Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Switzerland's national soccer team coach Ottmar Hitzfeld attends a training session at the stadium in Porto Seguro June 21, 2014. REUTERS/Arnd Wiegmann (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Ottmar Hitzfeld fatalistisch

«Wir haben Träume und ob diese in Erfüllung gehen, entscheiden wir selbst»

Während am spielfreien Tag einige Spieler am Strand herumtollten und den Geburtstag von Captain Gökhan Inler feierten, gab Nationaltrainer am Abend dem Schweizer Fernsehen ein Interview. Und verriet, wie man Messi stoppen will.

28.06.14, 00:13

Ein gutgelaunter Hitzfeld sieht die Schweiz am kommenden Dienstag zwar in der Ausseinseiterrolle, hat aber bereits Vorkehrungen für einen allfälligen Viertelfinal getroffen, wie der Lörracher gegenüber SRF schmunzelnd verriet.

«Das Achtelfinale zu erreichen ist eine grossartige Sache für ein kleines land wie die Schweiz.»

So werden die Zelte in Porto Seguro am Sonntag definitiv abgebrochen. Falls man nämlich die Gauchos besiegen würde, reise man auf seinen Wunsch direkt nach Brasilia weiter, um die Zeit zur nächsten Partie intensiv zur Regeneration nutzen zu können.

Hitzfeld zu seinem Wunsch: «Nur vier Tage später hätten wir das Viertelfinale in Brasilien. Die Reisestrapazen wären zu umständlich, wenn wir in Porto Seguro bleiben. Ausserdem könnte man sich so länger akklimatisieren, schliesslich liegt Brasilia auf 1100 Höhenmeter.»

Das Stadion von Brasilia: Ziel von Hitzfeld. Bild: DAVID GRAY/REUTERS

«Nochmals das ganze Trainerleben erlebt»

Der 65-jährige gibt zu, in der Gruppenphase ein Gefühls-Achterbahn durchlebt zu haben: «Ich habe alle Facetten eines Trainers in den drei Spielen erlebt. Gegen Honduras der fantastische Last-Second-Sieg, eine deftige Niederlage gegen Frankreich und die Gefühlsexplosion gegen Honduras, wo wir sehr gut organisiert waren.»

«Ich habe alle Facetten eines Trainers in den drei Spielen erlebt.»

Assistenztrainer Michel Pont herzt Hitzfeld. Bild: Pier Giorgio/freshfocus

Argentinien als grosse Herausforderung

«Wir wissen das Argentinien der Favorit ist, aber in einem Spiel ist alles möglich», meinte Hitzfeld. Beim Aufzählen der Stars nannte er neben Messi auch Higuain, der brandgefährlich sei, Angel di Maria, der viel Druck mache sowie Ezequiel Lavezzi, der ein grandioser Fussballer sei. Nach Fernando Gago brach er das Name-Dropping ab, wohl im Wissen darum, dass die Sendezeit begrenzt ist.

«Wir wissen das Argentinien der Favorit ist, aber in einem Spiel ist alles möglich»

Auf die Frage, ob man Superstar Lionel Messi mit Manndeckung aus dem Spiel nehmen könne, wiegelte der deutsche Erfolgscoach ab:« Es macht keinen Sinn, gegen Messi Manndeckung zu machen. Dieser Spieler würde dann im Mannschaftsgefüge fehlen und somit würden sich Löcher in der Defensive auftun. Wenn man als Einzelkämpfer gegen Messi antritt, holt man sich nach einer Viertelstunde bereits die gelbe Karte ab.»

Diesen Mann gilt es zu stoppen: Lionel Messi. Bild: DARREN STAPLES/REUTERS

Stattdessen will der Nationaltrainer eine solidarische Elf auf dem Platz sehen: «Messi muss man gemeinsam im Mannschaftsverbund bremsen», ist Hitzfeld überzeugt, «ein enges Netz» muss man um den argentinischen Superstar aufziehen.

«Der Iran hat mit seinen Torchancen gezeigt, dass Argentinien durchaus verwundbar ist», so Hitzfeld. Das soll seinem Team Mut machen: «Wir haben Träume und ob diese in Erfüllung gehen, entscheiden wir selbst!»

Die Spieler ziehen einen genügsamen Tag ein

Während einige Spieler den Tag mit Geburtstagskind Gökhan Inler – der Captain hat nun die 30 auf dem (silber-) Rücken – den Tag am eigenen Hausstrand verbringen, hängen andere Spieler lieber am Pool rum oder lassen sich massieren.

Screenshot: facebook/LichtsteinerOfficial

Ricardo Rodriguez schreibt dazu: «Kräfte sammeln für Argentinien.» Screenshot: facebook/ricardorodriguez34

Als Social-Media-Partner des Hiltl Public Viewing tickern wir direkt aus der Maag Event Hall in Zürich. Dabei können Sie uns beim Arbeiten über die Schulter schauen, via User-Input und Twitter mitdiskutieren und dabei sogar Gratis-Bier gewinnen!

Das Hiltl Public Viewing wird mit bis zu 5000 Fussballfans pro Spiel das grösste WM-Erlebnis der Stadt Zürich. Kostenlos kann bei allen 64 Spielen live In- und Outdoor auf diversen Big Screens mitgefiebert und gefeiert werden. Dazu gibt’s Bier, Drinks, Grill und Hiltl-Spezialitäten.

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wer auch immer gegen Seferovic gepfiffen hat – schaut in dieses Gesicht und schämt euch!

Es läuft die Schlussphase im Basler St.Jakob-Park, Nordirland rennt – je länger das Spiel läuft – immer mehr an. Die Schweiz wird in die Defensive zurückgedrängt, zittert sich regelrecht an die WM. In der Nachspielzeit sollte Rodriguez gar auf der Linie klären müssen.

Vladimir Petkovic reagiert spät. Erst in der 86. Minute nimmt er den völlig ausgepumpten und während der ganzen Partie glücklos agierenden Haris Seferovic vom Platz. Als der Schweizer den Rasen verlässt, wird er tatsächlich …

Artikel lesen