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Swiss soccer fans wave flags before the start of the  Switzerland v. South Korea 2006 World Cup Group E soccer match at the World Cup stadium, Friday, June 23, 2006, in Hanover, Germany. France and Togo also play in Group G.  (AP Photo/Dusan Vranic) ** MOBILE/PDA USAGE OUT **30553770@30306882

Bild: AP

Nicht nur Siege zählen

Das sind die 10 schönsten Schweizer WM-Momente – bei Nummer 7 gab's ganz viel Ärger dazu

Den Weltmeistertitel gewann die Schweiz bislang zwar nur mit der U17-Nati. Doch seit der ersten WM-Teilnahme vor 80 Jahren gab es auch bei den «Grossen» immer wieder etwas zu feiern. Das ist unsere Top Ten.

04.06.14, 22:30 24.06.14, 23:21

10. Schweiz – Holland, 1934

Bei der WM-Première 1930 in Uruguay ist die Nati nicht am Start, dafür vier Jahre später in Italien. Bei ihrem allerersten Spiel an einer Weltmeisterschaft gewinnt die Schweiz gegen Holland mit 3:2. Poldi Kielholz, der Stürmer mit der Brille, schiesst im San Siro zwei Tore.

Die Schweizer Nati an der WM 1934, in der Bildmitte mit der Brille: Poldi Kielholz. Bild: Photopress

9. Schweiz – Südkorea, 2006

Der Torjubel Philippe Senderos', dem Blut über die Nase rinnt, ist ein Bild für die Schweizer Fussballewigkeit. Der Hüne prallt mit einem Südkoreaner zusammen – während er zur 1:0-Führung einköpft. Der 2:0-Sieg in Hannover bedeutet die Qualifikation für den Achtelfinal.

Bild: AP

8. Schweiz – Italien, 1954

Die erste und bis heute einzige Weltmeisterschaft, welche die Nati auf heimischem Boden austragen darf. Zum Auftakt schlägt die Schweiz Italien mit 2:1. Aufgrund des Modus' trifft sie noch einmal auf die Azzurri, sie schlägt sie auch ein zweites Mal (4:1).

Riesige Begeisterung nach dem 2:1-Sieg auf der Lausanner Pontaise. Bild: Photopress

7. Die Nacht von Sheffield, 1966

Ein schöner WM-Moment für drei Spieler, wenn auch der Genuss des Moments nur kurz war. Köbi Kuhn erzählt Jahre später: «Werner Leimgruber, Leo Eichmann und ich hatten noch Lust auf einen Spaziergang. Wir gingen zur Strasse, ich hielt den Daumen hoch, und dann hielt dieses dumme Auto auch schon an.» Zwei junge Engländerinnen nehmen das Schweizer Trio im Mini Cooper mit, es wird ein lustiger Abend, Kuhn spricht von einer «harmlosen Chalberei». Weniger lustig findet es Natitrainer Dottore Alfredo Foni – er erwischt die drei, verzichtet im Startspiel gegen Deutschland auf sie, begnadigt Kuhn und Co. allerdings nach dem 0:5.

Nach seiner Begnadigung darf Köbi Kuhn gegen Argentinien wieder mitspielen, dennoch verliert die Schweiz mit 0:2. Bild: Photopress

6. Schweiz – USA, 1994

Nach 28 langen Jahren des Wartens ist die Nati endlich wieder an einer Weltmeisterschaft dabei. In ihrem Auftaktspiel trifft sie auf den Gastgeber. Beim 1:1 bringt Freistosskönig Georges Bregy die Schweiz mit seinem berühmtesten Tor in Führung und Fernsehreporter Beni Thurnheer irrt sich mit seiner Aussage, dass es keinen zweiten wie Bregy gebe. Nur fünf Minuten später versenkt auch Eric Wynalda einen Freistoss im Netz des Gegners – sogar noch schöner als der schnauzbärtige Walliser.

Video: Youtube/Zwolf Magazin

5. Schweiz – Deutschland, 1938

Die Nazis haben Österreich annektiert und treten als Grossdeutschland zur WM an. Das 1:1 im Achtelfinal bedeutet, dass die Partie noch einmal gespielt werden muss. Im Entscheidungsspiel liegt die Schweiz früh 0:2 zurück – aber sie schafft noch die Sensation. Genia Walaschek und Fredy Bickel gleichen die Partie aus, mit einem Doppelschlag sorgt André Abegglen in der 75. und 78. Minute für den sensationellen 4:2-Erfolg der Nati über Hitlers Elf. Vom Magazin «Zwölf» wurde es als bestes Spiel einer Schweizer Mannschaft aller Zeiten gekürt.

Video: Youtube/Zwoelf Magazin

4. Schweiz – Brasilien, 1950

100 Franken Prämie erhalten die Spieler nach dem ersten Länderspiel gegen das grosse Brasilien – völlig zurecht. Denn es ist ihnen gelungen, dem haushohen Favoriten ein 2:2 abzutrotzen. Zwei Mal geht der WM-Gastgeber vor der unfassbaren Menge von 142'000 Zuschauern in Führung, zwei Mal gelingt Servette-Legende Jacky Fatton der Ausgleich.

Video: Youtube/Zwoelf Magazin

3. Schweiz – Spanien, 2010

Niemand, wirklich gar niemand setzt vor dem ersten Spiel der WM in Südafrika auf die Schweiz. Doch dank grossem Einsatz, einem überragenden Diego Benaglio und der nötigen, grossen Portion Glück schlägt die Nati den amtierenden Europameister Spanien dank eines Tores von Gelson Fernandes. Während die Schweiz trotz des Exploits nach der Gruppenphase ausscheidet, wird Spanien Weltmeister.

Das Tor, das Gelson Fernandes den Rest seines Lebens begleiten wird. Video: Youtube/TheGcz4ever

2. Schweiz – Rumänien, 1994

Es ist die wahrscheinlich beste Partie der goldenen Generation um Chapuisat, Sforza, Knup und Co. Im Pontiac Silverdome von Detroit spielen sich die von Roy Hodgson trainierten Schweizer in einen Rausch. Alain Sutter trifft, obwohl er mit gebrochenem Zeh spielt. Nach dem Ausgleich durch Rumäniens Superstar Gheorge Hagi setzt sich die Schweiz dank Toren von Stéphane Chapuisat und Adrian Knup (2x) mit 4:1 durch.

Video: Youtube/Zwoelf Magazin

1. Schweiz – Togo, 2006

Es ist kein Favorit, den die Nati besiegt und es ist vom spielerischen Gehalt her keine Partie, die ewig in Erinnerung bleiben müsste. Ausserordentlich und zum schönsten Schweizer WM-Moment aller Zeiten macht sie hingegen die Kulisse. Das Westfalenstadion in Dortmund, eines der grossartigsten Fussballstadien der Welt, ist durchwegs Rot-Weiss. Es befinden sich mehr Nati-Anhänger im Stadion, als in der grössten Schweizer Arena überhaupt Platz hätten. Die Fans sorgen an diesem sonnigen Nachmittag beim 2:0-Sieg durch Tore von Alex Frei und Tranquillo Barnetta für eine Atmosphäre, die es wohl nie mehr geben wird.

Die Nationalhymne

Video: Youtube/baronkobe

Die Highlights und die Tore

Video: Zwoelf Magazin

Der Jubel

Video: Youtube/Schuerer's channel



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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Papa Valon tröstet Baby Neymar – und 6 weitere unheimliche Begegnungen 

Neymar hat in der Nacht nach dem Spiel gegen die Schweiz wohl noch von Valon Behrami geträumt: So intensiv wurde er vom Tessiner während des Matchs betreut.

Als Erinnerung bleiben ihnen die Schmerzen – und uns dieses ikonische Bild:

Dabei hätte alles so anders kommen können, wären die beiden nur in anderen Situationen aufeinander getroffen. (Wobei: So richtig angenehm wäre auch das für den Brasilianer nicht geworden.)

Wir haben da mal was gebastelt: 

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