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epa04279272 Greek fans celebrate in central Athens, Greece, 24 June 2014, after their team beat Cote d'Ivoire in the FIFA World Cup 2014 group C preliminary round match in Fortaleza, Brazil. Greece's victory means they qualified for the Round of 16.  EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

Seit Jahren muss Griechenland unten durch, die Fussballer haben dem Land endlich wieder einen Moment der Freude geschenkt. Bild: EPA/ANA-MPA

Erstmals in den WM-Achtelfinals

Griechen-Held Samaras erinnert nach dem Weiterkommen schon an den EM-Triumph 2004

Griechenland hat zum ersten Mal bei einer WM das Achtelfinale erreicht: Der Erfolg gegen die Elfenbeinküste überrascht angesichts der Leistung in den ersten beiden Partien. 2:1-Held Georgios Samaras vergleicht sein Team bereits mit den EM-Helden von 2004.

25.06.14, 05:44 25.06.14, 06:32

Ein Artikel von

christian teevs / spiegel online

Zehntausende Griechen haben in Athen und Thessaloniki das sensationelle Weiterkommen ihrer Mannschaft bei der WM gefeiert. Die Menschen strömten auf die Strassen der beiden grössten Städte des Landes und bejubelten noch weit nach Mitternacht den Last-Minute-Sieg gegen die Elfenbeinküste, der den Einzug ins Achtelfinale bedeutete.

Auch die Spieler feierten noch lange im Stadion in Fortaleza. In kleinen Gruppen sangen und tanzten sie mit ihren Anhängern, die zahlenmässig deutlich in der Minderheit waren – die brasilianischen Zuschauer hielten geschlossen zur Elfenbeinküste. Auslöser der Spontanparty war das Tor von Georgios Samaras. Sein Penalty in der dritten Minute der Nachspielzeit bescherte Griechenland einen unverhofften Erfolg.

Das Foul an Samaras, das zum umstrittenen Penalty in der Nachspielzeit führte.  GIF: SRF

Die Griechen hatte niemand auf der Rechnung

Nach den ersten beiden Spielen hatte es so ausgesehen, als würde Griechenland sich mit einer enttäuschenden Leistung aus Brasilien verabschieden: 0:3 gegen Kolumbien und 0:0 gegen Japan lauteten die Resultate. Kein Tor, kein Spielwitz, keine Hoffnung. Doch der 2:1-Erfolg gegen die Elfenbeinküste reichte doch noch zu Platz zwei in der Gruppe C, hinter den überlegenen Kolumbianern. Griechenland spielt nun am Sonntag gegen das Überraschungsteam der WM, Costa Rica.

Für die Griechen ist es eine Premiere: Zum ersten Mal haben sie bei einer WM-Endrunde den Achtelfinal erreicht. Es ist der grösste Erfolg nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2004.

Samaras jubelt nach dem Siegtor: «Das bedeutet sehr viel für unser Land.» Bild: PAUL HANNA/REUTERS

«Eine Einheit, in guten wie in schlechten Zeiten»

Samaras, der Schütze des Siegtreffers, entdeckte auch prompt Parallelen zum Team von damals: «Wir sind eine Einheit, in guten wie in schlechten Zeiten. So wie wir es auch 2004 waren.» Die Mannschaft habe «dem griechischen Volk grosse Freude geschenkt», sagte Samaras: «Darauf bin ich sehr stolz.» Sein Teamkollege José Holebas ergänzte: «Es ist grandios, dass wir weitergekommen sind. Das bedeutet sehr viel für unser Land.»

«Unser Ziel war es, die Gruppenphase zu überstehen», sagte Griechenlands Kapitän Georgios Karagounis. «Das haben wir nie zuvor geschafft und heute haben wir es auf eine grossartige Weise erreicht.» Karagounis war bereits beim EM-Titel vor zehn Jahren dabei. Er sagte, er hätte sich ein früheres Siegtor gewünscht.

Grosser Respekt vor Costa Rica

Die Chancen dazu waren da, Griechenland traf zweimal die Latte und einmal den Pfosten. Am Ende reichte es dennoch: «Wir haben Leidenschaft und Kampfgeist bewiesen», sagte Karagounis.

Nun wartet im Achtelfinal Costa Rica. «Sie haben sich in der Todesgruppe durchgesetzt», sagte der griechische Coach Fernando Santos. «Sie galten als schwächstes Team und sind Gruppenerster geworden. Das sagt alles darüber aus, was für eine Mannschaft das ist.»

Sirtaki in Fortaleza: Griechenland feiert den Vorstoss in den Achtelfinal. Bild: Getty Images South America

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