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Swiss head coach Ottmar Hitzfeld talks to journalists during a press conference of the Swiss team in Porto Seguro, Brazil, Wednesday, June 11, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Vier Tage vor dem Ernstkampf

«Überragende Stürmer», «brandgefährlich», «müssen hellwach sein»: Wie Hitzfeld Ecuador über den grünen Klee lobt

11.06.14, 20:04 12.06.14, 18:10

Mittagszeit in Porto Seguro, rund 25 Grad bei über 70 Prozent Luftfeuchtigkeit. Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld gibt bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in Brasilien Einblick in seine Gemütslage. Er bestätigt die Rochade Djourou – Schär in der Innenverteidigung, lässt sich in der Causa «Mehmedi oder Xhaka?» aber weiterhin nicht in die Karten blicken. 

Die Rochade Djourou/Schär

«Ja, die Meldung über die Rochade bestätige ich. Ich muss das aber nicht begründen. Ich stelle die Mannschaft auf. Wir haben einiges ausprobiert, haben verschiedene Formationen getestet. Ich hatte mehrere Optionen für das Startspiel.»

Nachfrage: Gibt es irgendeinen speziellen Grund, warum Fabian Schär nicht spielt?

«Nein. Fabian Schär ist wie alle Spieler in einer guten Verfassung und total einsatzfähig. Ich kann aus dem Vollen schöpfen. »

Die Frage: Mehmedi oder Xhaka?

«Es sind verschiedene Spielertypen. Xhaka ist mehr der Ballverteiler, der Spielmacher, in der Defensive zuverlässig und kann mithelfen, ein effizientes Pressing aufzuziehen. Mehmedi dagegen ist mehr der Stürmertyp, geht mehr in den Abschluss und sucht den Weg zum Tor. Wer wie was, das entscheide ich im Abschlusstraining.»

Der Zwist Inler/Behrami

«Die Querelen sind kein Thema und waren auch kein Thema. Wir haben auch in Weggis noch einmal darüber gesprochen. Die Sache ist ausgeräumt, die beiden verstehen sich auf und neben dem Platz sehr gut.»

Die WM-Euphorie

«Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgabe. Wir sind hier ja ziemlich abgeschirmt und bekommen vom ganzen Drumherum wenig mit. Das Eröffnungsspiel werden wir aber sicher im TV schauen.»

Hitzfelds Stammelf

«Ich habe ungefähr meine Stammelf im Kopf. Aber ich lasse mich auch von Intuition leiten und möchte diese Frage deswegen noch offen lassen. Bis zum Abschlusstraining. Dann werde ich den Spielern sagen, wer spielt und wer nicht.»

Die Gelegenheit beim Schopf packen: Der Schweizer Nationalcoach wird vom Staff im Teamhotel zum Erinnerungsfoto gebeten. Bild: KEYSTONE

Ecuador

«Jefferson Montero ist stark, Felipe Caceido und Enner Valencia sind überragende Stürmer. Ecuador hat viele gute Möglichkeiten in der Offensive, schaltet schnell um und fährt brandgefährliche Konter. Wir müssen hellwach sein. Ecuador ist ein harter Gegner, für uns das erste Finalspiel.»

Das nahende Ende der Laufbahn

«Ich bin kribbelig, aber das bin ich immer. Ich kann dieses Turnier aber sich etwas gelassener angehen, weil es das letzte grosse Turnier meiner Trainerlaufbahn ist. Ich werde jedes Spiel geniessen.»

Die Abhängigkeit von Shaqiri

«Wir haben verschiedene Spieler im Kader, die entscheidende Impulse geben können und auch viele potentielle Torschützen in unseren Reihen. Aber natürlich: Shaqiri kann den Unterschied machen und verfügt über besondere Qualitäten.»

Ex-Schiri Busacca und seine Aufgabe

«Massimo Busacca wird der Mannschaft noch einen Besuch abstatten und sie nochmals über die Regeln unterrichten. Es geht darum, dass wir überflüssige gelbe Karten um jeden Preis vermeiden wollen. Das könnte im Turnierverlauf nämlich noch entscheidend werden.» (tom)

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