Sport
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Das SRF-Kommentatoren-Quintett: Ruefer, Wyler, Kern, Thurnheer und Schmid. Bild: SRF

watson sucht den Plauderkönig

Zahlen lügen nicht – Wir verraten Ihnen zum WM-Start, wer die Nummer 1 unter den Schweizer TV-Kommentatoren ist

Nervt der, oder ist der cool? Während der WM werden sich die Fans wieder heftig über die Schweizer TV-Kommentatoren zanken. Auch bei watson sind wir uns nicht einig. Darum berechnen wir objektiv, wer beim SRF in der Fussball-Hackordnung die Nase vorne hat.

12.06.14, 16:24 12.06.14, 18:18

Rund 100 Mitarbeiter sind im Auftrag der SRG zur WM nach Brasilien gedüst – knapp die Hälfte davon sind Journalisten. Ab heute produzieren sie während der nächsten vier Wochen vor Ort die WM-Sendungen für das Schweizer Radio und Fernsehen, das Tessiner RSI und das Westschweizer RTS.

Während die Techniker und die Redaktoren im Hintergrund werkeln, stehen die TV-Kommentatoren während der 64 Liveübertragungen direkt im Rampenlicht. Ein Fehler – und schon machen sie sich zum Gespött der ganzen Nation. Beni Thurnheer kann ein Liedchen davon singen: Noch heute wird er nach über 1000 kommentierten Partien damit aufgezogen, weil er 2010 einmal den dunkelhäutigen Brasilianer Maicon mit dem weissen Holländer Wesley Sneijder verwechselte.

epa04250961 Brazilian soccer player Maicon in action during a training session at the Arena Corinthians stadium in Sao Paulo, Brazil, 11 June 2014. The FIFA World Cup will take place in Brazil from 12 June to 13 July 2014. ..(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert or push service in any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/DIEGO AZUBEL

Sollte man als Profi-Plauderer nicht unbedingt verwechseln: Maicon und Wesley Sneijder. Bild: EPA

Das SRF verzichtet in Brasilien auf Experimente und geht mit einem bewährten Kommentatoren-Quintett an den Start. Beni Thurnheer, Sascha Ruefer, Daniel Kern, Dani Wyler und Patrick Schmid teilen 63 WM-Partien unter sich auf. Hans-Markus Tschirren hilft für einen Match aus.

Umfrage

Wer ist für Sie die Nummer 1 unter den WM-Kommentatoren?

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252 Votes zu: Wer ist für Sie die Nummer 1 unter den WM-Kommentatoren?

  • 33%Beni Thurnheer
  • 12%Dani Kern
  • 25%Sascha Ruefer
  • 14%Dani Wyler
  • 9%Patrick Schmid
  • 7%Hans-Markus Tschirren

«Der tötet mir den letzten Nerv»

Trotz ihrer Erfahrung und den seltenen groben Böcken – die SRF-Truppe kommt beim breiten Publikum regelmässig nicht sehr gut weg. Der Liebling des einen Fussballfans wird da schnell einmal zum Albtraum des anderen. Dabei ist die Kritik mangels objektiver Kriterien fast immer sehr persönlich. Eine Auswahl aus unserer Redaktion gefällig? Von «Der hat doch einfach keine Ahnung» bis «Der ist eine Schlaftablette» und «Der tötet mir den letzten Nerv» ist fast alles dabei.

Umfrage

Bei welchem WM-Kommentator stellen Sie den Ton ab?

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234 Votes zu: Bei welchem WM-Kommentator stellen Sie den Ton ab?

  • 32%Beni Thurnheer
  • 6%Dani Kern
  • 21%Sascha Ruefer
  • 20%Dani Wyler
  • 11%Patrick Schmid
  • 10%Hans-Markus Tschirren

Doch wie sieht das offizielle Ranking der fünf WM-Kommentatoren bei ihrem Arbeitgeber aus? Wer ist in Brasilien offiziell der grösste SRF-Plauderkönig? Wir haben die voraussichtliche Besetzung aller Spiele analysiert und küren aufgrund der harten Fakten die Nummer 1.

1. Runde: Die meisten Spiele

1. Beni Thurnheer 16 Spiele
2. Dani Kern 15 Spiele
3. Sascha Ruefer 12 Spiele
4. Dani Wyler 11 Spiele
5. Patrick Schmid 9 Spiele
6. Hans-Markus Tschirren 1 Spiel

Viele Zuschauer haben das Gefühl, «Beni National» sei nicht mehr ganz so präsent wie früher, speziell weil er die Schweizer Spiele nicht mehr kommentiert. Die nackten Zahlen beweisen das Gegenteil. Der 64-Jährige ist an seiner zehnten und letzten WM einmal mehr der Dauerbrenner und steht bei jedem vierten WM-Spiel im Einsatz. Nach dem Final im Maracanã geht Thurnheer in Rente, aber vorher fliegt er kreuz und quer durch ganz Brasilien. 18 Mal muss er ein Flugzeug besteigen, wie er dem «Blick» erzählt. Auf Platz 2 folgt Dani Kern, der seit neun Jahren für das SRF kommentiert. Etwas abgeschlagen dann Sascha Rufer und Dany Wyler. 

Beni Thurnheer, Schweizer Sportreporter, TV-Moderator und Showmaster, im Studio des Schweizer Fernsehens SRF, am Mittwoch, 4. Juni 2014, in Zuerich. Der Kult-Sportkommentator Beni

Beni Thurnheer ist seit der WM 1978 dabei und verbucht in Brasilien immer noch die meisten Einsätze. Bild: KEYSTONE

Schmid und Tschirren scheiden aus

Teamjunior Patrick Schmid (32), der erst an der letzten WM sein Länderspieldebüt geben durfte, muss schon nach der Gruppenphase nach Hause und bleibt auf neun Einsätzen sitzen. Wir eliminieren ihn entsprechend auch aus der watson-Wertung. Ebenso Aushilfskraft Hans-Markus Tschirren, der sich mit einer einzigen undankbaren Nachtschicht (Elfenbeinküste – Japan, 15. Juni um 3 Uhr MESZ) begnügen muss.

2. Runde: Die meisten K.o.-Spiele

1. Beni Thurnheer 5 Spiele
1. Dani Kern 5 Spiele
3. Sascha Ruefer 4 Spiele
4. Dani Wyler 2 Spiele

Dani Wyler darf noch zwei Achtelfinals kommentieren, dann folgt auch für ihn der vorzeitige Abpfiff in Brasilien. Sascha Ruefer ist immerhin bis zum Viertelfinal mit dabei. Dani Kern und Beni Turnheer teilen sich das Halbfinal- und Final-Dessert.

Für Dani Wyler ist nach den Achtelfinals Endstation. Bild: SRF

3. Runde: Die wichtigsten Spiele

1. Beni Thurnheer Final, Halbfinal
2. Sascha Ruefer Schweizer Spiele
3. Dani Kern Kleiner Final, Halbfinal

Das SRF gönnt Beni Thurnheer zwei Tage nach seinem 65. Geburtstag ein Zückerchen zum Schluss. Er darf sich standesgemäss mit einem WM-Final in den Ruhestand verabschieden. Damit bleibt er bis zum Schluss die unangefochtene Nummer 1. Dani Kern muss sich mit dem kleinen Final begnügen und wird in der Hackordnung sogar noch von Sascha Ruefer auf Platz 3 verdrängt. Der Grund: Der 42-jährige Ruefer, der seit 1998 für das SRF an jedem grossen Turnier im Einsatz stand, hat sich alle Schweizer Spiele geschnappt. Das reicht für Platz 2 in der Endabrechnung.

Beni Thurnheer freut sich ausgelassen und mit einem edlen Tropfen, am Samstag, 5. April 1997, anlaesslich der 25. Benissimo-Show.   (Keystone/Michele Limina)

Platz 1 unter den SRF-Plaudertaschen – Beni Thurnheer freut sich. Bild: Keystone

Endabrechnung SRF-Kommentatoren-Hierachie

1. Beni Thurnheer
2. Sascha Ruefer
3. Dani Kern
4. Dani Wyler
5. Patrick Schmid
6. Hans-Markus Tschirren



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • _NoHaWk_ 12.06.2014 18:03
    Highlight Meiner meinung nach hätte beni schon lange die schuhe an den nagel hängen sollen, ich schaue die spiele immer auf deutschen Tv-Sendern da sind die Kommentatoren vieeel besser:)
    1 2 Melden
    • Kari Metzger 12.06.2014 19:37
      Highlight Da bin ich nicht so sicher, einer hat kürzlich behauptet, ein Corner müsse zwingend auch nach Ablauf der Spielzeit (incl. Zusatzspielzeit) noch ausgeführt werden.
      1 0 Melden
  • _mc 12.06.2014 17:02
    Highlight Ausgeschaltet wird bei uns nicht wegen den Kommentatoren sondern wegen dem unglaublich selbstverliebten Studiomoderator der seinen Gästen ins Wort fällt...
    2 0 Melden
  • MediaEye 12.06.2014 16:47
    Highlight Nun ja; erstens intersssiert mich die WM keinen Deut, zweitens schaue ich mir wenn schon das eine oder andere Spiel auf einem ausländischen Sender an¨
    Ja genau wegen der total unterirdischen Kommentatoren bei SRF!
    Benny Thurnherr hat seinen Zenith überschritten und ich gönne ihm seinen Ruhestand nach dem Final.
    All die anderen sind reine "Dampfplauderis" und gehören sowieso nicht hinter ein Mikrophon.
    1 3 Melden

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