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ARCHIVBILD ZUM TOD VON ANDY RIHS --- Andy Rihs, links, und Hansueli Rihs, rechts, Investoren der Sport und Event Holding AG, posieren nach einer Medienkonferenz von BSC Young Boys im Stade de Suisse, am Montag, 19. September 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Nach dem Tod von Andy Rihs ist sein Bruder Hansueli (rechts) der starke Mann bei YB.  Bild: KEYSTONE

Schnappt sich jetzt ein Oligarch YB? 3 Szenarien, wie es nach dem Tod von Rihs weitergeht

Ohne Andy Rihs wäre YB wohl schon lange pleite: Die Young Boys verlieren ihren Patron und Geldgeber mitten in der Meister-Euphorie. Wird der Verein nun verkauft?



Der YB-Fussballgott ist mal wieder ein Teufel. Nur wenige Tage vor einer möglichen Meisterfeier stirbt YB-Patron Andy Rihs 75-jährig an Blutkrebs. Dies nachdem er jahrelang Geld eingeschossen hatte. 

Über 50 Millionen Franken sollen er und sein Bruder seit 2005 in den Verein investiert haben. Ohne das Engagement der Gebrüder Rihs wäre YB nie dort, wo der Klub jetzt steht. An der Spitze. 

Der Multimillionär war seit längerer Zeit krank. Wer nimmt nun seinen Platz bei den Bernern ein? «So wie ich ihn kenne, hat er vieles, aber nicht alles geregelt. Die neue Lösung soll Raum für Chancen bieten», sagt ein Insider zu watson, der dem Velounternehmer wie auch YB nahe steht. 

Für die Berner Fussball-Fans stellt sich nun die bange Frage: Wie verändern sich die Besitzverhältnisse bei den Young Boys nach dem Tod von Andy? 

Szenario 1: Jöggi Rihs bleibt «YB-Kapitän»

Die gute Nachricht zuerst. Mit Bruder Hansueli «Jöggi» Rihs (73) ist und bleibt ein finanzstarker Zürcher vorerst der starke Mann bei YB. «Er war zwar immer Andys kleiner Bruder, aber auch er ist eine grosse Persönlichkeit», sagt der Insider weiter. 

Aber auch Jöggi ist nicht mehr der jüngste. So sind die Gerüchte über einen Verkauf der YB-Aktien nie abgerissen. «Wenn der Preis stimmt, sind wir verkaufsbereit», sagte Andy Rihs 2016 der «Schweiz am Sonntag». Man geht von einer Summe von rund 120 Millionen Franken aus. Die Rihs-Brüder hatten laut «Bilanz» einst 37 Millionen für die Sport und Event Holding – der Muttergesellschaft von YB und dem Stade de Suisse – bezahlt. 

Insider glauben aber nicht, dass Hansueli Rihs seine Aktien bald abstösst. «Es gibt keine schnelle Lösung, sonst hätte man die Sache schon früher abgewickelt.»

Hansueli Rihs, Investor der Sport und Event Holding AG, waehrend einer Medienkonferenz von BSC Young Boys am Montag, 19. September 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hansueli Rihs.  Bild: KEYSTONE

Szenario 2: Oligarchen steigen ein

Ob arabische Scheichs oder russische Oligarchen: Schwerreiche Ausländer haben sich in Europa schon manchen Klub unter den Nagel gerissen. Man erinnere sich nur an Bulat Tschagajew, der Neuenburg Xamax 2012 in den Ruin trieb. Droht dies nun auch YB? 

«Sollte es in Zukunft zu einer Handänderung kommen, würde diese Transaktion sicher sehr verantwortungsvoll und umsichtig vollzogen werden.»

Hanspeter Kienberger

Beiden Investoren liege YB sehr am Herzen und seien ein Segen für YB, sagte Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger im Herbst 2017 dem Vereinsmagazin «YB-MAG». 

Bleibt die Option, dass Rihs bei einem YB-Exit nur das Stadion, aber nicht den Klub verkauft, um den Deal für Investoren erschwinglicher zu machen. Das wäre alles andere als optimal: In diesem Falle müsste YB jedes Jahr Millionen an Mietzinsen bezahlen.

Der frühere Stadionbauer Bruno Marazzi warnt: «Wenn man Stadion und Club auseinandernimmt, ist der Club in einigen Jahren pleite», sagte er dem «Bund». 

ARCHIV - ZUM WIEDERAUFNAHME DES PROZESSES GEGEN BULAT CHAGAEV AM MONTAG, 25. SEPTEMBER 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Le proprietaire de Neuchatel Xamax Bulat Chegaev, au centre, laisse eclater sa joie avec le 1 a 1, lors de la rencontre de football de superleague entre Neuchatel Xamax et le FC Bale, ce dimanche 11 decembre 2011 au Stade de La Maladiere de Neuchatel. (KEYSTONE/Sandro Campardo)

Bulat Tschagajew. Bild: KEYSTONE

Szenario 3: Berner Investoren übernehmen YB 

Seit 2005 ist YB in Zürcher Besitz. «Irgendwann wollen wir YB in andere Hände geben. Am besten wäre, wenn unsere Nachfolger Berner wären», so Andy Rihs. 

Aber noch ist weit und breit kein Berner Investor in Sicht. «Ich würde YB nicht einmal gratis übernehmen», sagte etwa Ypsomed-Milliardär Willi Michel zum «Bund».

«Ich würde YB nicht einmal gratis übernehmen.»

Willi Michel ypsomed

Auch Stadionbauer Marazzi will sich nicht mehr bei YB engagieren. Er wolle kein weiteres Mal Hand bieten, YB zu übernehmen. «Für mich ist das Thema abgeschlossen», sagte er 2016. 

Er glaube nicht an eine Berner Lösung und kenne niemanden, der für YB viel Geld in die Hand nehmen würde, so Marazzi weiter. 

Verkauf hin oder her: Die YB-Fans wollen Rihs an einer Meisterfeier teilhaben lassen. «Holen wir diesen Pokal und stemmen ihn mit Stolz und Leidenschaft Richtung Himmel! Danke Andy Rihs und Ruhe in Frieden», schreibt die Fanseite gaeubschwarz.be

«YB ist kein Loser-Klub!»: Erich Hänzi im Interview

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Video: watson/nico franzoni, adrian müller

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