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Croatia's players protest after referee Yuichi Nishimura of Japan (bottom L) awarded a penalty against them for a foul on Brazil's Fred (9) during their 2014 World Cup opening match at the Corinthians arena in Sao Paulo June 12, 2014. REUTERS/Pawel Kopczynski (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Fred am Boden, der Schiri im Fokus: Penalty für Brasilien. Bild: Reuters

Brasilien schlägt Kroatien 3:1

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber den WM-Gastgeber zum Sieger im Eröffnungsspiel

Brasiliens Superstar Neymar war die grosse Figur im ersten WM-Spiel 2014. Doch die unterlegenen Kroaten hadern zurecht mit dem japanischen Schiedsrichter.

13.06.14, 02:03 13.06.14, 11:45

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Die Szene des Spiels

GIF: SRF

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Wer richtet's Ottmar Hitzfeld aus?

Ein Schauspiel auf der grössten Fussballbühne der Welt

Nein, man müsste nicht zwingend zu Boden gehen, wenn man so wie Fred kaum vom Gegner berührt wird. Aber man kann. Und darauf hoffen, dass der Schiedsrichter einen für die Schauspieleinlage nicht verwarnt, sondern dass er auf diese hereinfällt und einen Penalty gibt.

Schiedsrichter Yuichi Nishimura aus Japan tat Stürmer Fred und ganz Brasilien den Gefallen. Für die Kroaten und den Rest der Welt unverständlicherweise zeigte er nach dem leichten Trikotzupfer von Dejan Lovren auf den Penaltypunkt. Neymar lief an, Neymar traf, nach dem Ausgleich zum 1:1 schon sein zweites WM-Tor.

Goalie Pletikosa ist noch dran, kann aber Neymars Penaltytor nicht verhindern. Bild: Getty Images South America

Der Frust des Verlierers

«Keiner im Stadion und von den zwei Milliarden vor dem Fernseher hat in dieser Szene einen Penalty gesehen.»

Niko Kovac, Nationaltrainer Kroatien

Während die Mehrheit der Fussballfans sich primär an der mangelnden Fairness Freds stossen, kritisiert ihn der kroatische Nationaltrainer Niko Kovac nicht. «Ich werfe Fred nichts vor. Nur dem Schiedsrichter. Er stand gut und sah alles.»

Dass sogar die brasilianische Fussball-Bibel O Globo den Penaltypfiff als «zweifelhaft» bezeichnet, sagt alles. Der frustrierte Kovac hofft auf bessere Leistungen der Unparteiischen im weiteren Turnierverlauf. «Dieser Schiri stand komplett neben den Schuhen. Wenn das so weiter geht, dann ist die WM nichts als eine Zirkus-Veranstaltung.»

Die Kroaten können's nicht fassen: Nishimura zeigt auf den Punkt. Bild: AP

Alle Augen auf Neymar gerichtet

Dass ausgerechnet Neymar überhaupt dazu kam, zwei Tore zu erzielen, ist aus Sicht der kroatischen Fans ebenfalls höchst umstritten. Denn unmittelbar vor seinem ersten Streich streckte der Superstar des FC Barcelona seinen Kontrahenten Luka Modric von Barça-Erzrivale Real Madrid mit dem Ellbogen nieder.

Andere Unparteiische haben Täter wie Neymar auch schon vom Platz gestellt, anstatt dass sie ihm so wie Nishimura bloss Gelb gezeigt haben. Zeigte sich in dieser Szene, dass der Brasilianer den gewaltigen Druck, der auf seinen Schultern lastet, eben doch spürt? Wie er andererseits die Verantwortung beim Penalty übernahm, belegte, dass Neymar anscheinend sehr wohl mit der riesigen Erwartungshaltung im WM-Gastgeberland umgehen kann.

Jubelnder Neymar: Wo ist der sechste WM-Titel für Brasilien? Bild: Reuters

Vor der eigenen Türe kehren

Es ist die älteste Ausrede der Fussballgeschichte, wenn man alle Schuld an einer Niederlage bloss dem Schiedsrichter in die Schuhe schiebt. Dennoch: Der Plan der Kroaten ging bis zum 1:2 auf – bis eben zu dem Tor, das nicht hätte fallen dürfen, weil es kein Penalty war.

Allerdings sollten die Rot-Weiss-Karierten nicht vergessen, dass auch einer der Ihren eher auf Seiten Brasiliens zu stehen schien. Goalie Stipe Pletikosa machte beim ersten und beim dritten Gegentor eine schlechte Falle; langsam wie eine SBB-Barriere senkte er sich gegen den Rasen.

Aus Marcelo wurde Marcelovic …

Was das WM-Eröffnungsspiel noch brachte? Die Wiederentdeckung der Spitzguuge! Oscar erzielte den letzten Treffer der Partie aus der Distanz mit der Fussspitze – eine Schusstechnik, die man auf diesem Niveau eher selten sieht.

Und die erste von 64 Partien brachte natürlich auch das Kuriosum, dass der erste Treffer ein Eigentor war. Nach dem Leibchentausch mit Modric wurde Torschütze Marcelo auf Twitter deshalb flugs zu Kroatiens «Spieler des Spiels» gekürt:

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Horny 13.06.2014 17:07
    Highlight Interessant war auch, wie Neymar den Penalty geschossen hat, Antritt, Verlangsamen und Wiederantritt. Ich habe mal gelernt, dass ein begonnener Antritt nicht mehr durch Verlangsamung unterbrochen werden darf, ansonsten der Penalty wiederholt werden muss. Liege ich da falsch?
    0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.06.2014 14:15
    Highlight Zirkus, so schlecht kann doch ein schiedsrichterteam gar nicht sein - da steht doch schon laengst fest wer gegen wen gewinnen darf.
    0 0 Melden
  • Phil-a-palooza 13.06.2014 11:34
    Highlight Tweet des Abends: Die #Fifa gewinnt 3:1 gegen Kroatien. #wmtweet #WM2014
    0 0 Melden
  • dave1771 13.06.2014 08:37
    Highlight Zum Glück war ich nicht der einzige, der das 1. und 3. Gegentor dem Torhüter zugeschrieben hat! Beim 1. hat er ein "Hüpferchen" in die falsche Richtung gemacht und ging dann viel zu langsam zum Ball! Absolut haltbar für einen guten Goalie!
    2 0 Melden
    • Gleis3Kasten9 13.06.2014 11:18
      Highlight Mal sehen wie viele brutale Patzer es noch braucht bis dann eventuell um die WM 2028 rum auch der Videobeweis getestet wird.
      1 0 Melden

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