Terme Luigiane, Italy, on Thursday, May 11, 2017.  (Alessandro Di Meo/ANSA via AP)

Silvan Dillier gewann am Giro d'Italia eine Etappe und vorgestern die Gesamtwertung der Route du Sud. Bild: AP/ANSA

«Le Fou pédalant»

Ferdy Kübler war Ende Dezember im Alter von 97 Jahren verstorben. Während seiner Aktivzeit gehörte «Le Fou pédalant», wie er respektvoll genannt wurde, zu den erfolgreichsten Radrennfahrern der Welt. In der Schweiz strahlten die Erfolge des Tour-de-France-Gesamtsiegers von 1950 weit über den Sport hinaus.

Ein Portrait über «Ferdy national» aus dem Jahr 1970. Video: YouTube/SRF Archiv

Letzte Woche hatte auch die Tour de Suisse dem Zürcher die Ehre erwiesen, indem sie die Spezialwertung «Fou pédalant» ins Leben rief. Geehrt wurde nach dem Abschluss der Schweizer Rundfahrt jener Radprofi, der am meisten Kilometer in Fluchtgruppen verbrachte. Die Auszeichnung holte sich der dänische Bahn-Olympiasieger Lasse Norman Hansen mit 370 Kilometern. (ram/sda)

Wo schon Kübler und Koblet siegten: Bilder der Offenen Rennbahn in Zürich-Oerlikon

13.07.1967: Tom Simpson stirbt am Mont Ventoux – und sein Name wird zu einem Mahnmal für alle Radsport-Profis

30.01.2011: «Dummi huere Ruederer» und «Schiiss-Ponys» machen Reporter Hans Jucker zur Legende

20.07.2006: Floyd Landis begeistert die Sportwelt mit einer historischen Flucht – und wird kurz nach dem Tour-Sieg als Doper entlarvt

22.07.2001: Sven Montgomery erlebt an der Tour den schönsten Moment seiner Karriere – und nur drei Tage später den schlimmsten

17.07.1992: Der Thurgauer Rolf Järmann bodigt Ex-Gesamtsieger Pedro Delgado und gewinnt die längste Tour-Etappe

11.10.1998: Ein halbes Jahrhundert nach Ferdy Kübler trägt mit Oscar Camenzind endlich wieder ein Schweizer das Regenbogentrikot

21.07.2009: Jens Voigt stürzt fürchterlich und gibt drei Tage später ein obercooles Interview

17.06.1981: «Dä Gottfried isch für mich gschtorbe!» – 2 Tage nach dem Zitat seines Lebens fliegt Beat Breu ins Leadertrikot

14.02.2004: Der Pirat geht von Bord – aber in den Herzen der Fans lebt Marco Pantani ewig

09.04.2006: Ein Lenkerbruch und ein Albtraumsturz zerstören den grossen Traum von Armstrongs Edelhelfer

15.10.2011: Für einen Tag schlüpft Oliver Zaugg aus der Rolle als Helfer und feiert den grössten Triumph seiner Karriere

24.04.1993: Järmann schlägt im Sprint Weltmeister Bugno und gewinnt das Amstel Gold Race

22.03.1995: Du kannst im Fitness-Center strampeln wie du willst – an den durchdrehenden Nüscheler kommt keiner ran

14.07.2003: Armstrong rettet sich nach dem Horrorsturz von Beloki mit einem Höllenritt querfeldein über das Kornfeld

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die Nati in der Verjüngungskur – so könnte das Kader bei der EM 2020 aussehen

Vladimir Petkovic plant mit der Schweizer Nationalmannschaft einen Umbruch. Unter anderem wird er in Zukunft nicht mehr auf Valon Behrami setzen. Doch welche Spieler stehen zusätzlich auf der Kippe? Und wer wird sie ersetzen? Ein Gedankenspiel.

Vladimir Petkovic leitet also einen Umbruch ein in der Schweizer Nationalmannschaft. Als er Valon Behrami mitteilte, dass in den kommenden Nati-Testspielen jüngere Spieler die Chance erhalten werden, sich für grössere Aufgaben zu empfehlen, gab der 33-jährige Behrami sofort seinen Rücktritt bekannt.

Hinter der Kommunikation Petkovics und des Verbands im Allgemeinen darf man Fragezeichen setzen. Doch der sportliche Entscheid, die jüngeren Spieler an die Mannschaft heranzuführen, ist richtig. …

Artikel lesen