Sport

Super League, 10. Runde 

Sion – Vaduz 0:1 (0:0)

Thun – YB 0:1 (0:1)

Luzern – FC Zürich 1:0 (0:0)

Carlitos findet heute gegen Vaduz kein Mittel. 
Bild: Urs Lindt/freshfocus

Drei Spiele, drei Tore: YB gewinnt Berner Derby, Luzern schlägt den FC Zürich und 10 Vaduzer feiern in Sion

Sion muss eine bittere Heimniederlage einstecken. Die Walliser verlieren gegen ein dezimiertes Vaduz 0:1. YB gewinnt das Berner Derby mit dem gleichen Resultat und auch Luzern schlägt Zürich 1:0.

27.09.15, 17:50

Thun – YB 0:1

– Die Young Boys haben den Schwung aus dem Heimsieg gegen den FC Basel mitgenommen und gewinnen in Thun dank einem Treffer von Renato Steffen mit 1:0. Für YB-Trainer Adi Hütter ist es der vierte Sieg im vierten Spiel.

YB geht im Berner Derby bereits in der 11. Minute in Führung. Steffen zieht aus gut 20 Meter ab und bezwingt Guillaume Faivre. Pech für den Thuner Torhüter, dass Yuya Kubo mit einer Bewegung zum Ball dabei für Irritation sorgt.

gif: Srf

– Die Thuner kommen nach dem Gegentreffer besser ins Spiel. In der 23. Minute müsste Fluvio Sulmoni, der eine tolle Freistoss-Flanke auf den Kopf bekommt, eigentlich den Ausgleich machen. Der Thuner köpft jedoch am rechten Pfosten vorbei. 

– Auch in der zweiten Halbzeit hat der FC Thun mehr vom Spiel und kommt in der 65. Minute zur nächsten Ausgleich-Chance. Ein langes Zuspiel über das Spielfeld erreicht Marco Rojas, dieser zögert jedoch beim Abschluss zu lange und wird im entscheidenden Moment von Scott Sutter gestört. Danach schwinden die Kräfte bei Thun.

Die YB-Spieler bejubeln das Tor von Steffen.
Bild: KEYSTONE

Sion – Vaduz 0:1

– Sion verliert vor heimischer Kulisse gegen Vaduz mit 1:0 – obwohl die Gäste in der zweiten Halbzeit nur noch zu zehnt agieren können. Aber Sion findet einfach kein Mittel, um Vaduz-Goalie Peter Jehle zu bezwingen. 

– Die erste Halbzeit im Wallis ist kein Leckerbissen für den Fussball-Gourmet. Bis auf einen Lattentreffer von Geoffrey Bia hat Sion kaum nennenswerte Chancen. Das Angriffsspiel der Walliser wirkt oft ideenlos, was aber auch damit zu tun hat, dass die Gäste aus Liechtenstein einen guten Job in der Defensive machen. 

Vaduz feiert seinen Keeper Peter Jehle, der heute eine unüberwindbare Mauer war.
Bild: KEYSTONE

– Kaum ist das Spiel im Tourbillion wieder angepfiffen, folgt der erste Knall. Philipp Muntwiler grätscht mit gestrecktem Bein Carlitos um und trifft den Walliser am Knöchel. Ein grobes Foul, das mit einer roten Karte geahndet wird.

– Doch auch mit einem Mann mehr fehlt dem FC Sion das Konzept auf dem Platz. Die Zuspiele in der Spitze kommen nur selten an. Die Liechtensteiner dagegen verteidigen geschickt und gehen mit der ersten Chance in der zweiten Halbzeit in Führung. Markus Neumayr kann unbedrängt im Strafraum auf Stjepan Kukuruzovic auflegen und dieser braucht nur noch einzuschieben.

gif: Srf

– Sion kann darauf nicht mehr reagieren und verliert somit ein Spiel, das es eigentlich hätte gewinnen müssen.

Luzern – FC Zürich 1:0

– Samed Yesil zeigte erstmals, wieso ihn einst der FC Liverpool engagiert hatte. Der Deutschtürke schoss kurz nach der Pause den einzigen Treffer des Tages in Luzern. Yesil konnte somit das Vertrauen zurückzahlen, das Trainer Markus Babbel in ihn gesetzt hatte: Er hatte den Stürmer erstmals für die Startelf nominiert.

gif: Srf

– Der FC Luzern liegt damit weiterhin gleichauf mit YB; das Duo jagt gemeinsam mit dem Zweitplatzierten GC den souveränen Leader Basel. Derweil gurkt der FC Zürich weiter am Tabellenende herum: Er ist punktgleich mit Thun und Aufsteiger Lugano. (ram/ndö)

Die Tabelle

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Die Telegramme

Thun - Young Boys 0:1 (0:1). 8026 Zuschauer. - SR San.  
Tor: 11. Steffen 0:1.
Thun: Faivre; Joss (74. Schirinzi), Reinmann, Sulmoni, Wittwer; Hediger, Wieser; Rojas, Frontino, Rapp; Buess (60. Munsy).
Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, Von Bergen (68. Wüthrich), Sutter (83. Gonzalez); Steffen, Zakaria, Rochat, Sulejmani; Kubo, Gerndt (82. Hoarau).
Bemerkungen: Thun ohne Siegfried, Schindelholz, Ferreira, Bigler, Glarner und Zarate (alle verletzt). Young Boys ohne Bertone, Lecjaks (beide gesperrt), Seferi, Sanogo, Benito (alle verletzt), Tabakovic und Afum (beide nicht im Aufgebot). 66. YB-Captain Von Bergen verletzt ausgeschieden. - Verwarnungen: 5. Hediger, 34. Gerndt, 36. Hadergjonaj, 58. Buess (alle Foul). 

Sion - Vaduz 0:1 (0:0). 6700 Zuschauer. - SR Gut.
Tor: 74. Kukuruzovic (Neumayr) 0:1.
Sion: Vanins; Zverotic, Vanczak, Cichero (58. Follonier), Ziegler; Ndoye (72. Assifuah), Salatic; Rüfli, Bia (77. Akolo), Carlitos; Konaté.
Vaduz: Jehle; Untersee, Grippo, Bühler, Fekete; Kukuruzovic, Muntwiler, Ciccone; Avdijaj (64. Kaufmann), Neumayr (86. Messaoud), Costanzo (82. Stahel).
Bemerkungen: Sion ohne Lacroix, Kouassi, Zeman (alle gesperrt), Fernandes, Mboyo und Pa Modou (alle verletzt). Vaduz ohne Sutter, Schürpf, Von Niederhäusern, Hasler, Caballero, Klaus (alle verletzt), Borgmann (noch nicht spielberechtigt), Cecchini und Kuzmanovic (beide nicht im Aufgebot). 13. Lattenschuss Bia. 46. Rote Karte gegen Muntwiler (hartes Foul an Carlitos). - Verwarnungen: 61. Untersee, 90. Vanczak, 91. Grippo (alle Foul).

Luzern - FC Zürich 1:0 (0:0). 10'420 Zuschauer. - SR Schärer. -
Tor: 51. Yesil (Thiesson) 1:0.
Luzern: Zibung; Thiesson, Affolter, Puljic, Lustenberger; Arnold; Kryeziu (74. Haas), Hyka (87. Fandrich), Freuler; Marco Schneuwly, Yesil (65. Jantscher).
FC Zürich: Brecher; Brunner, Kecojevic, Djimsiti, Koch; Yapi (74. Grgic); Bua, Buff, Christian Schneuwly (65. Gavranovic), Simonjan (46. Chiumiento); Etoundi.
Bemerkungen: Luzern ohne Lezcano (gesperrt), Brandenburger, Rogulj, Sarr (alle verletzt) und Schachten (krank). FC Zürich ohne Kukeli, Kleiber, Nef, Sarr und Schönbächler (alle verletzt). - Verwarnungen: 21. Kecojevic, 35. Kryeziu (beide Foul), 68. Lustenberger, 89. Fandrich (beide Unsportlichkeit).​

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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Basel schiesst nach Ausschreitungen Sion ab – Lugano siegt und gibt Rote Laterne ab

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– Sion trat in Basel frech auf. Schon in der 3. Minute erzielte Marco Schneuwly das 1:0 für die Gäste, nachdem Manuel Akanji den Ball im Strafraum nicht richtig traf. Es war der 100. Super-League-Treffer für den Stürmer. Damit gesellt er sich zum exklusiven Kreis mit Marco Streller (113 Tore), Mauro Lustrinelli (102) und Alex Frei (101). 

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