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Germany's Thomas Mueller (L) scores their fourth goal during their 2014 World Cup Group G soccer match against Portugal at the Fonte Nova arena in Salvador June 16, 2014. REUTERS/Darren Staples (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP TPX IMAGES OF THE DAY)

Bild: DARREN STAPLES/REUTERS

Thomas wie Gerd 1974

Achtung Selbstironie: «Da war wieder ein Tor schöner als das andere»

Thomas Müller ist mit drei Toren Mann des Spiels beim Traumauftakt Deutschlands gegen Portugal. Logisch, ist er beim Interview nach der Partie gut gelaunt.

16.06.14, 21:05 17.06.14, 09:13

«Das ist natürlich etwas Herrliches», freut sich der dreifache Torschütze Thomas Müller nach dem Spiel. Wie so oft beim Bayern-Stürmer werden es die Tore allerdings nicht in eine Highlight-Show bringen. «Da war wieder eines schöner als das andere», kommentiert der 24-Jährige ironisch. Er steht jetzt insgesamt bereits bei acht WM-Toren.

Das 4:0 erinnerte dabei sehr stark an das berühmte Siegtor von Namensvetter Gerd Müller im WM-Endspiel 1974. Reingemüllert wurde der Treffer halt.

Trotz dem klaren Resultat befand der Angreifer allerdings: «Wir hätten die eine oder andere Chance noch besser nutzen können.»

Die Tore der Müllers im Direktvergleich

Gerd Müllers legendäres 2:1 gegen Holland 1974. Video: Youtube/EveryFourthYear

Thomas Müllers 4:0 gegen Portugal. Bild:

Während Müller überall zu sein schien, muss Ronaldo Häme einstecken.

Rote Karte oder nicht?

Zu reden gibt neben den drei Toren auch noch eine andere Aktion, in welche Müller involviert war: die Rote Karte gegen Pepe. Der Deutsche ging da nach einem (leichten) Faustschlag zu Boden, Pepe verpasste ihm danach eine Kopfnuss und deckte ihn mit einer Schimpftirade ein. Müller kommentiert die Szene so: «Ich hab einen Schlag gespürt mit der Faust. Ich hoffe, es hat nicht blöd ausgesehen. Ich wollte grundsätzlich nichts schinden, aber ich weiss jetzt auch nicht, wie ich mich aus der Affäre gezogen habe.»

Die Szene wird wohl noch heiss diskutiert werden. Einerseits war weder der «Schlag», noch der Kopfstoss stark, aber andererseits hat Pepe seinen Gegenspieler zweimal getroffen und die Absicht zählt eben auch. Während sich die Experten im SRF nicht einigen konnten, ist bei den Kollegen von ARD mit Mehmet Scholl klar: «Das ist Rot.» Wir auf der Redaktion sind ebenfalls gespalten. Darum: Entscheiden Sie selbst.

Pepes Kopfstoss gegen Thomas Müller. Gif: SRF

Die Heatmap beweist: Müller wurde extrem getroffen.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 16.06.2014 22:20
    Highlight Er hat nicht "ein Schlag" sondern "einen Schlag" gespürt.
    0 1 Melden
  • Zeit_Genosse 16.06.2014 21:47
    Highlight Wer Frankreich - Honduras gesehen hat, der sah körperbetonten Fussball, den der Schiri weitgehend hat laufen lassen. Das Spiel war geprägt von Athletik. Jeder Schiri ist anders und bei Deutschland - Portugal hat der Müller den Pepe genutzt und der Pepe ist aufgestiegen. Ich sehe eine Hand im Gesicht und die Kopfnuss war ja eine Stirnberührung um den Schimpfworten Nachdruck zu verleihen. Ok, es war sehr energisch. Der Schiri hat in der Frühphase des Spiel (zu)hart entschieden und das Spiel war von da an gelaufen. Der Schiri hat sich für seine Autorität und gegen das Spiel entschieden. Deutschland hätte auch ohne die Zusätzliche Schwächung von Portugal mit dem 11er und der roten Karte spielerisch ganz gut gewonnen und war klar überlegen. Den im SRF als "dreckigen Stürmer" genannten Müller hätte es nicht nötig gehabt, diesen 11-Meter zu holen und er war ja mit schelmischem Lachen sichtlich überrascht ob dem Glück. Er thematisiert es ja mit seinen Aussagen selbst, wenn man zwischen die Worte hört. Ich wage mal diese Position einzunehmen. Mir hätte ein körperbetonter Match besser gepasst, wo in der Wärme und bei Auftaktspielen die anfängliche Nervosität sich auch etwas entladen darf. Hätte niemandem wirklich weh getan und der Match hätte sich gut entwickeln können.
    3 1 Melden
    • Zappenduster 17.06.2014 00:21
      Highlight Dem Spiel hätte es bestimmt gut getan wär die rote nicht gekommen, da stimme ich dir zu.

      Andererseits; wie kann man so eine Aktion ein paar meter neben dem Schirri abziehen? Es ist ja nicht so das es einem Profi nicht klar wäre was das zu bedeuten hat?! Pepe hat die Nerven verloren und sein Team im Stich gelassen. Das muss man keinem zu pingeligem Schirri andichten.
      1 0 Melden

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